Life Update über das Bloggen, die Liebe und meine Reiseziele für 2019

14.12.2018
Nach fast genau 7 Monaten (und so kurz vor Jahresende) möchte ich heute gerne ein kleines "Life Update" geben. Die letzten Monate haben mal wieder viel bewegt und verändert. Wenn ich das Jahr 2018 Revue passieren lasse, dann kann ich nicht einmal genau sagen, ob es für mich positiv oder negativ war. Fakt ist, dass mich 2018 sehr geprägt und verändert hat und insgesamt einfach viel mit mir gemacht hat. In diesem Beitrag geht es um meinen Blog, um die ersten Monate in meiner Wohnung, meine Reiseziele für 2019 und um die Liiiiiebe.

Ich habe doch nicht mit dem Bloggen aufgehört?
Nachdem ich schön breit und lang davon geschrieben habe, dass mich das Bloggen zu sehr einschränkt und mir immer weniger Freude bereitet, ich deswegen sogar überlege, den Blog auf Eis zu legen, sitze ich nun immer noch hier und tippe Beiträge. Was also ist passiert? Warum ist dieser Blog nicht längst geschlossen und ich frohen Mutes über alle Berge? Ich denke schlichtweg, dass mich der Beitrag und die Zeit danach, in der ich mich ganz intensiv und viel mit meinem Blog beschäftigt habe, dafür gesorgt hat, dass ich mich "losgelöst" habe. Wisst ihr, wie ich das meine? Lasst es mich mit einem "Zauberspruch" vergleichen, der mich von jedem Druck und Stress befreit hat und mich nun das machen lässt, was mir am aller meisten Freude bereitet: Bloggen - wann immer ich will und worüber ich will, ohne jegliche Strategie, ohne Plan oder sonst irgendwas. Einfach frei heraus. Bloggen - vollkommen instiktiv und frei und über alles, was ich mag. Beauty ist hier längst kein Thema mehr. Ich genieße es viel mehr, Gedanken und Rezepte mit euch zu teilen und über alles zu schreiben, was mich freut, ärgert und bewegt. Nach drei aufeinander folgenden Beiträgen bin ich ein oder zwei Wochen nicht aktiv - und das ist vollkommen ok für mich. Ich blogge immer dann, wenn es mir in den Fingern kribbelt und ich etwas Bestimmtes mit euch teilen möchte.Mir geht es damit richtig richtig gut. Dass Blogs immer weniger Anklang finden, ist dabei weniger interessant für mich. Es gibt bestimmte Dinge im Leben, die man nicht aufhalten oder beeinflussen kann. Wenn nun also lieber YouTube Videos geschaut, als Blogs geklickt werden, dann ist das so. Ich möchte deswegen nicht auf etwas verzichten, was mir (wieder) Freude bereitet. All der Aufwand und die Zeit, die ich in einen einzigen Beitrag investiere, sind es mir endlich wieder wert.


7 Monate in meiner ersten eigenen Wohnung
Ich habe mich wesentlich schneller in meiner Wohnung eingelebt, als es mir lieb war. Die erste Woche war noch sehr ungewohnt. Vorrangig der Moment, in dem ich morgens aufgewacht bin, die Decke angestarrt und fieberhaft überlegt habe, wo ich bin und wie ich hier her gekommen bin. Dann die Erkenntnis: ich wohne hier. Nach den ersten 7 Tagen war die Hürde der Eingewöhnung aber auch überstanden. Mein Bruder hat in der Anfangszeit ein paar Mal bei mir geschlafen und ich war beinahe täglich bei meiner Familie zu Besuch. ("zu Besuch"...wie das klingt, haha) Was danach folgte, waren Glückseligkeit und unendliche Dankbarkeit. Mich erfüllt diese Wohnung mit viel Freude. Jedesmal, wenn ich zur Tür hineinkomme, dann kann ich nicht glauben, dass ich wirklich von zu Hause ausgezogen bin und dass das hier tatsächlich meine eigenen vier Wände sind. Die Wohnung, mit der schönen Küche, in der das Backen und Kochen drei Mal so viel Spaß macht. Das Bad mit Wanne und Dusche und einem Bidet, das wunderbar zum Rasieren der Beine geeignet ist ;) Das große Wohnzimmer, mit den tollen Balken und den Schrägen und einer Leseecke. Mein Schlafzimmer, das doppelt so groß wie mein Zimmer bei meinen Eltern ist, mit der Treppe, die zur Galerie führt. Meine Galerie, die zum Ankleidezimmer führt und genügend Platz für einen Arbeitsplatz mit Schreibtisch, PC, Drucker und co. bietet und mir ein bequemes Arbeiten ermöglicht. Nicht zu vergessen die Terrasse mit Südseite, die mir im Sommer viele erholsame Stunden im Liegestuhl geboten hat.  Es ist noch lange nicht alles so eingerichtet, wie ich es gerne hätte, aber das ist ok. Gute Dinge will bekanntlich Weile haben. Ich fühle mich pudelwohl und habe bisher keinen Gedanken daran verschwendet, wieder bei meiner Familie einzuziehen. Davon abgesehen, dass sich nach dem Tod meiner Oma sowieso alles sehr stark verändert hat und ich mit allen neuen Gewohnheiten und Abläufen nicht gut zurecht kommen würde. Viel mehr genieße ich es, Familie und Freunde zu Besuch zu haben, im Anschluss die Tür schließen zu können und Ruhe zu haben. Ich bin mir ganz sicher, dass dies meine erste und zugleich letzte eigene Wohnung sein wird, weshalb ich die Zeit umso mehr genieße. Alleine zu wohnen ist eine (Lebens)Erfahrung, die jeder Mensch einmal gemacht haben sollte. Habt keine Angst!


Meine geplante Reiseziele für 2019
Das Jahr 2018 war mit Blick auf all die Reisen, die ich mit vielen verschiedenen Menschen unternommen habe, ein voller Erfolg. Ich bin über Ostern mit meiner Familie an die Ostsee gereist. Nur vier Wochen später ging es weiter, als ich mit meiner Mama nach Thailand geflogen bin. Im Anschluss ging es für einen Kurztrip nach Amsterdam und weitere vier Wochen später nach Stockholm. Danach war ich ein zweites Mal mit Freunden an der Ostsee. Bevor es mich im Herbst nach Ägypten gezogen hat, habe ich Konzerte und Festivals besucht und dabei unvergessliche Momente erlebt. Lediglich die Monate November und Dezember habe ich 2018 ohne das Reisen verbracht. Diese Zeit habe ich dagegen sinnvoll für neue Pläne genutzt. Ende März 2019 geht es z.B. mit meiner Familie für ein verlängertes Wochenende an die polnische Ostsee. Ich weiß gar nicht, warum ich in meiner Pubertät Familienurlaube als spießig und uncool empfunden habe. Für mich gibt es mittlerweile nichts Schöneres, als mit meinen Eltern und meinem Bruder zu verreisen <3 Vier Wochen später reise ich für 14 Tage nach Kenia. Ein Abenteuer, auf das ich sehr gespannt bin. Diese Reise ist bereits seit Juni 2018 fest gebucht, was die Vorfreude mit jedem Monat mehr ins Unermessliche steigen lässt. Im Juni möchte ich meinen Geburtstag wahnsinnig gerne mit einer Freundin in Rom verbringen. Und Ende des neuen Jahres könnte es für wenige Tage nach Wien gehen. Meine Pläne sind damit aber längst nicht abgeschlossen. Fakt ist: das Reisen bekommt mir unheimlich gut. Sofern (finanzielle) Möglichkeiten zum Reisen bestehen, sollte man sie nutzen. Geld ist kaum besser investiert. Ich habe noch lange nicht alles von der Welt gesehen und freue mich auf alle unbekannten Orte, die mich erwarten. Das Schönste an meinen Reisen war/ist für mich, dass ich so viele unvergessliche Momente und Erinnerungen mit Menschen teilen kann, die mir wichtig sind. Es muss dabei gar nicht um ferne Länder gehen. Auch Deutschland und Europa habe interessante Orte in petto, die wir ganz sicher nicht unterschätzen sollten. 


Ich bin wieder in einer Beziehung.
Was bereits lange spekuliert und auf Instagram häufig gefragt habe, möchte ich an dieser Stelle gerne bestätigen. Wichtig war mir, dass ich meine Familie und engsten Freunde einweihe, bevor ich mein Glück offiziell auch mit fremden Menschen teile ;) Es mussten drei lange Jahre vergehen, bis ich bei Edeka (irgendwo zwischen Milka Schokolade, Tchibo, Getränken und Alnatura Produkten) mein Glück gefunden habe. Ich glaube ganz fest daran, dass meine Oma Amor gespielt hat - sie möchte es nur nicht zugeben ;) Ihr müsst nämlich wissen, dass ich mir nur eine Stunde zuvor eine Freesie hinter das Ohr tätowieren lassen habe (ihre Lieblingsblume als Zeichen meiner Liebe) und danach absolut spontan ein paar Kleinigkeiten für einen Filmabend besorgen wollte, als sich unsere Blicke irgendwo zwischen den Regalen trafen, während ich den Einkaufswagen mühevoll um die Ecke gekarrt habe. Erst ein Mal, dann ein zweites Mal und schließlich ein drittes Mal. Was danach passierte, war weder vorhersehbar noch geplant: Ich habe mich verliebt. Ich könnte an dieser Stelle ganz ausschweifend von dem großen Glück, das ich verspüre, erzählen. Und doch ist das Einzige was zählt, dass ich glücklich bin, oder? Ich möchte diese Liebe so sehr in Watte packen, wie es nur möglich ist - so kostbar fühlt es sich für mich an. Nachdem das Jahr in alle Richtungen super turbulent und ereignisreich verlaufen ist, kann mein Lachen auch endlich wieder meine Augen erreichen. Ich habe den Glaube an die Liebe beinahe verloren und mich bis an mein Lebensende als Single gesehen, als mich das Schicksal eines besseren belehrt und zum glücklichsten Menschen der Welt gemacht hat. Ich bin mir ganz sicher, dass

der Mensch nur dann lieben kann, wenn er sich selbst liebt.

2018 hat mich verändert und geprägt. Neben all den Schicksalsschlägen und Veränderungen, die das Jahr mit sich gebracht haben, konnte ich in diesem Jahr endlich wieder in den Spiegel schauen und mich kleiden, ohne dass ich dabei Selbstzweifel verspürt oder enorme Selbstkritik  geübt habe. Ich fühle mich wohl in meiner Haut und strahle das auch genau so aus. Die vorherigen 3 Jahre, in denen ich Single war, waren unheimlich lehrreich für mich, wenn auch eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Ich habe viel über mich selbst gelernt und mich in völlig neue Richtungen entwickelt. Ich habe neue Kontakte, neue Freundeskreise und ganz andere Lebensziele. Ich bin gewachsen und auch erwachsen geworden. Die für mich wertvollste Erkenntnis: Alleine sein können ohne sich einsam zu fühlen. Zugegeben: der Gedanke, wieder jemanden an meiner Seite zu haben, mit dem ich gefühlt alles teile, hat mir gerade zu Beginn viel Angst bereitet, bis es schließlich komplett um mich geschehen war. Nun werden neue Ziele gesteckt. Ich bin froh, diese mit jemanden teilen zu können, der mich schätzt und liebt und achtet und selbst dann zum Lachen bringt, wenn mir eigentlich nicht zum Lachen zumute ist.


Ihr merkt: es geht mir momentan richtig richtig gut. Das Einzige, was mich momentan sehr belastet, ist der Gedanke, dass wir Weihnachten ohne meine Oma verbringen werden. Sie fehlt an allen Ecken und Kanten. Ich spreche nach wie vor explizit und uneingeschränkt über (meine) Trauer, weil wir alle irgendwann einmal von genau diesem Schmerz betroffen sein werden, den wir so sehr fürchten und deswegen oft totschweigen. Die letzten Monate haben mich gelehrt, dass es Betroffenen sehr helfen kann, wenn ein guter und offener Umgang mit dem Thema ermöglicht und eine Basis geschaffen wird, das Erlebte in irgendeiner Art und Weise zu verarbeiten. Wie dem auch sei, ich wollte mich eigentlich nicht rechtfertigen: Unser erstes Weihnachten zu viert, wo wir doch letztes Jahr noch vollständig zu sechst waren und sicherlich nicht gedacht hätten, dass wir uns nur ein Jahr später in genau dieser Situation befinden werden. Zeit mit der Familie ist kostbar. Und so sehr ihr manchmal auch genervt und gereizt seid und einfach eure Ruhe haben wollt, vor allem jetzt in der stressigen Advents- und Weihnachtszeit, so sehr solltet ihr das schätzen, was ihr habt. Es könnte viel zu schnell vorbei sein...

Alles Liebe für Euch, Mareike ♡

Kommentare:

  1. Liebe Mareike,
    nach gefühlt 2 Jahren mal wieder ein Kommentar von mir (gelesen hab ich natürlich alles :)). Also erst mal finde ich es toll, dass dein Blog weiter geht und auch die Richtung gefällt mir. Sind wir mal ehrlich, irgendwann kommt man in das Alter, indem man den 50. Lidschatten und das 5. Make Up einfach als unnötig ansieht und sein Geld lieber anderweitig investiert. Die Richtung deines Blogs gefällt mir wirklich sehr gut.
    Nach dem Tod sind die ersten Male ohne eine geliebte Person immer besonders schlimm, daher ist es sehr wichtig viel über die Person zu sprechen und tolle Erinnerungen zu teilen, so ist der Verstorbene dabei.
    Mit deinem Freund wünsche ich dir nur das beste. Behaltet euch diese Verliebtheit bei, bei mir hält sie seit 4 Jahren an :)

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  2. Liebe Mareike, es freut mich, dass Du einen Partner gefunden hast! Die berühmten "Supermarktgeschichten" passieren dann doch tatsächlich :) Ich finde es ja immer schöner, wenn solch zufällige Begegnungen für ein neues Glück sorgen als auf Parties oder durch Freunde etc. Dass Dir Deine Oma gerade jetzt zu Weihnachten fehlt, weil es ja auch das erste Weihnachtsfest ohne sie ist, ist nur allzu verständlich. Ich hoffe, Du kannst trotzdem die Zeit mit Deiner Familie und Deinem Freund genießen, Deine Oma würde es ganz sicher so wollen. Liebe Grüße

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  3. Liebe Mareike, dein Beitrag ist wunderschön geschrieben und so ergreifend. Weihnachten ohne deine Oma ist schwer aber behalte sie im Herzen bei dir. <3 Ich habe dieses Jahr auch ein ganz anderes Weihnachten vor mir als die letzten Jahre, weil eine Person fehlt. Ich weiß also, was du durchmachst.
    Dein Blogpause war sicher notwendig. Ich hatte ja auch eine Zwangspause und mir geht es nun ähnlich. Der Druck und Stress ist abgefallen. Nun blogge ich, wann ich Lust habe und habe Blogpausen, wann immer ich Lust habe. :)

    Für deine neue Liebe wünsche ich dir nur das Beste. Es hört sich toll an. :) Viel Glück für euch. :)


    Liebst Elisabeth-Amalie von Im Blick zurück entstehen die Dinge

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