Dieser Blog wird auf Eis gelegt?!

30.07.2018
Ich sitze gerade an meinem Schreibtisch, höre "Low" von Lenny Kravitz und schreibe diese Zeilen. Anstatt lange um den heißen Brei zu reden, falle ich einfach direkt mit der Tür ins Haus. Ich hab's satt, mich meinem eigenen Druck beugen und Dinge tun zu "müssen", nur um meinem Perfektionismus gerecht werden zu können.  Ich möchte tun, was mir gefällt, mir Freude bereitet und mich glücklich macht. Und das ist leider nicht mehr das Bloggen. Ein Grund von vielen, warum ich in letzter Zeit vermehrt mit dem Gedanken gespielt habe, diesen Blog zukünftig auf Eis zu legen oder zumindest nicht mehr so aktiv zu sein, wie es sonst immer der Fall war. Ich würde lügen, wenn ich schreiben würde, dass mir diese Entscheidung schwer fällt. Der Gedanke kam intuitiv und ist dennoch nicht vollkommen unüberlegt oder an den Haaren herbeigezogen.


Ich verspüre zu viel Druck. Und ich bin mir absolut bewusst, dass ich diesen Druck nicht loswerde, wenn ich mich nicht davon löse. Es ist wie eine Krankheit. Es gab in den vergangenen Jahren kaum eine Phase, in der ich nicht das Gefühl hatte unter Druck zu stehen und liefern zu müssen. Und immer dann, wenn ich dachte, dass es gerade besser wird, kam wieder eine neue Welle. Meine Ideen und Inspirationen haben sich überschlagen und waren dennoch absolut nicht konform mit meinem Privatleben. "Privatleben" - das klingt, als würde ich großartig in der Öffentlichkeit stehen. So ist es natürlich nicht. Ich war allerdings schon immer darum bemüht, einen perfekten Ausgleich zwischen Job, Familie, Freunden und dem Bloggen zu bekommen. Die Realität sah krass anders aus und entsprach so gar nicht meiner Vorstellung. Dieser Blog stand schon immer an erster Stelle. Ich habe meine Augen am Wochenende aufgeschlagen und mich mit Blick auf die Uhr gefragt, wie ich das gemeinsame Frühstück mit der Familie, das Treffen mit Freunden und die Vorbereitung meiner Blogbeiträge unter einen Hut bekommen soll. Ich habe stundenlang Blogbilder gemacht, die mich wegen blöder Lichtverhältnisse oder einem schlechten Hintergrund unzufrieden gestimmt haben und meine Texte zu Hause am Laptop geschrieben, nachdem ich bereits im Büro neun Stunden lang auf den Bildschirm gestarrt habe. (Warum ich bisher keine Brille tragen muss, ist mir ehrlich gesagt ein großes Rätsel.) Und wenn ich kurz vor der geplanten Veröffentlichung nicht zufrieden war, habe ich den Beitrag wieder gelöscht und von vorne begonnen, neue Bilder gemacht und neue Texte geschrieben. Ein elendiger Kreislauf, der mir schlichtweg über den Kopf gewachsen ist und mich wahrscheinlich auch mein Hobby gekostet hat. Ich gebe niemanden die Schuld für den Druck, den ich verspüre. Mir ist bewusst, dass  allein ich die Verantwortung dafür trage. Das Bloggen war mir vielleicht schon immer ein bisschen zu sehr wichtig. Ja, sicherlich habe ich falsche Prioritäten gesetzt. Nun ist es an der Zeit, mich von diesem Druck zu befreien, mich neu zu sortieren, ein Stück egoistisch zu sein und einen Cut zu machen. Das, was ihr hier zu lesen bekommt, ist das Endprodukt von unerträglich starken, innerlichen Stress.



Ich kann mich mit dem Bloggen nicht länger identifizieren. Die Bloggerwelt hat sich zu sehr verändert und ich gebe an dieser Stelle zu, dass ich mich nicht länger als ein Teil dessen fühle. Ich sage weder, dass ich etwas Besseres bin, noch dass ich mich schlechter stelle. Ich habe einfach nicht mehr das Gefühl ein Teil dieser vielen Influencer zu sein, die sich mittlerweile nur noch mit einem Instagram Account und krasser Bildbearbeitung profilieren, anstatt mithilfe authentischer Texte, in denen auf Rechtschreibung/Grammatik geachtet wird. Wo stecken all die Blogger, die neben ihrem Job/Studium ernsthaft Zeit in das Bloggen investieren, sich Gedanken machen und zumindest einen gewissen Teil Input geben? Bin ich die Einzige, die sich jemals Gedanken darüber gemacht hat, ob und wenn ja, welchen Nutzen die eigenen Beiträge haben? Ich sage nicht, dass jeder Blogger gleichermaßen viel Zeit in das Bloggen investieren muss, wie ich es stets getan habe. Fakt ist aber eben auch, dass das Bloggen nicht mehr das ist, was es vor ein paar Jahren war. Als Blogger ist man heutzutage 24/7 auf Blogger Events und Pressereisen. Man lobt ein Produkt in den Himmel, das der größte Mist ist und muss dafür nicht einmal viel Aufwand investieren. Es wird mit Produktplatzierungen und unauthentischer Werbung Geld verdient. Irgendein blödes Bild und ein Text, vielleicht auch nur ein kleine Story auf Instagram und gut ist. Das bringt mich dermaßen auf die Palme, wirklich! Weil jeder andere "Influencer", der wirklich Gedanken und Zeit investiert, unter den Tisch fällt. Ja, vielleicht muss ich mich den Veränderungen anpassen, die sich im Wandel der Zeit ergeben, ohne das jemand arg viel Einfluss darauf hat. Aber nein, das entspricht nicht meinen Werten. Ich behaupte vorsichtig, dass ich schon immer anders war als andere Blogger. Dass ich bei Kooperationen schon immer Wert darauf gelegt habe, dass ein Produkt für mich wirklich interessant ist, ich es gut "verkaufen" und mich damit identifizieren kann. Meine Followerzahlen sind weder erbettelt noch gekauft. Sie sind vielleicht verhältnismäßig gering, aber zu 100% echt.



Ich bin zu sehr mit meinem eigenen Leben beschäftigt. Denken wir doch nur mal an das letzte halbe Jahr: Umzug, Reisen, Jobwechsel, Verluste und der alltägliche Wahnsinn. Mittlerweile blogge ich seit mehr als sechs Jahren. Seitdem ist viel passiert. Ich habe die Schule verlassen, meinen Führerschein gemacht, eine Ausbildung beendet, das Reisen für mich entdeckt, meine große Liebe verlassen, einen eigenen Freundeskreis gegründet, meine eigene Wohnung bezogen, etc. Ich bin nicht mehr das (kleine) Mädchen von damals, dessen einzige Sorge Liebeskummer und die Ferienplanung waren. Es gibt so viele andere Dinge in meinem Leben, die meine Aufmerksamkeit fordern, meine Gedanken und meine Zeit in Anspruch nehmen und relevant sind. Das ist der Lauf der Lebens und knüpft an das Erwachsensein an. Dass das Bloggen nicht mehr oberste Priorität haben kann, selbst wenn ich es wollen würde, ist sicherlich verständlich. Ich möchte durchatmen und mich frei fühlen können, ohne meinen Blog im Nacken zu haben. Mein Blog, der mir das Gefühl gibt, liefern zu müssen, aktuell zu sein und alles mit jedem zu teilen.

Ich möchte Zeit für andere Interessen haben. Ein Aspekt, der wohl ausschlaggebend für meinen Entschluss war. Jahrelang habe ich all meine Zeit in das Bloggen investiert. Keine Frage: ich habe es immer gerne getan. Fakt ist aber auch, dass alles andere ziemlich hart auf der Strecke blieb. Vorrangig natürlich meine Zeit mit Familie und Freunden, die sicherlich auch darunter gelitten haben, dass ich mich so stark auf meinen Blog fokussiert habe. Dass ich Treffen vorzeitig beendet und/oder eher verlassen habe, weil ich Angst hatte, meine Beiträge nicht vorbereiten zu können. Ich möchte sie nicht mehr vertrösten, sondern voll und ganz für sie da sein und ein Stück von dem weitergeben, was sie mir gegeben haben. Vor allem aber möchte ich offen gegenüber neuen Hobbies sein, die mir zeigen, dass im Leben noch so viel mehr Spaß macht, als das Bloggen. Ich möchte nach der Arbeit und am Wochenende zur Ruhe kommen. Ich möchte mehr lesen und vielleicht sogar etwas sportlicher werden. Ich möchte Serien auf Netflix schauen, ohne dabei durch das Bloggen abgelenkt zu sein. Ich möchte einmal mal nach Hause kommen und nicht gleich wieder den Laptop aufklappen. Ein weiterer Aspekt, den ich voll und ganz auf meine Kappe nehme: ihr wisst teilweise sehr viel über mich. Ich selbst bestimme, wie viel ich von mir preisgebe. Und auch, wenn ihr lange noch nicht alles über mich wisst, wisst ihr immerhin mehr über mich, als ich über euch. Das fängt bei kleinen Dingen an, wie z.B. welche Produkte ich verwende, was ich esse und trinke und endet bei privateren Dingen, wie z.B. was  ich am Wochenende getan habe, was ich denke und wie ich fühle. Ich allein habe in der Hand, wie viel ich erzähle. Und aktuell ist mir das einfach zu viel geworden. Ganz egal, ob neuer Partner oder Schicksalsschlag: ich möchte einen Cut und nicht mehr jeden an meinem Leben teilhaben lassen. Ich möchte all die wichtigen Phasen in meinem Leben mit den Menschen teilen, die mir am Nächsten stehen, Momente in einem Glas auffangen und für immer festhalten. Ja, in den letzten Jahren ist ganz schön was schief gelaufen.


Zu guter Letzt bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als den Titel dieses Beitrages mit einem Fragezeichen und einem Ausrufezeichen zu versehen, weil schlichtweg keine anderen Symbole meine Gedanken besser zusammenfassen... Wie es hier weitergehen wird, wird sich zeigen. Ich will diesen Prozess gar nicht doll beeinflussen oder etwas ankündigen, sondern mich einfach leiten lassen. Wer weiß, wo die Reise letztendlich hinführt? Aktuell laufen noch ein paar Kooperationen, die ich gerne abschließen möchte. Dieser Blog wird vielleicht einfach nicht mehr aktiv sein. Vielleicht stelle ich ihn auf "privat", damit er nicht mehr öffentlich ist. Vielleicht kommen auch nur noch vereinzelte Beiträge. Ich habe keine Ahnung... 

Alles Liebe für Euch, Eure Mareike ♡

Kommentare:

  1. Hi, dass mit dem Druck kann ich voll verstehen. Ich habe zwar keinen blog, mache mir aber total "Lese-Stress". Wenn ich heimkomme, mache ich erstmal den Laptop an, um bloglovin + YouTube "abzuarbeiten". Wenn ich mit Freunden unterwegs bin o.ä. und sich viel ungelesenes/ -gesehenes anstaut, belastet mich das sehr. Aber vollkommen darauf verzichten will ich auch nicht, weil ich auf die Kosmetik- und Pflegeinfos, Rezepte usw. nicht verzichten will. Weiß da momentan keine Lösung für mich-das ist meine Art von fehlgeleitetem Perfektionismus, alles genau zu lesen und zu schauen. Vielleicht kannst du den blog ja einfach öffentlich stehen lassen, damit man deine Rezept usw. jederzeit nochmal nachlesen kann-wäre doch Schade um die Arbeit, die du dir bis jetzt gemacht hast. LG Sabine

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    1. Liebe Sabine,

      danke für dein liebes Kommentar. Ich denke, man kann diese Art von Belastung nur loswerden, wenn man weiß, was schief läuft. Wie in meinem Fall z.B. Ich weiß einfach, dass ich falsche Prioritäten setze und es nach all den Jahren endlich mal Zeit wird, aktiv etwas dagegen zu tun und bei Null zu beginnen. In deinem Fall würde ich mich wahrscheinlich immer wieder versuchen daran zu erinnern, dass die Zeit mit Freunden kostbar und unbezahlbar ist. Es gibt Momente, die kommen nie nie wieder. Blogbeiträge und Videos kannst du dir dagegen auch noch zwei Tage, vier Wochen oder 5 Monate später anschauen. Ja, das klingt jetzt super oberschlau. Und gerade die Umsetzung kann echt schwierig sein. Ich weiß ja selbst nur zu gut, dass es nicht einfach ist, Druck abzubauen, der sich über einen langen Zeitraum hinweg aufgebaut hat.

      Liebe Grüße an dich und danke noch einmal für dein ehrliches Kommentar.

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  2. Schade, ich habe deinen Blog immer gern gelesen - aber wenn es dich mehr stresst als Freude bereitet, ist das Aufhören die beste Lösung.
    Ich brauche weniger Zeit zum Bloggen, weil ich es weniger perfektionistisch betreibe - Fotos sind nicht perfekt? Wurscht, Post kommt trotzdem online. Ich mache keine Kooperationen und damit sitzt mir niemand im Nacken. Ich bin DIY-Blogger - ein Projekt misslingt? Blogge ich halt den Fail und präsentiere der Welt, dass bei mir auch Projekte schiefgehen. Mein lockerer Umgang mit dem Projekt Blog hilft enorm, dabei entspannt zu bleiben - ich verstehe aber, dass es je nach Typ sehr schwierig (wenn auch m.M.n. ein lohnendes Projekt) ist, den Perfektionismus bei Hobbys abzulegen.
    Ich wünsche dir alles Gute!

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    1. Liebe Hana,

      ich beneide dich so sehr, wirklich! Es ist klasse, dass du das Bloggen mit der gewissen Prise Leichtigkeit ausleben kannst. Das ist es, worauf es ankommt. Ich hatte immer gehofft, dass mir das auch noch einmal gelingen wird. Aber keine Chance! In mir schlummerte schon immer der ungesunde Wunsch, alles richtig und vor allem perfekt machen zu wollen.
      Letztendlich stehe ich mir damit einfach nur selbst im Weg, was ich sehr schade und, naja, ziemlich traurig finde.

      Danke für dein Kommentar und alles Liebe für dich!

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  3. Oh schade, aber ich kann dich irgendwie auch total verstehen. Mit dem ganzen "Influencer" Kram kann ich mich auch überhaupt nicht identifizieren und fühle mich nicht als Teil davon. Ich bin auch ehrlich gesagt froh, dass ich kaum noch auf Events eingeladen werde, die Zeiten sind für mich vorbei.
    Mit meinem Blog kann ich mich allerdings schon noch identifizieren, allerdings ist es bei mir nun nicht so (und das muss ich ganz ehrlich sagen :D), dass ich die große Schreiberin bin, die tolle Texte verfassen kann, das war ich noch nie. Mein Blog lebt eigentlich überwiegend von Makeups und die machen mir nach wie vor Spaß, ich zeige sie immer noch gerne und auf dem Blog viel lieber als z. B. auf Instagram. Dass ich mir allerdings Druck mit dem Blog mache, die Zeiten sind auch lange dabei und das ist auch wohl der Grund, warum es ihn noch immer gibt. Es gab früher mal Zeiten, wo ich mir auch Druck gemacht habe und dann denkt man schon ans hinschmeißen. Wobei ich daran aktuell auch manchmal denke, aber eher wegen der ganzen rechtlichen Geschichten, die mich teilweise gedanklich sehr runter ziehen.

    Ich wünsche die für dein "After-Blog-Leben" :D allerdings alles alles Gute, genieß deine Zeit!

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    1. Liebe Talasia,

      schon komisch, wie sich das Blogger-Dasein verändert hat oder? Ein sehr schleichender Prozess, der wohl nicht nur bei uns beiden Spuren hinterlassen hat.

      Ich bin meinen innerlichen Druck nie richtig losgeworden, weshalb das Bloggen spätestens mit dem Erwachsenwerden unerträglich wurde.
      Du meinst die DSGVO, oder? Es gibt tatsächlich einige Blogger, die deswegen hinschmeißen. Auch, wenn ich das verstehen kann, war die DSGVO niemals ein Grund für mich, meinen Blog nicht mehr aktiv zu führen. Es ist schwer, damit warm zu werden, aber hinzuschmeißen, sobald es schwierig wird, ist irgendwie auch einfach.

      Danke für deine lieben Worte!

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  4. Liebe Mareike,

    zunächst einmal möchte ich Dir sagen wie toll Dein Blog ist und dass man ihm wirklich die ganze Arbeit anmerkt, die Du in den letzten Jahren hier rein gesteckt hast! Es ist natürlich schade, wenn Du ganz aufhören solltest... aber wir werden es überleben und Dir wird es hoffentlich besser gehen.
    Ich muss ehrlich sagen, dass ich totales Verständnis für Deine Worte und Gefühle habe - in vielen Dingen ging es mir lange auch so - und trotzdem denkt ein kleiner Teil von mir "Mensch, warum macht sie sich denn so viel Stress? Was sind denn ihre Ziele mit dem Blog, dass es so wichtig ist jeden Tag einen Beitrag zu posten?", warum muss jeder gleich immer "Influencer" sein? Kann man nicht einfach nur Spaß an dem Verfassen von Artikeln haben und dies in erster Linie für sich selbst tun?
    Klar, das ist leicht gesagt und hilft Dir jetzt vermutlich auch nicht weiter. Nichtsdestotrotz hoffe ich, dass Du irgendwann / irgendwie weiter machst - einfach nur für Dich - egal, ob regelmäßig oder nur sporadisch. :-)

    Alles Liebe & genieße Dein Leben! ♥
    Miriam

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    1. Liebe Miriam,

      oh ja! "Arbeit" habe ich wirklich viel in den Blog investiert. Für mich war es schon immer wichtig, dass ich mich mit meinem Blog identifizieren kann. Das ist mir (meiner Meinung nach) auch sehr gut gelungen. Gerade deswegen schmerzt der Gedanke so sehr, dass alles nicht mehr zu haben.

      Warum ich mir so viel Stress mache? Das ist eine sehr gute Frage! Ich habe lange darüber nachgedacht und ehrlich gesagt keine Antwort. Vielleicht, weil ich mir bewusst bin, dass meine Beiträge von vielen Menschen gelesen werden? Weil ich Kritikern so wenig Angriffsfläche wie möglich geben möchte? Puh, ich weiß es echt nicht :( Aber wie gesagt: in mir schlummert schon immer der Wunsch, alles richtig und perfekt machen zu wollen. Ich weiß leider nicht, woher dieser ungesunde Perfektionsmus rührt, aber mir gehts defintiv nicht gut damit...

      Danke, dass du dir die Zeit genommen und meinen Beitrag so lieb kommentiert hast!

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  5. Liebe Mareike, auch, wenn ich in den letzten Monaten nicht mehr kommentiert habe, habe ich dennoch viele Beiträge gelesen, es fehlte oft die Zeit. Deine Beweggründe kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich selbst blogge ja seit ein paar Monaten nicht mehr und ich war fast erschrocken, wie gut ich damit zurecht kam. Gerade am ersten Wochenende nach Blogende fand ich es etwas komisch, aber bereits am Wochenende danach war ich froh, auch mal wieder mehr zu handarbeiten und zu lesen. Auch bin ich seitdem weniger online, was auch immer viel Zeit gefressen hat, bei anderen zu lesen, zu kommentieren usw. Ich mache das immer noch sehr gern, aber nun sporadisch, es ist keine gewisse Pflicht mehr. Hinzu kommt, dass auch mich so unglaublich viel an dem ganzen InfluencerWerbeKooperationsKram stört und ich bei einigen Bloggern wirklich eher negative als positive Veränderungen festgestellt habe, die weder zu meiner Auffassung von Authentizität passen noch für mich relevant wären. Ich habe immer gern gebloggt, es war ein schönes Hobby und ich bin immer ich geblieben, somit gingen 8 Jahre Bloggen ins Land. Erst kürzlich musste ich unterwegs zur Arbeit an Dich denken, als es um Deine Oma ging. Ich habe mich gefragt, ob ich meine Trauergedanken zu einem geliebten Menschen teilen wollen würde mit der Öffentlichkeit, überhaupt private Dinge aus meinem Leben. Ich habe es nie getan, weder in guten noch in schlechten Lebensphasen und nie bereut. Ich fragte mich, ob man sich auf Dauer nicht unwohl und "entblößt" fühlt und wie weit man damit geht. Insofern freue ich mich sogar, nun zu lesen, dass Du das künftig einschränken wirst. Ich folge Dir gern weiter auf Instagram, sofern Du da noch aktiv bist. Erst einmal alles Gute für Dich!

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    1. MAREIKE UNFABULOUS3. AUGUST 2018 UM 11:17
      Liebe Andrea,

      auch dir danke ich natürlich für dein Kommentar! :)

      Rückblickend ist es wirklich erschreckend, wie viel Zeit man in das Bloggen investiert hat oder? Es sind einfach viel zu viele Dinge auf der Strecke geblieben, die doch so viel wichtiger sind. Nun ist es zu spät und ich kann nur retten, was noch zu retten ist. Das Thema Authentizität finde ich auch spannend. Mir geht es nämlich ähnlich wie dir. Manches "Blogger-Dasein" erinnert mehr an Größenwahnsinn, als an Realität und Authentizität. Scheinbar ist es jedoch das, was die Menschen lesen/sehen möchten - ob's uns gefällt oder nicht.

      Oh, also ich bin froh, dass ich meine Trauergedanken geteilt habe. Tod und Trauer gehören zum Leben dazu und ich finde es enorm wichtig, darüber zu sprechen bzw. zu schreiben. Oder anders gesagt: ich finde dieses Thema um einiges wichtiger, als dieses ganze oberflächliche Geschwafel über Kosmetik, Fashion und co. Es gibt zu viele Themen, die unter den Tisch gekehrt oder gar gescheut werden.

      Vielen Dank! :)

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    2. Da stimme ich Dir natürlich zu, dass allgemein zu viel unter den Teppich gekehrt wird und das Leben hat auch seine traurigen Seiten. Wenn es Dir geholfen hat, war es für Dich genau richtig. Ich bin aber auch schon immer so gewesen, dass ich immer alles trenne, das ist für mich dann angenehmer. Oh ja, das Bloggen hat sehr viel Zeit gefressen und nicht selten mussten andere Dinge hintenan stehen, ich fand es normal. Heute sehe ich das anders. Für alles reicht die Zeit nicht mehr, also muss man Prioritäten setzen. Ich glaube übrigens auch, dass manche mittlerweile in einer völlig anderen Welt leben, so wie in einer großen Seifenblase. Bodenständigkeit ist für mich jedenfalls nicht, Influencer zu sein, allein schon dieses gruselige Wort �� bei mir ruft nun laut der Putzeimer, wünsche Dir ein schönes Wochenende!

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  6. Liebe Mareike,
    zuerst möchte ich dir danken, dass dein Blog immer authentisch war. Wenn du Produkte vorgestellt hast wusste ich, dass der Text deine persönliche Meinung widerspiegelt. Das habe ich immer sehr an dir, bzw. deinem Blog geschätzt. Ich weiss gar nicht mehr wieviele Produkte ich dank dir gekauft und für gut befunden habe. :D
    Trotzdem hat sich die Bloggerwelt sehr verändert und ich kann verstehen, dass du dich nicht mehr dazugehörig fühlst und deine Zeit anders nutzen willst. Wenn ein Hobby zu einer Belastung wird muss man sich davon trennen. Nutze deine freie Zeit für Familie und Freunde und fühl dich endlich frei von diesem Druck - den braucht man neben der Arbeit wirklich nicht. Ich hoffe du bleibst uns auf Instagram trotzdem noch erhalten?
    Alles Liebe
    Verena

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    1. Oh, wie lieb du das geschrieben hast! Ich danke dir!

      Ja, auf Instagram bleibe ich vorerst aktiv :) Ich versuche es zumindest! :p

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  7. Hey Mareike, ich bin unglaublich traurig, dass du deinen Blog auf Eis legst aber ich kann deine Entscheidung natürlich verstehen! Als ich kurz mal meinen Blog hatte, habe ich diesen Druck auch verspürt und ich war nicht mal ansatzweise so qualitativ wie du mit deinen Beiträgen. Vor allem dauert das sehr lange mit dem Vorbereiten von Fotos und Beiträgen. Ich hoffe für dich, dass dir diese Auszeit oder eventuell Beenden deines Blogs gut tut und du dir die neugewonnene Zeit für dein Wohlbefinden nutzt!Du warst lange Zeit eine meiner Lieblingsbloggerinnen und deine Beiträge werden sicher nicht nur mir schmerzlich fehlen.

    Viele liebe Grüße,
    Katharina von lovelybeautyxoxo.blogspot.de

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    1. Danke für die lieben Worte, Katharina :)

      Ich verstehe ehrlich gesagt gar nicht, woher dieser Druck kommt, den man als Blogger verspürt.... Das ist so schade. Wahrscheinlich ist man stets bestrebt, in der Masse an Bloggern und Influencern nicht unterzugehen. Das geht schnell nach hinten los :(

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  8. Hallo Mareike,
    deine Zeilen machen mich sehr traurig, weil wieder eine gute Bloggerin nicht mehr ihren liebevollen Blog weiterführt. Einen Blog, der es auch wert war Blog genannt zu werden. Du warst immer ehrlich, hast ähnlich wie ich nie viel Wert auf Geld, Reichweite und Follower gelegt und trotzdem so einen tollen, professionellen Blog geführt.

    Ich habe echt einen Riesen Respekt von dir, weil ich weiß ohne dich persönlich zu kennen, dass du einfach ein Mädchen von nebenan bist. Genau wie ich. Eine normale junge Frau, die bloggt, weil sie sich mit den Themen auseinandersetzt und nicht eine "übergestylte" Influencerin, die nur Geld absahnen möchte und jedes Foto vorher bei Facetune überarbeitet hat.

    Ich kann deine Entscheidung nachvollziehen. Mir fällt es auch immer schwerer mich mit dieser Blogger-Welt zu identifizieren, aber ich mag noch nicht aufgeben, weil ich finde, die ehrlichen Mädels sollten bleiben und zeigen, dass es auch anders geht! Ich hoffe, du kannst dich jetzt mehr entspannen und machst nur noch das, was dich glücklich macht.

    Auch wenn ich in letzter Zeit nicht mehr so aktiv auf deinem Blog war, war dein Blog immer eine große Inspiration für mich und du warst einer der ersten Personen, deren Blog ich damals gefolgt bin. Mach es gut und alles Liebe für dich!!! Ich wünsche dir alles Gute.

    Viele Grüße
    Anne

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    1. Liebe Anne,

      danke für dein Kommentar :)

      Leider sind es gerade diese Art von Blogger, die bei all den Veränderungen unter den Tisch fallen. Ja, sobald man ehrlich und authentisch bleibt, sich selbst treu ist, kann man sich einfach nicht mehr durchsetzen. So ist zumindest mein Eindruck, in dem ich mich immer wieder bestätigt fühle. Ich hab's so satt. Wie gesagt: vielleicht sollte ich mich anpassen oder einfach straight meinen eigenen Weg gehen. Aber, nun ja, irgendwie sagt sich das leichter, als es letztendlich in der Umsetzung ist. Vor allem dann, wenn man auch noch andere Dinge im Kopf hat und das Bloggen keine Einnahmequelle ist, man arbeiten geht, etc.

      Nichtsdestotrotz bin ich unheimlich dankbar für all die Erfahrungen und Begegnungen, die ich dank meines Blogs erleben konnte.

      Ich danke dir für deine sehr lieben Worte.

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