Mallorca: Mehr als Ballermann und Klischees

29.07.2026
Ich war tatsächlich zum ersten Mal auf Mallorca, könnt ihr das glauben? Ich habe bereits viele wunderschöne Orte auf der Welt bereist, doch ausgerechnet die wohl beliebteste deutsche Urlaubsinsel hatte bisher noch auf mich gewartet. Umso schöner, dass ich dort nun einen unvergesslichen Mädelsurlaub verbringen durfte.


Ich bin mit einigen Vorurteilen im Gepäck angereist und vollkommen begeistert zurückgekehrt. Mallorca hat mich wirklich überrascht. Mit diesem Beitrag möchte ich euch von meinen Eindrücken berichten. Ich hoffe, dass euch meine Erfahrungen bei eurer Reiseplanung oder einfach beim Mitträumen inspirieren ◡̈ ♥ 


Warum Camp de Mar genau das Richtige für uns war
Da wir in den Sommerferien verreisen mussten, war die Hotelsuche gar nicht so einfach. Schnell wurde klar: Wer auf Mallorca Wert auf einen gewissen Komfort legt, muss gerade in der Hauptsaison etwas tiefer in die Tasche greifen. Für uns standen einige Kriterien fest: direkte Strandlage, gutes Essen, ein Adults-Only-Hotel, ein Supermarkt in der Nähe sowie eine gute Anbindung für Ausflüge. Ohne einen konkreten Plan landeten wir schließlich in Camp de Mar, westlich von Palma. Und rückblickend hätten wir es kaum besser treffen können. Uns war von Anfang an wichtig, einen entspannten Erholungsurlaub zu verbringen. Die Partymeile rund um den Ballermann kam deshalb für uns überhaupt nicht infrage. Ich war zuvor noch nie auf Mallorca, wusste aber, das die Insel so viel mehr zu bieten als sein bekanntestes Klischee. Camp de Mar hat uns sofort begeistert. Die kleine Bucht ist ruhig, sauber und wunderschön angelegt. Entlang der Promenade findet man einige kleine Boutiquen, gemütliche Restaurants, eine Cocktailbar direkt am Strand sowie eine Eisdiele. Für den täglichen Einkauf gibt es mehrere kleine Supermärkte, der nächste Mercadona ist nur wenige Autominuten entfernt. Besonders praktisch fanden wir die Bushaltestelle, die nur etwa fünf Gehminuten vom Hotel entfernt lag. Von dort gelangt man unkompliziert nach Palma. Abends lädt die Umgebung außerdem zu entspannten Spaziergängen entlang der Küste ein.


Unser Hotel: Grupotel Camp de Mar
Auch mit unserem Hotel waren wir insgesamt sehr zufrieden. Von außen sieht man ihm zwar durchaus an, dass es bereits einige Jahre auf dem Buckel hat, doch im Inneren haben wir uns vom ersten Moment an wohlgefühlt. Schon die großzügige Lobby mit ihrem wunderschönen Blick über den Pool bis hin zum Meer machte einen tollen ersten Eindruck. Unser Zimmer war sauber, modern eingerichtet und verfügte über einen Balkon mit Meerblick. Das war ein echtes Highlight. Besonders begeistert waren wir vom Essen. Jeden Abend stand das Buffet unter einem anderen Motto, sodass viel Abwechslung geboten wurde. Frischer Lachs, Sushi, eine große Auswahl an Gemüse und fantastische Desserts gehörten schnell zu unseren Favoriten. Hervorheben möchte ich außerdem das unglaublich freundliche Personal, das stets darauf geachtet hat, dass alle Speisen jederzeit frisch aufgefüllt wurden. Niemand musste leer ausgehen. Für uns hat das Gesamtpaket einfach gestimmt: gutes Essen, freundlicher Service, direkte Strandlage und eine perfekte Busanbindung nach Palma. Dass der Altersdurchschnitt der Gäste eher etwas höher war, hat uns überhaupt nicht gestört. Ein Punkt ist mir allerdings negativ aufgefallen: das Reservieren der Sonnenliegen am Pool. Teilweise waren bereits gegen 7 Uhr morgens kaum noch freie Liegen verfügbar. Hier hätte ich mir gewünscht, dass das Hotel konsequenter gegen dieses Verhalten vorgeht. Vermutlich handelt es sich dabei allerdings um ein Problem, das man in vielen Urlaubshotels auf Mallorca beobachten kann...


Der Strand von Camp de Mar
Die Bucht von Camp de Mar gehört definitiv zu den schönsten Orten unseres Urlaubs. Feiner, heller Sand, kristallklares türkisblaues Wasser und die malerische Kulisse machen den Strand zu einem echten Wohlfühlort. Sonnenliegen können gegen Gebühr gemietet werden. Wir hatten unsere Strandtücher dabei und haben uns vor Ort zusätzlich einen Sonnenschirm gekauft. Das war für uns die perfekte Lösung ◡̈ 


Das wohl bekannteste Wahrzeichen von Camp de Mar ist das Restaurant Illeta. Es liegt auf einer kleinen "Insel", die über einen Steg erreichbar ist. Es ist vor allem durch TikTok in den vergangenen Jahren zu einem echten Hotspot geworden. Ein klassischer Strandurlaub klingt für viele nach einer Woche Nichtstun. Uns war allerdings wichtig, auch etwas von der Insel kennenzulernen. Den ersten Tag verbrachten wir ganz entspannt am Strand, danach zog es uns aber hinaus. Die Hitze und der hohe UV-Index machten längere Strandtage ohnehin ziemlich anstrengend. Deshalb entschieden wir uns am nächsten Tag für einen Ausflug nach Palma.


Palma: mediterranes Flair und wunderschöne Altstadt
Vorweg: Palma hat mich wirklich begeistert. Die Altstadt ist wunderschön und versprüht mit ihren schmalen Gassen, historischen Gebäuden und kleinen Plätzen ein ganz besonderes mediterranes Flair. Dazu kommen beeindruckende Sehenswürdigkeiten wie die Kathedrale La Seu oder der Königspalast Almudaina. 


Von Camp de Mar aus erreicht man Palma ganz unkompliziert mit der Buslinie 101. Generell ist Busfahren auf Mallorca erstaunlich einfach und eine tolle Alternative zum Mietwagen. Palma wirkte auf mich gleichzeitig elegant, lebendig und unglaublich charmant. Tatsächlich musste ich mehrfach an Barcelona denken (natürlich in kleinerem Maßstab, aber mit einer ganz ähnlichen Atmosphäre).


Neben der schönen Altstadt lässt es sich hier auch wunderbar shoppen. Zwischen bekannten Geschäften findet man viele kleine Boutiquen sowie tolle Cafés und Restaurants. Besonders empfehlen kann ich euch Surry Hills. Dort haben wir uns mit Kaffee bzw. Matcha und unglaublich leckeren Sandwiches gestärkt. Ein kleiner Hinweis: Plant euren Shoppingtag möglichst außerhalb der Siesta. Gerade viele kleinere Geschäfte schließen mittags für einige Stunden. Das hatte ich vorher nicht auf dem Schirm, obwohl ich schon mehrmals in Spanien war.


Bevor wir mit dem Bus zurück nach Camp de Mar gefahren sind, haben wir noch einen spontanen Stopp am Fotoautomaten im Bahnhof Estació Intermodal eingelegt. Zwar waren wir nach dem langen Tag komplett durchgeschwitzt, dafür konnten wir eine ganz besondere Erinnerung mit nach Hause nehmen ◡̈


Mädelsurlaub wie aus dem Bilderbuch
Nach einem ausgiebigen Shoppingtag in Palma durfte (natürlich!) ein entspannter Strandtag nicht fehlen. Ich liebe diese Mischung aus Entdecken und Erleben, aber eben auch aus Entspannen und Abschalten. Genau das macht für mich einen gelungenen Urlaub aus. Zur Erfrischung gab es immer eine eiskalte Cola Zero und das Eis am Abend war ohnehin längst fester Bestandteil unserer täglichen Routine. 


Außerdem habe ich im Urlaub zwei Bücher verschlungen, die mich wunderbar unterhalten und den Alltag komplett vergessen lassen haben. Wir haben Karten gespielt, Souvenir geshoppt, unendlich viel gelacht und gequatscht und zwischendurch auch mal ein kleines Nickerchen in der Sonne gemacht. Und mal ehrlich: Gibt es etwas Schöneres als die Dusche nach einem langen Strandtag? Ich hatte schon ganz vergessen, wie sich Sand, Sonnencreme und Salzwasser auf der Haut anfühlen und wie gut es tut, danach frisch geduscht in den Abend zu starten ◡̈ An einem Abend haben wir die Cocktailbar Maria 5 Beach besucht. Das war auch toll und hat mich so mit einem alkoholfreien Gin Tonic im Urlaub ankommen lassen. Zurücklehnen, entspannen, genießen. Am nächsten Tag stand schließlich wieder etwas Sightseeing auf dem Programm. Unser Ziel: Valldemossa!


Valldemossa: Mallorcas malerisches Bergdorf
Valldemossa liegt etwa 30 Minuten von Palma und rund 90 Minuten von Camp de Mar entfernt. Das idyllische Bergdorf gilt als das höchstgelegene Dorf Mallorcas und hat uns mit seinem ganz besonderen Charme sofort begeistert. Die schmalen Gassen, die liebevoll geschmückten Natursteinhäuser und die wunderschön bepflanzten Fassaden machen den Ort zu einem echten Postkartenmotiv. Ich wollte Valldemossa unbedingt besuchen und wurde definitiv nicht enttäuscht. 


An jeder Ecke gibt es etwas Schönes zu entdecken. Wir sind gemütlich durch die verwinkelten Gassen geschlendert, haben in kleinen Boutiquen gestöbert, Souvenirs gekauft und die entspannte Atmosphäre einfach auf uns wirken lassen. Zwischendurch haben wir uns noch einen (zugegeben ziemlich teuren) Eiskaffee gegönnt, der bei den sommerlichen Temperaturen trotzdem genau das Richtige war. Besonders praktisch: Valldemossa lässt sich ganz unkompliziert mit dem Bus ab Palma erreichen. Wer also keinen Mietwagen buchen möchte, kann den Ausflug problemlos mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unternehmen.


Wer Mallorca besucht, sollte sich nicht nur Zeit für Palma nehmen, sondern unbedingt auch die vielen kleinen Orte der Insel entdecken. Gerade sie verleihen Mallorca seinen besonderen Charme. Valldemossa hat mich vollkommen begeistert, aber auch Orte wie Cala Figuera, Deià, Cap de Formentor, Port de Sóller oder Alcúdia stehen zu Recht auf vielen Mallorca-Bucket-Lists.


Ein perfekter Abschluss unseres Mallorca-Urlaubs
Und ihr wisst sicher, was auf einen ausgiebigen Sightseeing-Tag folgt, oder? Genau: ein entspannter Strandtag. Bei einem UV-Index von 9 haben wir die Sonne noch einmal in vollen Zügen genossen, das WM-Finale Revue passieren lassen, gelesen, Eis gegessen, einen Spaziergang entlang der Küste gemacht und einfach jeden einzelnen Moment bewusst aufgesogen. Am Abend hieß es dann leider schon: Koffer packen und langsam Abschied von Mallorca nehmen.

Die sechs Tage vergingen wie im Flug und rückblickend würde ich unsere Reise jedes Mal wieder genauso planen. Die Mischung aus entspannten Strandtagen, spannenden Ausflügen und ganz viel Zeit zum Abschalten hätte für uns kaum perfekter sein können. Dieser Urlaub war einfach wunderschön und ich bin unglaublich dankbar, dass ich Mallorca mit so vielen positiven Eindrücken und wunderbaren Erinnerungen wieder verlassen habe. Eines steht für mich jedenfalls fest: Das war ganz bestimmt nicht mein letzter Besuch auf der Insel.


Tipps für den nächsten Mallorca Urlaub
Das Busnetz auf Mallorca hat uns wirklich positiv überrascht. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind unkompliziert, zuverlässig und eine tolle Alternative zum Mietwagen. Zum Ein- und Aussteigen habe ich einfach das Smartphone an das Lesegerät gehalten. Bis zu fünf Personen können mit derselben Karte bezahlen. Und: Sowohl in Palma als auch in den meisten Restaurants, Cafés und Geschäften war Kartenzahlung problemlos möglich. Preislich haben wir allerdings deutliche Unterschiede festgestellt. Während es in den bekannten Touristen-Hotspots teilweise recht teuer wurde, waren die Preise in ruhigeren Orten und Restaurants überraschend moderat. Da wir während der Sommerferien gereist sind, waren die Strände natürlich gut besucht. Gestört hat uns das allerdings überhaupt nicht. Wer einen möglichst entspannten Strandtag verbringen möchte, sollte früh kommen, denn spätestens ab der Mittagszeit wird es deutlich voller. Ein Tipp für alle, die im Sommer nach Mallorca reisen: Packt unbedingt Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor ein und startet Ausflüge möglichst vor 10 Uhr. Die Temperaturen, der UV-Index und auch der Besucherandrang nehmen im Laufe des Tages spürbar zu.


Mein Fazit: Mallorca ist immer eine Reise wert
Wenn ich eines von meinem ersten Mallorca-Urlaub mitgenommen habe, dann: Die Insel ist so viel vielseitiger, als es viele Vorurteile vermuten lassen. Mallorca ist nicht nur Ballermann, Bierkönig und Megapark, auch wenn diese Orte natürlich ein Teil der Insel sind. Wer Mallorca darauf reduziert, verpasst meiner Meinung nach einen großen Teil dessen, was die Insel wirklich ausmacht. Denn Mallorca begeistert mit traumhaften Buchten, türkisblauem Wasser, charmanten Bergdörfern, mediterranen Gassen, kleinen Cafés, wunderschöner Natur und einer beeindruckenden Mischung aus Entspannung und Abenteuer. Ob ein Spaziergang durch die Altstadt von Palma, ein Kaffee in den verwinkelten Gassen von Valldemossa oder ein entspannter Strandtag in einer ruhigen Bucht wie Camp de Mar: die Insel bietet für jeden Geschmack etwas. Für mich steht jedenfalls fest: Mallorca hat mich überrascht, begeistert und definitiv Lust auf mehr gemacht. Ich bin mit Vorurteilen angereist und mit wunderschönen Erinnerungen nach Hause zurückgekehrt. Und ich kann jedem nur empfehlen, der Insel eine Chance zu geben und sie abseits der bekannten Klischees zu erkunden.

Der nächste Reisebericht wird nicht lange auf sich warten lassen, versprochen!!! ◡̈ 

Also, habt es fein und alles Liebe, Mareike ♥

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