Weekly Diary KW 12: Viele Spaziergänge, Wutheulen und Panikmache

22.03.2020
Eigentlich sollte dieser Wochenrückblick die Tage vor meiner Reise nach Bali dokumentieren.... Ich muss Euch sicherlich nicht sagen, wie enttäuscht ich bin. Mein einziger Trost: Wir sind gesund und wir sind gewiss nicht die Einzigen, die die Auswirkungen des Corina Virus zu spüren bekommen. Ich war bemüht, das Beste aus dieser Woche herauszuholen und finde rückblickend, dass mir das echt gut gelungen ist. Ich war unheimlich aktiv und habe meine Ziele weit übertroffen. Zusätzlich freue ich mich über unseren neu gewonnen "Pärchen Alltag", den mein Freund und ich in dieser außergewöhnlichen Zeit erleben. Worüber ich mich dagegen gar nicht freue: Panikmache, die bei mir in den letzten Tagen immer häufiger zu Wutheulen geführt hat.


Montag, 16. März 2020

Auch in Zeiten der Heimarbeit halte ich an meinen Strukturen fest. Ich muss zwar nicht so sehr früh aufstehen wie es sonst der Fall ist, aber immer noch früh genug, um möglichst viel schaffen zu können. Mein Wecker klingelte Montagmorgen um 06:00 Uhr. Ich habe mich im warmen, kuscheligen Bett durch Instagram gescrollt und die ersten Mails gelesen. Danach habe ich mich umgezogen und frisch gemacht. Kurze Zeit später habe ich schon mit dem Workout begonnen, das mir viel Energie und Kraft abverlangt hat. Danach ging es noch auf das Trampolin. Die Dusche im Anschluss habe ich deswegen umso mehr genossen. An diesem Tag habe ich übrigens im Auto gearbeitet. Gott sei Dank ist die technische Entwicklung so weit, dass ich problemlos mit dem Laptop im Auto arbeiten kann. Ich habe meinen Freund bei der Arbeit begleitet. Dafür sind wir gegen 09:40 Uhr gestartet. Ich hatte mein Laptop in der Tasche, ebenso alle notwendigen Materialen. Ich kam endlich dazu, Frühstück zu essen: Alpro Joghurt mit Kiwi sowie Kaffee aus dem Thermobecher. Beides hatte ich mir für unterwegs extra eingepackt. Denn, wie gesagt: also soll möglichst wie immer sein. Nur, dass sämtliche Abläufe an diesem Tag eben nicht am Schreibtisch sondern im Auto stattgefunden haben. Das hat sehr gut funktioniert, nahm aber auch ungemein viel Konzentration in Anspruch. Zwischenzeitlich gab es eine Laugenbrezel vom Bäcker. Zusätzlich habe ich jede denkbare Möglichkeit für einen Spaziergang genutzt. Ich konnte selbst kaum glauben, wie aktiv ich war! Und dass, wo wir doch eigentlich den gesamten Tag nur mit dem Auto gefahren sind? Das Wetter war aber auch einfach zu schön. Die Sonne schien kräftig, es war weder zu kalt noch zu warm. Es war, als wäre der Frühling nun endlich da. So einen schönen Tag gab es lange nicht mehr. Als wir am späten Nachmittag zurück waren - ich hatte den Laptop pünktlich gegen 15:00 Uhr zugeklappt - war der frühe Abend angebrochen. Aus dem Briefkasten fischte ich meine Crazy Factory Bestellung, die ich bereits sehnlichst erwartet habe. Nach 7 Tagen sind die Piercings für den Bauchnabel endlich angekommen. Anschließend war ich noch schnell bei Rewe einkaufen, wo ich allerdings nicht sehr erfolgreich war. Können die Leute bitte ihren Kopf einschalten und diese dämlichen Hamstereinkäufe lassen? Das ist so verdammt egoistisch! Ich könnte mich richtig hineinsteigern!!! Als ich zurück war, habe ich meine Einkäufe verräumt und mit meinem Freund telefoniert. Bevor er zur Tür reinkommen würde, wollte ich mich unbedingt noch einmal auf dem Trampolin auspowern. Ich war gerade fertig und habe mich frisch gemacht, als mein Liebster nach Hause kam. Ich habe in Ruhe das Abendessen vorbereitet: Gurkensalat mit Creme Fraiche, Vegane Schnitzel mit Gouda, gebratene Champignons. Nachdem dem Essen habe ich einen Blick auf meine Bücherregal geworfen, die ich kurzerhand direkt sortiert habe. Dafür habe ich zunächst einige Bücher aussortiert, die ich bald verschenken bzw. spenden werde. Genug Platz für neue Bücher ist zwar immer noch nicht, aber es wirkt immerhin etwas aufgeräumter. Im Bett habe ich Eis gegessen und ein wenig genascht, bevor wir (schon etwas schlaftrunken) den Fernseher und das Licht ausgeschaltet haben. Ich war innerlich sehr unruhig und habe einige Zeit gebraucht, um einschlafen zu können.

Dienstag, 17. März 2020

Mein Freund wollte mich zum Kuscheln überreden, da war ich schon fast auf den Beinen. Ich hatte mir für den Morgen recht viel vorgenommen, weshalb ich sehr motiviert war. Das Workout hat mich dennoch ziemlich viel Überwindung gekostet. Anschließend war ich ganz schnell duschen, bevor ich mich angezogen und auf den Weg zum Arzt gemacht habe. Leider war meine Ärztin im Urlaub, weshalb ich kurzerhand eine andere Praxis besuchen musste. Es dauerte ein wenig, bis ich mit meinem Rezept in die Apotheke gehen konnte, wo ich ein Antibiotikum geholt habe. Dieses muss ich nun 10 Tage lang einnehmen. Wohl ist mir dabei nicht, aber es führte kein Weg daran vorbei. Das machte mich irgendwie wütend und traurig und nachdenklich zugleich. Nun ja, manche Dinge kann man sich eben nicht aussuchen. Beinahe zeitgleich erreichte mich die Meldung aus dem Auswärtigen Amt zur weltweiten Reisewarnung. Zugegeben: Darauf hatte ich nur gewartet, um die Bali Reise final (kostenlos) stornieren zu können. Bisher wären für eine Stornierung oder Umbuchung, durch uns initiiert, nämlich Kosten angefallen. Ganz zu schweigen vom Reisepreis, den wir nicht erstattet bekommen hätten. Da der Reiseveranstalter unsere Reise nun selbst storniert hat, werden wir die Reisekosten erstattet bekommen. Das ist aber nur ein kleiner Trost. Ich muss Euch sicherlich nicht sagen, wie enttäuscht ich dennoch bin. Wenigstens hatten wir Gewissheit. Nach meinem Arzt- und Apothekenbesuch war ich schließlich einkaufen. Es regnete total unangenehm und ich war leider ohne Schirm unterwegs. Auch mein Einkauf war nicht erfolgreich: es gab es keinen Ingwer. Ich war noch in zwei anderen Supermärkten - allerdings erfolglos. Als ich am Vormittag zurück zu Hause war, habe ich direkt mit der Zubereitung für das Mittagessen begonnen. Bis dahin hatte ich nämlich noch nichts gegessen. Zwischenzeitlich telefonierte ich mit meiner Kollegin, die mich auf den aktuellen Stand brachte. Aktuell ist noch gar nicht absehbar, wann wir wieder im Büro arbeiten können... Ist das nicht merkwürdig? Noch vor ein paar Wochen dachte ich ganz blauäugig, dass ich verreisen werden.. Die Mittagspause habe ich auf dem Sofa verbracht, wo ich Prison Break geschaut und Tee getrunken habe. Am Nachmittag war eine Freundin zu Besuch, auf die ich mich sehr gefreut habe. Wir saßen auf dem Sofa, haben Kaffee getrunken, viele gute Gespräche geführt und später sogar "Big Brother" zusammen geschaut. Das Elend konnten wir unseren Partnern ersparen; wir hatten dafür einen richtig tollen Mädelsabend. Kurz nachdem ich sie verabschiedet habe, habe ich Müll und Papier entsorgt, die Spülmaschine ausgeräumt und Ordnung gemacht. Ich war richtig froh, dass meine neue Druckerpatrone geliefert wurde, die ich direkt eingesetzt habe. Nun ist auch endlich wieder mein Drucker für die Heimarbeit startklar. Das hatte mir nämlich noch gefehlt. Später saß ich  am iMac, wo ich diesen Zeilen geschrieben habe, während im Hintergrund der Fernseher lief. Ich kämpfte mit Magenschmerzen, die dem Antibiotikum geschuldet waren, das ich am Mittag zum ersten Mal eingenommen habe. Leider reagieren mein Magen und Darm sehr empfindlich auf Antibiotika. Damit werde ich in den nächsten zehn Tagen sicherlich noch viele Probleme haben... Insgesamt war dieser Tag eine Achterbahnfahrt der Gefühle: Wut darüber, dass ich "außerplanmäßig" zum Arzt musste und ein Antibiotikum einnehmen muss. Erleichterung, weil wir endlich die Absage für unsere Reise erhalten haben und unsere Kosten erstattet bekommen. Unendlich Freude, weil meine Freundin zu Besuch war und wir eine tolle Zeit hatten.

Mittwoch, 18. März 2020

Mittwoch war ein sehr sehr aktiver Tag. Bewegung und Aktivität geben mir aktuell ganz viel Halt und Struktur. Anderenfalls würde ich wohl mit einer Tafel Schokolade und/oder Chips in der hintersten Ecke meines Sofas liegen, mit unreiner Art und Fettpolstern. Na gut, ok, man kann es auch übertreiben. Was ich damit sagen will: Ich bin richtig dankbar dafür, dass ich trotz Corona möglichst fit bleiben kann. Natürlich gehört auch viel Selbstdisziplin dazu. Wie dem auch sei: Mein Wecker war für 06:00 Uhr gestellt. Ich habe mich noch kurz an meinen Freund gekuschelt, bevor ich aufgestanden bin und mir zunächst meine Goldene Milch vorbereitet habe. Nach meinem knapp 43 minütigen Workout habe ich die Milch mit dem Standmixer gemixt und getrunken. Übrigens ist es ein richtig kleiner Segen, dass ich in Zeiten der Heimarbeit meine Goldene Milch nicht mehr am Abend vorher zubereite. Das habe ich immer gemacht, um morgens möglichst viel Zeit zu sparen und nicht noch mühselig alle Zutaten zusammen suchen zu müssen. Jetzt übernehme ich die Zubereitung morgens. Ich bilde mir ein, dass die Goldene Milch dadurch irgendwie „frischer“ schmeckt. Nach dem Duschen wusste ich nicht so recht, wie ich mich für diesen Tag kleiden sollte…. Die Sonne schien herrlich und doch wollte ich mich nicht überschätzen. Ich entschied mich für eine Tights, kombiniert mit einem Top, darüber ein Pullover und on top eine Jeansjacke. Zwiebellook ahoi, haha. Apropro Tights: In Zeiten von Corona und Heimarbeit muss ich mich förmlich dazu zwingen eine Jeans anzuziehen. Ich würde sonst 24/7 in meiner Sportleggings leben. Am Mittag war ich für einen Spaziergang am See. Es war so so schön und genau das, was ich gebraucht habe, um einen klaren Kopf zu bekommen. Die frische Luft tat ungemein gut. Ich habe an diesem Tag so einige Spaziergänge gemacht. Wie ein Strohhalm klammere ich mich an die beinahe einzige Möglichkeit vor die Tür zu kommen. Nachmittags war ich noch bei Aldi und Rewe, wo ich Backkakao und Ingwer gekauft habe. Und – OH MEIN GOTT!!! – wie sehr kann man sich bitte über Ingwer freuen. Wahrscheinlich war es wegen Corona nicht unbedingt die beste Idee, sämtliche Supermärkte abzuklappern, aber ich benötigte Ingwer wirklich ganz dringend. (Mindestens so dringend, wie andere Leute Klopapier und Küchenrollen benötigen ;-)) Naja, bei Aldi hatte ich dann jedenfalls Glück. Die Auswahl war sogar ungewohnt groß. Als ich am Abend an meinem Briefkasten war, überkam mich eine unendliche Freude. Meine Kollegin hat mir eines ihres Lieblingsbücher geschickt, zusammen mit einer lieben Karte. Das Buch solle mir durch diese außergewöhnliche Zeit helfen und sie freue sich schon darauf, mich möglichst bald wiederzusehen, schrieb sie. So so lieb. Es war bereits weit nach unserem Feierabend, weshalb ich kurz gezögert, sie dann aber schließlich umgehend angerufen habe. Corona schweißt zusammen. Nicht nur innerlich der Familie und im Freundeskreis, sondern auch Kollegen. Immer noch sehr glückselig und dankbar bin ich für 10 Minuten auf dem Trampolin gesprungen. Im Anschluss habe ich mich mit meinem Ofenkäse vor den Fernseher gesetzt. Mein Freund kam später dazu und hat sich separat Abendessen zubereitet. Danach haben wir Aktenzeichen xy ungelöst geschaut. 

Natürlich habe ich mich an diesem Tag auch der Heimarbeit gewidmet: Telefonate führen, E-Mail checken, E-Mails lesen, Termine eintragen, Rücksprachen halten. Aktuell ist es ein ganz ganz anderes Arbeiten. Es funktioniert gut, aber etwas schwer tue ich mich trotzdem damit. Ich wünsche mir, dass ich bald wieder ins Büro fahren kann…

Donnerstag, 19. März 2020

Nachdem ich Punkt 06:00 Uhr aufgestanden bin, die Waschmaschine angestellt und meinen Wochenrückblick geschrieben habe, habe ich mit meinem Workout begonnen, das mich ziemlich Überwindung gekostet hat. Ich hatte überhaupt keine Lust! Aber als ich dann erst einmal angezogen war, konnte ich es nicht mehr sein lassen. Also habe ich einfach angefangen. 41 Minuten später war es vollbracht und ich super k.o. Bevor ich unter die Dusche gesprungen bin, habe ich meinen Freund geweckt und mir meine Goldene Milch zubereitet. Ich war duschen und habe mich angezogen. Im Rahmen meiner Heimarbeit habe ich Mails gelesen, teilweise weitergeleitet und beantwortet. Im Laufe der letzten Tage ist unser Arbeitspensum stetig gesunken. Viele Kollegen sind im Home Office, Termine wurden abgesagt. Social Media Arbeit ist das Einzige, an das ich mich aktuell klammern kann. Und nach jeder getaner Arbeit, die vom Chef abgesegnet wurde, fühle ich mich super produktiv, haha. Gott sei Dank funktionieren wir als Team so gut. Wir können an einem Strang ziehen und unsere Arbeitsqualität beibehalten. Das ist nicht selbstverständlich. Auch an diesem Tag waren die Spaziergänge wieder mein größer Halt: frische Luft, sich die Beine vertreten können, einen freien Kopf bekommen – ich liebe es! Es war leider noch etwas bewölkt, was meiner Laune jedoch keinen Abbruch getan hat. Knapp 5,5 km habe ich auf der Insel Eiswerder zurückgelegt. Dabei konnte ich viele Frühlingsblüher sehen – überwiegend Krokusse – die sich ihren Weg durch die Erde gebannt haben. Total schön. Der Frühling ist nun unumstritten da. Mein Freund hat mir vom Bäcker eine Puddingbrezel mitgebracht, die ich zusammen mit meinem Alpro Joghurt zur Belohnung direkt verschlungen habe. Im Anschluss konnte ich guten Gewissens mein Antibiotikum nehmen, das ich übrigens eher semi-gut vertrage. Mageschmerzen und Magenkrämpfe kriege ich mit Pantoprazol aber gut in den Griff. Am frühen Nachmittag habe ich mithilfe meines MacBooks und meines Handy etwas Social Media Arbeit gemacht. Für die Absprache habe ich mit meinem Kollegen telefoniert. Es war, als hätten wir uns Ewigkeiten nicht mehr gesehen. Eine Stunde später war es vollbracht. Den „Feierabend“ habe ich auf dem Tempelhofer Feld verbracht. Die Sonne schien nun endlich prächtig. Ich war motiviert und hatte mir für meinen „kleinen“ Spaziergang insgesamt 7 Kilometer vorgenommen. Und – tatsächlich – ich hab’s geschafft!!! Wahnsinnig gutes Gefühl. Als wir zu Hause waren, gab es Abendessen: Wildlachsfilet mit Rahmspinat, zusätzlich Salat. Im Anschluss habe ich die Wäsche vom Wäscheständer genommen, die frisch gewaschene Wäsche direkt aufgehangen und die Spülmaschine angestellt. Gegen 21:00 Uhr konnte ich endlich zur Ruhe kommen. An meiner Seite war mein Freund, mit dem ich die Zeit momentan sehr genieße. Wir haben definitiv mehr Zeit füreinander, verbringen beinahe keinen Tag ohne einander und erleben so etwas wie einen "Pärchen Alltag". Ich war jedenfalls super kaputt, dennoch total stolz auf meine Aktivität: 2500 aktiv verbrannte Kalorien an einem Tag, über 30.000 Schritte und 22,8 km, wuuhuu!

Übrigens habe ich mich Donnerstag endlich dazu entschieden das Buch "Burning Bridges" abzubrechen. Ich bin einfach nicht vorangekommen; es war jedes Mal wieder ein richtig kleiner Kampf. Nun habe ich "Nein" von Winnie M. Li begonnen. Die ersten Seiten haben mich total in meine Bann gezogen!

Freitag, 20. März 2020

Den Freitagmorgen habe ich wie gewohnt mit einem Workout begonnen. Auch in Zeiten von Heimarbeit stehe ich montags bis freitags pünktlich um 06:00 Uhr auf. (Davon habe ich in diesem Wochenrückblick aber bestimmt schon einmal geschrieben, oder? Egal, es wird nich einige Doppelungen geben.) Und, zugegeben: es fällt mir absolut nicht schwer. Wobei 06:00 Uhr im Vergleich zu 04:30 Uhr schon fast "spät" ist, richtig? Wie dem auch sei: Ich brauche Strukturen, um meine gewohnten Abläufe nicht zu verlieren. Nach dem Workout war ich fix duschen, danach habe ich meinen Freund geweckt und habe meine Goldene Milch getrunken. Vor Verlassen der Wohnung wollte ich unbedingt noch die Wäsche vom Wäscheständer nehmen. Ordnung ist bekanntlich das halbe Leben ;-) Ich habe nebenbei die Maileingänge überprüft, Mails weitergeleitet und beantwortet. Aber, wie gesagt: aufgrund der Corona-Pandemie ist es auffallend ruhig geworden, Termine wurden abgesagt, uvm. Davon abgesehen sind Terminvereinbarungen aktuell sehr fraglich, da nicht bekannt ist, wie lange die Pandemie anhält und wann wir alle wieder unseren gewohnten Arbeitsalltag antreten können. Ihr merkt: Wir befinden uns in einer sehr ungewissen Zeit, was uns alle sicher viel Nerven kostet. Es gehen viele Mails ein, in denen sich die Bürgerinnen und Bürger zum Corona Virus an ihre Abgeordneten wenden. Und ich kann Euch versichern: Es wird das Bestmögliche getan - auf allen Ebenen! Ich habe am Vormittag ein Telefongespräch mit meiner Kollegin geführt. Wir telefonieren tatsächlich täglich, um uns stets auf dem Laufenden halten und austauschen zu können. Das tut gut, beruhigt und zeigt, dass trotz aller Umstände die Arbeit problemlos weiterläuft. Mittags habe ich meinen Freund bei der Arbeit begleitet. Ich habe die Zeit jeweils für kleine Spaziergänge in den dortigen Wäldern genutzt. Es gab viele Leute, die mit ihren Kindern und Hunden unterwegs waren, auch wenn das Wetter an diesem Tag leider weniger schön war. Es war bewölkt; es nieselte immer mal wieder. Als ich am Nachmittag zurück war, hat es mich in den nächsten Supermarkt getrieben, wo die Regale zwar verhältnismäßig voll waren, ich aber dennoch längst nicht alles bekommen habe. Brokkoli und Kurkuma waren z.B. nicht vorrätig. Später war ich noch bei der Post, wo ich meine Zara Rücksendung abgegeben habe. Am Abend war ich dann richtig produktiv: Ich habe meine Ablage gemacht, Unterlagen abgeheftet, Unterlagen für meine Steuer zusammen gesucht und meine Küchenschränke sortiert. Eben Dinge, die ich sehr lange vor mir hergeschoben habe. Zusätzlich habe ich mich noch etwas der Heimarbeit gewidmet und Beiträge für die Instagram Story produziert. Als alles geschafft war, habe ich mich nicht nur 10 Kilo leichter, sondern auch richtig gut gefühlt.

Samstag, 21. März 2020

Samstag war zum Teil richtig schön. Die zweite Tageshälfte dagegen würde ich am liebsten löschen.... Mittags war ich zum Mittagessen verabredet. Dies habe ich gleichzeitig für einen kleinen Spaziergang an Orte genutzt, die ich mit meiner Kindheit verbinde. Wahnsinn, wie heimisch und fremd zugleich sich die Orte mittlerweile für mich anfühlen. Und dann wieder die Erkenntnis: Ich bin erwachsen! Krass! :D Auf dem Rückweg habe ich bei meinen Eltern angehalten, die sich sichtlich über meinen Besuch gefreut haben. Wir haben uns ausgetauscht und natürlich auch über den Corona Virus und seine Auswirkungen gesprochen. Ich bin froh und erleichtert darüber, dass meine Familie dem Virus gegenüber sehr respektvoll und gleichzeitig ängstlich gegenüber steht und nicht in Panik ausbricht. Panikmache ist nämlich genau das, was ich tunlichst versuche zu meiden!!! Ja, Angst ist wichtig; Panik dagegen die völlig falsche Herangehensweise. Nach dem Besuch bei meinen Eltern waren meine Gedanken rein. Ja, ich habe mich richtig gut und "frisch" gefühlt. Meine Familie gibt mir momentan richtig viel Halt! Als ich zurück zu Hause war, habe ich mich kurzer Hand zum Jumpen auf das Trampolin begeben. Auch wenn Samstage meine Workout und Sport freien Tage sind: Jumpen geht immer und ist dabei super effektiv. Nach etwa 15 Minuten komme ich auf insgesamt 126 verbrannte Kalorien. Das ist eine ziemlich gute Bilanz, wenn ihr mich fragt. Im Anschluss habe ich mich schnell frisch gemacht und noch einen Kaffee getrunken, bevor ich die Wohnung wieder verlassen habe. Das Wetter war weiterhin einfach nur herrlich, sehr sonnig und klar, wenn auch etwas frisch. Ich habe mich bei meinem Freund zurückgezogen, ein Buch gelesen und etwas Energie getankt. Nach all den guten Gefühlen, die ich nach dem Besuch bei meinen Eltern empfunden habe, wurde mir eine riesige Welle von Panik entgegen gebracht, womit ich beim besten Willen nicht umgehen kann. Jedem ist selbst überlassen, wie mit dem Corona Virus umgegangen wird; wir sind alle erwachsen genug. Aber, wie gesagt, auf Panikmache reagiere ich mittlerweile nur noch mit Wut und Unverständnis. Vor allem dann, wenn die Leute ihr "Wissen" einzig und allein aus den Medien beziehen. Hat sich jemand schon einmal ernsthaft auf der Seite des Robert-Koch-Instituts oder auf den Seiten der Ministerien schlau gemacht? Nun ja, meine Wut hat sich bis in den Abend hinein gezogen, was für eine unangenehme innere Unruhe gesorgt hat. Ich war wütend und enttäuscht zugleich, habe mich nicht gut gefühlt und war dadurch zickig und sicherlich ungenießbar. Dabei war der Tag doch eigentlich so so schön? :'( Durch den ganzen Ärger und die Wut, die in mir brodelt, leide ich aktuell wieder vermehrt unter Appetitlosigkeit. Ich hoffe, es wird bald wieder besser.

Sonntag, 22. März 2020

Meine Nacht war durch die Aufregung am Abend zuvor ziemlich schlecht. Zusätzlich habe ich nicht gut gelegen, weshalb ich wahnsinnige Schmerzen im Nacken und dadurch unangenehme Kopfschmerzen hatte. Ich hatte Hunger, musste aber ziemlich schnell feststellen, dass mir der Appetit bald wieder vergehen würde... Ich habe den Tag also ohne ein Frühstück begonnen, stattdessen wutgeheult (=vor lauter Wut geheult) und mich zunächst zurückgezogen. Mit einem Workout wollte ich mich ablenken, was mit meinen Nacken- und Kopfschmerzen eine denkbar schlechte Idee war. Als das Workout geschafft war, war ich zwar super erleichtert und glücklich, gleichzeitig haben die Kopfschmerzen aber um etwa das dreifache zugenommen. Autsch! Ich habe mich geduscht und frisch gemacht und dabei direkt die Dusche geputzt. Etwas, was ich (ebenso wie all die anderen Dinge, die ich bereits erledigt hatte) lange vor mir hergeschoben habe. Und es hat sich gelohnt! Ich sage es wirklich ungern, aber rückblickend war meine Dusche echt keimig. Notiz an mich selbst: die Dusche öfters viel gründlicher putzen! Im Anschluss habe ich die Waschmaschine mit dunkler Wäsche laufen lassen, während ich in der Küche war. Dort habe ich mir gegen 13:00 Protein Pancakes zubereitet. Meine erste Mahlzeit an diesem Tag. Richtig Appetit hatte ich immer noch nicht, aber, nun ja, irgendetwas musste ich schließlich runterkriegen. Nichts essen war zumindest nicht länger eine Option. Danach habe ich noch direkt ein Banana Bread gebacken. Banana Bread Klappe die Sechste, haha. Ich backe momentan wirklich viel Banana Bread, mag es aber auch echt gerne. Dabei konnte ich einen alten Schoki Weihnachtsmann verwerten. Zwei Fliegen mit einer Klappe also. Anschließend habe ich mich an den Schreibtisch gesetzt, wo ich ein wichtiges Formular ausgefüllt und versandfertig gemacht habe. Bei der Gelegenheit habe ich auch direkt meine Unterlagen für die Steuerberatung eingetütet, die ich später in den Briefkasten einwerfen wollte. Ich habe noch fix meinen Wochenrückblick für die Tage Freitag und Samstag geschrieben, bevor ich die Wäsche aufgehangen habe. Im Anschluss habe ich die Wohnung verlassen. Zunächst habe ich meine Steuerunterlagen bei der Steuerberatung eingeworfen, danach war ich bei meiner Omi und später bei meinem Freund. Die 10.000 Schritte waren mir danach mehr als sicher. Ich war erleichtert, dass ich alles Wichtige erledigt hatte. Der Besuch bei meiner Oma war wieder sehr kurz. Das nächste Mal, dass habe ich mir fest vorgenommen, werde ich wieder länger bei ihr sein und ihr schöne Blumen vorbeibringen. Als mein Freund und ich nach Hause gelaufen sind, ging gerade die Sonne unter. Wir sind auf eine Aufschrift aufmerksam geworden, die mir in unserer Stadt zum ersten Mal aufgefallen ist, obwohl ich den Weg oft mehrmals täglich ablaufe: "Bleibt gesund!" Das hat mein Gemüt, nach all der Wut und Panikmacke, ziemlich erhellt. Was mein Gemüt dagegen alles andere als erhellt hat war der Anblick eines Skeletts, das von einer Ratte stammte. Inkl. Schwanz!!! Uaaaargh! Sah wirklich nicht nett aus, wenn auch irgendwie interessant. Zuhause angekommen habe ich die Spülmaschine ausgeräumt und uns etwas Rohkost geschnippelt. Ich habe mich vor den Fernseher gesetzt, "Wage es nicht" auf Netflix geschaut und mein neues Nintendo Switch Spiel ausprobiert, während mein Freund in der Badewanne lag. Asche auf mein Haupt! Corona made me buy it, haha. Super Mario Bros U. Deluxe ist allerdings DER SHIT. Macht mir bisher wahnsinnig Spaß, auch wenn ich super schlecht bin. In mir steckt definitiv keine Zockerbraut :D Gleich werden wir "Wage es nicht" im Bett weiterschauen, bevor das Licht ausgeschalten und geschlafen wird. Ich bin froh, wenn der Tag geschafft ist...

Was mich beschäftigt und bewegt hat...

Was ich geschaut habe: Prison Break, YouTube Videos, Big Brother, Hartes Deutschland, Wage es nicht
Was ich gelesen habe: Burning Bridges - endlich abgebrochen!!!!, Nein von Winnie M. Li
Was ich gehört habe: Mordlust Podcast, Verbrechen von nebenan Podcast, Frühlingsgefühle Playlist auf Spotify (war ganz ok...)
Was ich gegessen habe: Valess Schnitzel mit Gouda, Gurkensalat mit Creme Fraiche, Champignons, Haribo Colorado, Ofenkäse, Alpro Joghurt mit Mango, Wassereis, Puddingbrezel, Salat mit Mozzarella und Champignons, Cookie, belegtes Brötchen, Pizza, Kohlrabi und Tomate Mozzarella
Was ich getrunken habe: Heiße Zitrone mit Ingwer und Kurkuma, Cola Light, Schwarztee mit Milch, Kaffee, Vita Cola, Wasser, Goldene Milch
Was ich gedacht habe: Als ich erfahren habe, dass ich ein Antibiotikum nehmen muss: "Auch das noch!"
Worüber ich gelacht habe: Ich kann mich ehrlich gesagt nicht erinnern, worüber ich zuletzt gelacht habe, wobei es sicherlich den einen oder anderen Moment gab. (Die negativen Emotionen überwiegen aktuell leider.)
Worüber ich mich geärgert habe: Dass sämtliche Lebensmittelregale komplett leer geräumt sind. Mein Gott, das kann doch nicht sein???? Warum schalten die Leute nicht einmal ihren Kopf ein? Egoismus ist soooo unattraktiv! Geärgert habe ich mich auch, weil ich ein Antibiotikum einnehmen muss. Mag ich nicht; tut mir nicht gut; will ich nicht....
Worüber ich mich gefreut habe: Über den Besuch meiner Freundin Steffi habe ich mich sehr gefreut. Wir können sehr ehrliche und konstruktive Gespräche führen, nach denen ich mich immer zu 100% verstanden und erleichtert fühle. Solche Freundschaften sind Goldwert. Tatsächlich habe ich mich aber auch riesig über meine neue Druckerpatrone gefreut, haha. Ich habe sie wirklich ganz ganz dringend benötigt, um im Home Office problemlos drucken zu können. Nicht zuletzt bin ich auch erleichtert darüber, dass ich die Home Office Tage bisher so aktiv überstehe und möglichst viel in Bewegung bin. Meinen Home Workouts sei Dank, ebenso meinem Trampolin und die vielen Spaziergänge. Ich würde sonst echt einrosten! Donnerstag habe ich z.B. meine Spaziergänge auf der Insel Eiswerder und am Tempelhofer Feld bei schönstem Sonnenschein total genossen. Am aller meisten habe ich mich aber wohl über das Buch gefreut, das mir meine Kollegin mit einer ganz lieben Karte zugeschickt hat. Der Corona Virus schweißt zusammen!!! Samstag war ich bei einem Freund zum Mittagessen eingeladen. Was mich dagegen innerlich sehr erleichtert hat: Ich habe Dinge erledigt, die ich bereits monatelang vor mir hergeschoben habe. Ein gutes Gefühl zu wissen, dass das nun geschafft ist. Hat auch gar nicht weh getan ;-)
Worüber ich gestaunt habe: Ich kann selbst kaum glauben, dass ich in dieser Woche so krass aktiv war. Das ist einfach Wahnsinn. 
Was ich gekauft habe: Tights von Tschibo, Lebensmittel, Wassereis, zwei Bücher, Halli Galli, Nintendo Switch Spiel
Was ich nächste Woche geplant habe: Bisher habe ich keine korrekten Pläne. Ich werde mich weiterhin in der Heimarbeit befinden und möchte daher an meinen Strukturen festhalten, Sport machen, aktiv sein, etc. Alle wichtigen To-Do's habe ich in den letzten Tagen sehr gut abgearbeitet, worüber ich mich riesig freue. Vielleicht stürze ich mich zur Abwechslung in die Ostervorbereitungen... Da fällt mir gerade ein: Ich "muss" noch Blogbeiträge überarbeiten!
Was ich mir für nächste Woche wünsche: Ich wünsche mir, dass ich meine Aktivität beibehalten kann. Bisher läuft es (trotz Heimarbeit) richtig gut.

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