DIY Adventskalender für meinen Freund: Von der Idee bis zur Umsetzung...

04.12.2019
Ihr Lieben, ich freue mich so sehr! Ich plane diesen selbstgestalteten Adventskalender nun seit Ende September/Anfang Oktober und bin richtig froh, das Ergebnis an dieser Stelle mit Euch teilen zu dürfen. Es liegen viele Wochen hinter mir, in denen ich all meine Ideen gesammelt und Schritt für Schritt in die Tat umgesetzt habe. Ich habe nicht nur Geld und Zeit investiert, sondern auch jede Menge Mühe.

Bitte beachtet: Dieser Beitrag soll Euch in erster Linie als Inspiration dienen. Niemand verlangt, dass ein Adventskalender so aufwendig und kostenintensiv geplant wird. Schon gar nicht die Person, die ihr überraschen wollt. Es zählt der Gedanke und die Geste, die Zeit und Mühe, die für das Planen und Gestalten in Anspruch genommen wird. Vielleicht könnt ihr wertvolle Tipps aus diesem Beitrag mitnehmen und Ideen sammeln.



Von der Idee bis zur Umsetzung...
Nachdem ich bereits im letzten Jahr einen Kalender für meinen Bruder gestaltet habe, war schnell klar, dass ich auch in diesem Jahr wieder aktiv werden möchte. Ich habe Spaß am Basteln und daran, anderen Leuten eine Freude zu machen. Euch sollte bewusst sein, dass ein selbstgestalteter Adventskalender nicht immer automatisch günstiger ist, als z.B. ein gekaufter Adventskalender. Mein Exemplar z.B. übersteigt jeglichen Wert. Das Gute: Jeder kann den Wert und den Rahmen, in dem er den selbstgestalteten Adventskalender halten möchte, allein festlegen. Am besten ist, ihr legt Wert und Rahmen fest, noch lange bevor ihr mit der Planung beginnt. So wird sichergestellt, dass die Umsetzung nicht vollkommen ausartet. Günstige Alternativen zu meinem Adventskalender stelle ich Euch später vor. Zudem könnt ihr den Inhalt an die Person anpassen, die ihr beschenken wollt und eventuelle Fehlkäufe oder Enttäuschungen vermeiden. Vorausgesetzt, ihr kennt die Person gut. Seid kreativ, lasst Euch inspirieren und schreibt Notizen. Ganz zu Beginn habe ich meine Ideen und Gedanken mithilfe der Notizen App meines iPhones gesammelt. Erst in kleinen Schritten ist daraus eine konkrete Idee geworden.

Tipp #1 
Beginnt rechtzeitig mit der Planung, damit ihr nach hinten raus genügend Zeit zum Gestalten habt und nicht in Zeitdruck verfallt. Vielseitige Ideen kann man sich problemlos bei Pinterest holen, wobei ich aus eigener Erfahrung sagen kann, dass sich im Laufe der Planung die eigentliche "Vorlage" schnell mit eigenen Ideen vermischt. Was daraus entsteht, ist ein individueller Adventskalender, den so sicher niemand anderes besitzt.



Zunächst habe ich also alle Ideen wahllos in meiner App gesammelt. Wann immer mich ein Gedanke überkam, habe ich ihn notiert. Zugegeben: Zwischenzeitlich war die Liste ziemlich wirr und chaotisch, aber Schritt für Schritt entstand daraus ein Plan. Diesen Plan wiederum habe ich konkretisiert, in dem ich ihn in einem Word Dokument zusammengefasst und auf Papier gebracht habe. Dieser Plan sah exakt so aus, wie ihr ihn sehen könnt.

Ich habe einen Plan im "Kalender Stil" erstellt, damit ich die Inhalte zielgerichtet auf die Wochentage verteilen kann und einen besseren Überblick erhalte. Ich wollte die Inhalte der Adventskalender Türchen sinnvoll verteilen: auf ein "großes" Geschenk folgt ein "kleines" Geschenk, folgt ein großes Geschenk, folgt ein kleines Geschenke, usw. Einige Geschenke bauen aufeinander auf: aus dem Massage Roller, der Augenbinde und der Massage Kerze wird ein Massage Gutschein für Türchen Nr. 13.  Die Schwierigkeit hierbei war für mich, dass mein Freund kein großer Fan von Süßigkeiten ist. Das hat mich irgendwie etwas eingeschränkt. Wichtig ist, dass ihr Euren Plan fortlaufend führt und Änderungen regelmäßig übernehmt. Nachdem mein Plan stand und ich mir meiner Idee und meinem Plan sicher war, ging es ans Besorgen und Einkaufen. Dieser Schritt nahm ziemlich viel Zeit in Anspruch, weshalb ich all meine Einkäufe in einer großen Kiste sammelte, bis ich schließlich alles beisammen hatte, was ich brauchte. 

Tipp #2
Weil ich die Inhalte für meine Adventskalender Türchen überwiegend über Amazon gekauft habe, habe ich mir vorab einen "Adventskalender für ...." Wunschzettel auf Amazon angelegt, mit dessen Hilfe ich einen guten Überblick über meine Wunschkäufe haben und die Preise im Auge behalten konnte. Die Produktpreise auf Amazon sind bekanntlich schwankend. Ein Produkt kann heute teuer und morgen günstiger sein. Das ist zumindest eine kleine Möglichkeit, an gewissen Stellen zu sparen.


Nachfolgend erläutere ich Euch, wie genau ich die Türchen gefüllt habe. Ich verweise mit den hinterlegten Links zu Amazon, möchte aber gleichzeitig darauf hinweisen, dass nicht jedes Produkt von mir auch automatich dort gekauft wurde. Viele Produkte bekommt man sicher auch zu günstigeren Preis vor Ort in einem Geschäft. 

Die 24 Türchen habe ich wie folgt gefüllt:

Harry Potter Adventskalender Buch
Axe Dark Temptation Duschgel
Bonsai Wundbalsam
Kneipp Badezusatz "Willst Du mit mir baden gehen?"
Geduldsspiel/Metallpuzzle
Happy Socks
7 Massageroller aus Holz
Mentos Kaugummis
Augenbinde
10 selbstgeschriebener Brief
11 Bonsai Draht
12 Massagekerze
13 Massage Gutschein
14 Erdnussflips
15 Head & Shoulders Haarshampoo
16 Kondome
17 Flasche Sekt
18 Boxershorts von Tommy Hilfiger
19 Axe Dark Temptation Bodyspray
20 Basecap von Nebelkind
21 Bilderrahmen mit einem gemeinsamen Bild
22 Schiefer Untersetzer für Gläser und Tassen
23 Teddybär
24 Weihnachtskarte und Weihnachtsgeschenk



Zum Einpacken der 24 Geschenke braucht ihr zusätzlich:

  • Geschenkpapier/Packpapier
  • Adventskalender Sticker 1 bis 24
  • Schleifenband in verschiedenen Farben
  • Tesafilm
  • Schere


Für 24 Adventskalender Tütchen benötigt ihr:

  • 24 Adventskalender Tüten, z.B. dm Profissimo Butterbrotpapier oder Nanu Nana
  • 24 Adventskalender Sticker 1 bis 24, z.B. von Nanu Nana
  • 24 Adventskalender Klammern, z.B. von Nanu Nana
  • 24-teiliges Fotopuzzle, z.B. über fotopuzzle.de
  • 24 persönliche Bilder im Polaroid Stil, z.B. von myposter.de
  • 24 doppelseitige Klebebands, z.B. von Tesa 
  • etwas Süßigkeiten (kleine Haribo Tüten, MAOM und mini Smarties in Boxen)

Erst als ich alle Dinge, die ich benötigte, beisamen hatte, habe ich mit der Umsetzung begonnen. Das hat etwas gedauert, weil ich nicht alle Produkte in einem Schwung gekauft, sondern über einen längeren Zeitraum verteilt gesammelt habe. Vier bis fünf Wochen habe ich alles in einer großen Kiste gehortet, damit nichts abhanden kommen kann. Ordnung bei der ganzen Planung zu behalten, ist nicht einfach. Es gab Tage, an denen ich am liebsten alles über Bord geworfen hätte. Letztendlich siegte die Freude auf die strahlenden Augen meines Freundes.

Nun ist es Euch überlassen, ob ihr erst mit dem Verpacken der Geschenke beginnt oder aber das Packen und Gestalten der Tütchen vorzieht. Weil ich den lästigen Part einer Aufgabe immer gerne als Erstes hinter mir lassen möchte, habe ich mich für das Verpacken der Geschenke entschieden. Hierbei sollte man den Aufwand definitiv nicht unterschätzen. Es sind (zumindest in meinem Fall) eben 24 Geschenke und nicht 5. Geschenke und Tütchen wollte ich gerne möglichst einheitlich gestalten, weshalb ich mich für Packpapier entschieden habe, das sich als äußert stabil herausgestellt hat.

Tipp #3

Weil ich mir die Freude nicht nehmen lassen und/oder in Stress geraten wollte, habe ich mir das Verpacken der 24 Geschenke auf mehrere Tage verteilt. Schritt für Schritt... Alles muss, nichts kann. Gerade deswegen ist es aber wichtig, dass ihr rechtzeitig beginnt und ausreichend Vorlaufzeit habt. Davon abgesehen, dass eine Idee erst mit der Umsetzung reift und an Form und Farbe gewinnt.



Wie gesagt: Ende September/Anfang Oktober habe ich mit der Planung des Adventskalenders begonnen. Das war schon etwas merkwürdig, weil Weihnachten zu diesem Zeitpunkt noch in weiter Ferne lag... Kurz danach habe ich peu à peu die einzelnen Geschenke gekauft bzw. bestellt und Anfang November habe ich mit dem Verpacken der Geschenke begonnen. Plötzlich verging die Zeit umheimlich schnell und ich war längst nicht fertig. Ich war immer sehr auf den 24. Dezember fixiert  - auf Weihnachen eben! - und habe dabei aus den Augen verloren, dass der Adventskalender bereits am 1. Dezember startet und übergeben werden soll. Ein Adventskalender ist schnell im Geschäft gekauft, dagegen nimmt das eigene Planen und Gestalten mehr Zeit in Anspruch.

Für die 24 Adventskalender Tütchen hatte ich zusätzlich zu den 24 Geschenken eine kleine "Besonderheit" geplant, wenn ich das so nennen darf. Wie gesagt: mein Freund ist kein sonderlich großer Fan von Süßkram, weshalb ich einen Plan B brauchte. Wir haben letztes Jahr zwischen Weihnachten und Neujahr gerne zusammen gepuzzelt, weshalb ich mich dafür entschieden habe, ein 24-teiliges Puzzle anfertigen zu lassen. Die 24 Puzzelteile habe ich auf die Tütchen verteilt. Bis Heiligabend wird Puzzle für Puzzle ein Bild von uns entstehen. Ich habe kleine Haribo Tütchen gekauft sowie mini Smarties und MAOAM. Ja, ganz ohne Süßigkeiten bin ich nicht ausgekommen. Vor allem auch, weil ich die Adventskalender Tütchen mit etwas mehr als "nur" einem Puzzleteil füllen wollte. Was mein Freund nicht essen wird, darf dann sicher in meinen Bauch wandern :P Völlig uneigennützig, versteht sich ;-)



Mit dem Befüllen der 24 Adventskalender Tütchen war es aber noch lange nicht getan. Ich wollte die Tüten ein wenig gestalten, ohne dabei kitschig oder bunt zu werden. (Ich hatte mir eine cleane, aber dennoch weihnachtliche Gestaltung in den Kopf gesetzt...) Zum Schließen der Tüten habe ich mir also rote Adventskalender Klammern gekauft. Die Klammern harmonieren prima mit den rot-weißen Adventskalender Stickern in den Nummern 1 bis 24. Eyecatcher sind jedoch die Polaroid Bilder, die ich auf den Tüten platziert habe. 

Tipp #4
Weil ein Klebestift nicht viel aushält, wollte ich ursprünglich die Polaroid Bilder mithilfe einer Heißklebepistole auf den Adventskalender Tütchen befestigen. Ihr habt mir über Instagram jedoch den Tipp gegeben, Poster Stripes bzw. Klebepads zu verwenden. Dass ich darauf nicht selbst gekommen bin?! Der Tipp war in jedem Fall sehr hilfreich, weshalb ich ihn an dieser Stelle gerne mit Euch teile. Die Polaroid Bilder bleiben stabil haften und lassen sich rückstandslos entfernen. Echt super!

Die Tüten waren also gefüllt und gestaltet, die 24 Geschenke alle eingepackt. Spätestens jetzt werdet ihr Euch die Frage stellen, wie ihr die Übergabe machen möchtet. Bisher besteht der Kalender aus 24 unterschiedlich großen Geschenken und 24 Tütchen. Das sind in der Summe 48 "Einzelteile", die es bei der Übergabe heißt, möglichst schadenfrei zu übergeben. Davon abgesehen, dass Geschenke und Tütchen natürlich das Gesamtbild des Adventskalenders ausmachen. Also habe ich mich  - ebenso wie im letzten Jahr - dafür entschieden, Tütchen und Geschenke in Kisten aufzustellen.


Tipp #5

Es muss definitiv keine gekaufte Kiste von Tedi, Kik, MäcGeiz, Depot, Nanu Nana, etc. sein. Ich verwende hierfür auch immer gerne Schuhkartons. Meine Kartons von Tamaris sind z.B. recht groß, weshalb ich sie wunderbar dafür nutzen konnte. Aber auch eine Bananenkiste aus dem nächsten Supermarkt erfüllt ihren Zweck, ist stabil und dabei vollkommen kostenlos.


Mit ein paar kleinen Handgriffen könnt ihr dem Adventskalender das gewisse Etwas verleihen. Dabei sind Euch keine Grenzen gesetzt. In mühevoller Arbeit ist ein Adventskalender entstanden, den es so sicherlich kein zweites Mal gibt: individuell und persönlich, mit viel Herz und Liebe. Wie gesagt: Mein Kalender sprengt mit seinen Kosten jeglichen Rahmen. Man sollte hierbei nicht nur den Produktwert bedenken, sondern auch die Kosten, die für das Geschenkpapier und die Tüten nötig wurden, ebenso für die Klammern und Sticker. Das summiert sich langsam, aber stetig. Wie dem auch sei: Alle Mühen und Kosten lohnen sich spätestens dann, wenn ihr in die strahlenden Augen der Person schaut, die ihr beschenkt.


Tipp #6
Wenn ihr Euch etwas näher mit meinem Kalender auseinander gesetzt habt, dann habt ihr sicherlich festgestellt, dass man den Adventskalender auch wunderbar abwandeln und kostengünstiger gestalten kann. So ist es z.B. möglich, einen reinen Polaroid Adventskalender mit 24 persönlichen Fotos zu gestalten. Ein Puzzle Adventskalender ist ebenso eine tolle Idee und ganz klassisch könnte man 24 Türchen auch allein mit etwas Süßigkeiten füllen. 

Ich hoffe, dass ich Euch inspirieren und ein paar hilfreiche Tipps geben konnte. Vergesst nicht, dass ihr den Wert dieses Adventskalenders ganz allein festlegen könnt und Euch vielerlei Möglichkeiten geboten werden, die einzelnen Türchen zu gestalten. So könnt ihr den Kalender ganz individuell anpassen und sicher gehen, dass er wirklich 1:1 den Vorlieben der beschenkten Person betrifft. Ein kleiner Vorteil ist es natürlich, wenn ihr die Person, der ihr eine Freude machen wollt, besonders gut kennt. Verratet mir nun gerne, ob ihr in diesem Jahr auch einen Adventskalender gestaltet habt und schaut Euch mein Ergebnis vom letzten Jahr an!

Alles Liebe für Euch, Mareike ♡


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1 Kommentar:

  1. Du hast dir damit echt mega viel Arbeit gemacht aber es ist letztlich ein richtig, richtig toller Adventskalender draus geworden. :)


    Liebst Elisabeth-Amalie von Im Blick zurück entstehen die Dinge

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