Halbjahresbilanz 2019: Was ist passiert? Was habe ich erlebt? Was hat mich bewegt?

21.07.2019
Kaum zu fassen, aaaaber die erste Jahreshälfte ist vorbei. Und wenn ihr mich fragt, dann ist es gar nicht sooo abwegig, bereits über Weihnachtsgeschenke nachzudenken ;-) Ich weiß noch genau, wie ich in der Silvesternacht in den Himmel geschaut habe, voller Hoffnungen und Wünsche für das neue Jahr 2019.... Ich möchte gemeinsam mit Euch eine kleine "Halbjahresbilanz" ziehen. Was ist passiert? Was habe ich erlebt? Und vor allem: Was hat mich bewegt?






Der Januar war relativ ruhig. Bei einem Glas Rotwein haben mein Freund und ich an den Abenden gepuzzelt. Hach, war das schön! Fußbodenheizung, ein buntes  Disney Puzzle und kalter Lambrusco! Und wenn wir nicht gepuzzelt haben, dann haben wir uns sämtliche Netflix Serien reingezogen. Ich erinnere mich dabei besonders an "YOU - Du wirst mich lieben" und an "Dr. House". Gemeinsam mit Freunden haben wir bei mir einen Spieleabend veranstaltet. Zusätzlich begann das neue Jahr aber auch direkt mit neuen beruflichen Herausforderungen und ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass mir nicht Angst und Bange war. Ich wusste nicht, was mich erwarten würde, war aber dennoch dankbar für das Vertrauen, das mir und meiner Arbeit entgegen gebracht wurde.

Im Januar und Februar habe ich außerdem viele Zahnarzt Termine wahrgenommen. Unter anderem auch bei einem Kieferchirurgen, der sich meiner Kiefergelenkentzündung ganz professionell angenommen hat. Ja, das hat mich richtig erleichtert: Dass ich mit meinen Symptomen und Schmerzen ernst genommen wurde. Lästig und unangenehm waren die vielen Termine natürlich dennoch, zumal die Termine nur selten mit meinen Arbeitszeiten und dem Pendeln im Einklang waren. Ein Highlight im Februar gab es für mich auch: Ich habe endlich eine Vitrine gefunden, die perfekt in meine Einrichtung passt und ausreichend Platz für Weißwein-, Rotwein-, Sekt- und Schnapsgläser bietet. 

Im März stand der alljährliche Shoppingtag von meiner Cousine und mir auf dem Plan. Seit fast genau 14 Jahren gönnen wir uns mind. einmal im Jahr einen Cousinentag mit einem leckeren Abendessen, Übernachtung, Shopping und Sushi. Wir haben uns das B5 Outlet ausgesucht und wurden u.a. bei Esprit, Superdry und Ravensburger fündig. Unsere gemeinsame Cousinen Zeit ist aufgrund unserer Lebensumstände mittlerweile knapp bemessen. Umso mehr schätzen und genießen wir solche Mädelstage. Nur wenig später ging es für meine Mama und mich in den Friedrich-Stadt-Palast zur VIVID Grand Show. Vorher haben wir uns in einem Indischen Restaurant gestärkt. War lecker - muss ich aber nicht ständig haben ;) Die asiatische, griechische oder italienische Küche schmeckt mir irgendwie besser. Nichtsdestotrotz hatten wir einen schönen Mutter-Tochter-Abend.

Mein absolutes März-Highlight war jedoch unser Familien Urlaub/Wochenende in Kolberg an der polnischen Ostsee. Ich hatte diese kleine Auszeit nach den beruflichen Anspannungen in den letzten Wochen und Monaten bitter nötig -  Wir alle hatten sie nötig! 


Ende März habe ich einen (für mich persönlich) großen Schritt gewagt. Andere werden an dieser Stelle vielleicht mit den Augen rollen, aber ja, diese Entscheidung habe ich mir nicht leicht gemacht. Vorallem auch, weil ich zuvor mit starken Haarausfall gekämpft habe und meine Naturhaare schon immer zu einem geringeren Selbstbewusstsein beigetragen haben. Dennoch: Nach zwei Jahren habe ich mich von meinen Extensions getrennt. Die Haarverlängerung wurde entfernt. Was blieb, waren meine Naturhaare. An dieser Stelle möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass dieser Schritt eine der besten Entscheidungen in diesem Halbjahr war. Ich fühle mich pudelwohl. Für mich kommt es aktuell nicht in Frage, wieder Extensions zu tragen. Ich bin froh, dass mich mein Freund bestärkt hat. 

Nur einen Tag später ging es für ein paar Mädels und mich nach Hamburg zum Junggesellinnenabschied. Zugegeben: Das war schon komisch. Plötzlich werden wir erwachsen. Die ersten Mädels heiraten oder sind schwanger. Das ist sooooo verrückt! Das Wochenende war super witzig. Es kommt selten vor, dass wir in dieser Konstellation Zeit miteinander verbringen können, weshalb es "quality time" wohl auf den Punkt trifft.



Im April habe ich unsagbar viel gebastelt! Ich habe mit den ersten Ostervorbereitungen begonnen, Osternester gestaltet, Eierlikör gemacht und Osterplätzchen gebacken. Meine eigene Kreativität war dabei nicht immer in Einklang mit meinem alltäglichen Stress. Ich bin letzlich etwas in Zeitdruck geraten, was schade war, weil das Basteln mittlerweile zu meinen Hobbys gehört und ich mich dem nicht im vollen Maße widmen konnte. Neben den Osternestern habe ich auch Einladungen für einen 80. Geburtstag gestaltet. Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass der Monat April ziemlich bastelreich war.

Mein Freund und ich haben im April unsere erste Radtour unternommen. Ich kann mich noch ganz genau erinnern. Es war ein lauwarmer Aprilabend, die Sonne ging bereits langsam unter, während wir mit unseren Rädern durch die Orte radelten. Hach, war das schööööön! Danach haben wir gegrillt. Ich glaube sogar, das erste Mal in diesem Jahr.

Nach den ersten Osterfeiertagen - die wir mit unseren Familien verbracht haben - ging es Ostermontag für meine Mama und mich in den langersehnten Kenia Urlaub. Wir haben die Reise fast ein Jahr vorher gebucht und waren voller Erwartungen auf das Abenteuer Afrika. Tja, und was soll ich sagen??? Es war traumhaft! Dieser Urlaub war Abenteuer, Erholung und Paradies zugleich. Ich werde wohl für immer in Erinnerungen schwelgen und die dortige Zeit niemals vergessen. Die Bilder auf meinem Handy lassen mich wehmütig dreinblicken. Es lässt sich nicht in Worte fassen, was wir dort gesehen und erlebt haben. Auch, wenn wir nicht gesund zurückgekehrt sind und ich nach meiner Rückkehr erst einmal zwei Wochen krank war.

Nach meiner Rückkehr aus Kenia hat es also etwas Zeit gebraucht, bis ich wieder eine gewisse Sportroutine hatte. Zwei Wochen gammeln und nichts Tun sind ganz schön, aber umso mehr Überwindung hat mich jedes einzelne Workout danach gekostet. Ich wäre allerdings nicht Mareike, wenn ich nicht schon bald wieder neue Motivation erlangt hätte ;-) Also bin ich im Mai ziemlich schnell wieder ziemlich fit geworden. Grundsätzlich kann ich sagen, dass ich mich im ersten halben Jahr 2019 selbst übertroffen habe. Ich bin mittlerweile so fit und aktiv, wie noch nie zuvor in meinem Leben. Ich achte weiterhin auf gesunde Ernährung und viel Bewegung und kann zudem an meinen regelmäßigen, fast täglichen Workouts festhalten. Das wird natürlich belohnt! Mein Körper ist straffer und irgendwie "wohlgeformter". Ich fühle mich attraktiv und habe einiges an Fett verloren. Ja, ich bin richtig stolz auf mich und auf dass, was ich bisher geleistet habe. Klitzekleiner Nachteil: Ich shoppe so so gerne! Meine liebsten Onlineshops sind aktuell H&M, Zara, Mango, Asos und Zalando. Es ist einfach schön, wenn alles passt, wie es soll und man sich dabei ein Stückchen selbst neu entdecken und verwandeln kann. 

Mein Freund hat Mitte Mai endlich den Pool badefest gemacht. Wir haben uns dabei wie kleine Kinder gefreut. Der Sommer war nun wirklich nicht mehr fern. Ich bin ein Sommermädchen durch und konnte es kaum erwarten. Aber nicht nur das Wetter wurde merklich sommerlicher. Auch die Europawahlen und unsere Kreistagswahlen standen Ende Mai auf der Agenda. Die Ergebnisse waren allesamt so erschreckend wie erwartet. Ich wünschte, ich könnte an dieser Stelle etwas anderes behaupten, aber, nun ja, bleiben wir besser bei der Wahrheit, die sich nicht beschönigen lässt. Ich habe übrigens per Briefwahl gewählt und werde dies wohl auch zukünftig so handhaben. Keine Frage: die Ergebnisse der Europawahl hatten auch Einfluss auf meine Arbeit. Diese Hürde haben wir jedoch gut gemeistert. Ein stabiles Team ist dabei das A und O. 


Der vergangene Monat Juni brachte eine unglaubliche Rekordhitze mit sich - und ich habe es geliebt! Wenn es nach mir ginge, kann es gar nicht heiß genug sein. Ich könnte den ganzen langen Tag nur in der Sonne oder im Pool liegen, Cocktails trinken und grillen. Grillen! Oh ja, wir haben so viel gegrillt, dass mir das Essen fast schon aus der Nase kam ;-) Ich habe Grillkäse absolut für mich entdeckt, ebenso Lillet mit Schweppes Wild Berry und Wassereis. Dass die Hitze aber auch Waldbrände (und andere Naturkatastrophen) mit sich brachte, muss ich an dieser Stelle wohl nicht extra erläutern oder? Besonders bei uns in Brandenburg war die Feuerwehr tatkräftig im Einsatz. Chapeau!

Für meine Freundin und mich ging es über das Pfingstwochenende nach Rom. Es war unsere dritte gemeinsame Städtereise. Rom stand auf meiner Reiseliste ganz weit oben. Meiner Meinung nach muss man die Stadt einfach gesehen haben. Dementsprechend enttäuscht war ich, als wir feststellten, dass Rom super dreckig, hektisch und laut ist. Noch einmal wird es mich sicher nicht dorthin verschlagen, auch wenn ich mich gerne an diese Reise erinnere. Steffi und ich harmonieren einfach wunderbar. Wir sind uns - kurz gesagt - ziemlich grün! ;-) 


Unser letzter Tag in Rom war gleichzeitig mein 25. Geburtstag. Ja, das habe ich mir vorab tatsächlich so ausgesucht und gewünscht. Irgendwie ist es an Geburtstagen ja doch immer dasselbe. Ich wollte fliehen, etwas sehen und entdecken und einfach eine schöne Zeit mit einer guten Freundin verbringen. Den Abend zuvor haben wir in einem Restaurant verbracht, mit lecker Essen und Bier bzw. Aperol. Um 00:00 Uhr gabs ein Geburtstagstörtchen vom Kellner und einen Geburtstagsanruf von meinem Freund. Und ich? Ich war happy! Nichtsahnend, was uns nur 24h später bevorstehen würde. 

Wie gesagt: Es war die Zeit der Rekordhitze. Und was bringt Hitze meistens mit sich? Unwetter. Und wir? Wir befanden uns im Flugzeug auf dem Weg von Rom nach Berlin Tegel. So zumindest der Plan... Wir hatten bei Start bereits Verspätung und dank des Unwetters, auf das wir geradewegs zusteuerten, einige unangenehme Turbulenzen. So wurden wir also im Landeanflug von Berlin Tegel nach Schönefeld bzw. zum neuen Flughafen BER umgeleitet. Es regnete in Strömen und blitzte, egal wohin man sah. Ich war unendlich froh, als wir endlich gelandet waren. Gleichzeitig war ich bemüht, meinem Freund schonend beizubringen, dass wir nicht in Tegel, sondern Schönefeld gelandet sind und er noch einmal einen Umweg fahren musste, um uns abzuholen. Was wir nicht ahnten: Das war unser kleinstes Problem. Letztendlich saßen wir von 23:00 Uhr bis 03:00 Uhr im Flieger fest. Wir durften das Flugzeug wegen des tobenden Unwetters nicht verlassen. Zusätzlich stand kein Bodenpersonal zur Verfügung. Könnt ihr euch vorstellen, dass ich am Ende eines Nervenzusammenbruchs war? Es wurde bereits hell, der neue Tag war angebrochen, als wir zu Hause angekommen sind und ich mich fix und fertig in die Arme meines Freundes verkrochen habe, der - wohlbemerkt! - die gesamte Zeit auf mich bzw. auf uns am Flughafen gewartet hat. 


Im ersten halben Jahr 2019 habe ich - neben meinen sportlichen Aktivitäten - eine weitere, völlig neue Seite an mir entdeckt. Nicht nur, dass meine Terrasse für meine Verhältnisse erstaunlich grün ist... Ich habe mir eine Tomatenpflanze gekauft, warte aktuell ungeduldig auf die erste Ernte und bin dabei so stolz wie Bolle. Im Ernst! Mein Daumen wird von Mal zu Mal immer grüner. Kaum zu glauben, dass man mich mit Pflanzen aller Art vor einigen Monaten noch jagen konnte. Meine größte Leidenschaft gilt allerdings Kakteen und Sukkulenten. Ich pflanze Ableger ein, kaufe im Baumarkt Töpfe, Übertöpfe und Unterteller und pflege sie alle mit unheimlich viel Liebe und Geduld. Für mich gibt es fast nichts Schöneres, als morgens aufzustehen und mit einem Kaffee in der Hand zu schauen, wie meine Pflanzen wachsen und gedeihen.

Mein Freund und ich haben uns letztens Konzert Tickets für White Lies gekauft. Die Band verbindet uns seit Beginn unserer Beziehung. Zusätzlich habe ich mit meiner Mama eine Städtereise nach Tallinn für Anfang Oktober gebucht. Außerdem gab es bereits den zweiten Spieleabend bei mir mit Freunden und meinem Bruder. Wir haben Drinkopoly und Privacy gespielt, uns Essen bestellt, viel getrunken und viel gelacht. Das mag ich besonders gerne: eine unbeschwerte Zeit mit Familie und Freunden genießen und sein können, wie man ist.

Und - darüber habe ich bisher kaum gesprochen - ich habe eine weitere "folgenreiche" Entscheidung  im ersten Halbjahr getroffen. Ich werde mein Auto verkaufen. Mein erster eigener Flitzer, einfach weg. Das Wissen darüber, dass dies die einzige, richtige Entscheidung ist, macht es mir zwar nicht leichter, aber irgendwie erträglicher. Ich bin mittlerweile so fit unterwegs, dass ich (fast) alle Wege zu Fuß oder Fahrrad erledige. Also noch mehr, als vorher sowieso schon. Ein Auto ist einfach überflüssig. Für den Fall der Fälle gibt es immer noch das Auto meines Freundes und die Autos meiner Familie. Fakt ist jedoch, dass ich mir die bisherigen Kosten sparen kann. So schwer es mir auch fällt... 


Das erste halbe Jahr 2019 ist bisher "ganz gut" gelungen. Zumindest so gut, dass das Schlechte nicht überwiegt. Es gab viele Highlights - aber eben auch mindestens genauso viele Tiefpunkte. Ich habe viel geweint, war oft traurig und habe viel nachgedacht. Nicht selten benötigte ich Zeit für mich. An meinem 25. Geburtstag habe ich mir deswegen vorgenommen, mehr Acht auf mich zu geben. Ich bin froh, dass ich meinen Freund an meiner Seite habe. Jemand, der mich liebt, wie ich bin. Jemand, der mich nachts bei 25 Grad zudeckt, weil er denkt, ich würde sonst frieren. Jemand, der mit mir zehn Eis am Tag isst und mir den Nacken massiert, wenn ich über Schmerzen klage. Jemand, der mich wiegt und hält, wenn ich weine oder auskitzelt, wenn ich gerade wieder zickig bin ;-)

Alles Liebe für Euch, Mareike ♡

1 Kommentar:

  1. Hach, herzig! <3 Ich finde deinen Rückblick so schön. Du hast ganz tolle Sachen erlebt, aber natürlich auch Tiefpunkte oder ganz schöne Herausforderungen gemeistert. Es ist herrlich, dass dir dein Freund immer zur Seite steht. Was für ein Glück du hast! Ich freue mich für dich und habe deinen Rückblick unheimlich gern gelesen. <3

    Liebst Elisabeth-Amalie von Im Blick zurück entstehen die Dinge

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