Hello, ihr Lieben ♥ Falls ihr meinen letzten Monatsrückblick gelesen habt oder mir auf Instagram folgt, wisst ihr bereits, dass wir im Juni eine Woche auf Santorini verbracht haben. Bis dahin war die Insel für mich vor allem als absoluter Touristen-Hotspot bekannt. Trotzdem wollte ich unvoreingenommen an die Reise herangehen und mir meine eigene Meinung bilden. Schließlich ist Santorini nicht ohne Grund so beliebt. Die weißen Häuser, die blauen Kuppeln und die spektakuläre Kulisse sind weltbekannt und machen die Insel zu einem echten Postkartenmotiv.
In diesem Beitrag möchte ich meine persönlichen Eindrücke und Erlebnisse mit euch teilen. Natürlich habe ich auch den einen oder anderen Tipp sowie ein paar hilfreiche Hinweise im Gepäck. Ich hoffe, der Beitrag ist interessant für euch.
Hotel statt Hotspot: Unsere Unterkunft auf Santorini
Wir hatten ein Hotel im Süden der Insel, weit weg vom Trubel rund um Oia. Mit dem Santo Miramare Resort hätten wir unsere Wahl kaum besser treffen können. Wir haben uns dort von Anfang an sehr wohlgefühlt und können das Hotel guten Gewissens weiterempfehlen. Das Resort liegt direkt am Perivolos Beach und verfügt über einen hoteleigenen Strandabschnitt. Die gepflegte Anlage im typisch ägäischen Stil, die schöne Poollandschaft und das durchweg freundliche Personal haben unseren Aufenthalt besonders angenehm gemacht. Unseren Roller konnten wir kostenlos direkt vor dem Hotel parken. Außerdem befinden sich in unmittelbarer Nähe zahlreiche Restaurants, Cafés und kleine Geschäfte, sodass man alles Wichtige bequem zu Fuß erreichen kann.

Wer das lebhafte Santorini erleben möchte, ist mit einer Unterkunft in Oia oder Fira wahrscheinlich besser aufgehoben. Dort ist vor allem am Abend deutlich mehr los und die Gassen sind voller Menschen. Für uns war die Entscheidung, etwas ruhiger und abseits der Touristenmassen zu wohnen, jedoch die absolut richtige ◡̈ Dank unseres Rollers konnten wir die Hotspots jederzeit besuchen und uns anschließend wieder auf die entspannte Seite der Insel zurückziehen. Dazu gleich mehr!

Auf Santorini wird (wie in ganz Griechenland) in Unterkünften eine Klimasteuer erhoben. Die Höhe richtet sich nach der Hotelkategorie. In unserem Fall betrug sie in der Hauptsaison (April bis Oktober) bei einem Vier-Sterne-Hotel 10€ pro Nacht. Die Steuer wurde nach den schweren Waldbränden und Überschwemmungen der vergangenen Jahre eingeführt. Mit den Einnahmen finanziert die griechische Regierung Maßnahmen zur Katastrophenhilfe und zum Klimaschutz.
Tipp: Santorini auf eigene Faust erkunden
Santorini ist mit rund 76 km² eine eher kleine Insel. Sie ist etwa 18 Kilometer lang und an ihrer breitesten Stelle rund 12 Kilometer breit. Dadurch lassen sich die meisten Ziele in kurzer Zeit erreichen. Für insgesamt drei Tage hat uns der gemietete Roller inklusive Sprit gerade einmal 60 Euro gekostet. Rückblickend war das eine der besten Entscheidungen unseres Urlaubs. Wir waren jederzeit flexibel, konnten spontan an Aussichtspunkten anhalten und die Insel ganz in unserem eigenen Tempo erkunden. Von unserem Hotel im Süden bis nach Oia haben wir mit dem Roller etwa 45 Minuten gebraucht.


Der Blick auf die Caldera, die strahlend weißen Häuser und die blauen Kuppeln hat uns jedes Mal aufs Neue begeistert. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir die Abende. Nach einem entspannten Abendessen im Hotel sind wir noch einmal losgefahren, um den Sonnenuntergang an verschiedenen Orten der Insel zu erleben. Diese spontane Freiheit hat den Urlaub für mich noch einmal besonderer gemacht.

Die schönsten Strände auf Santorini
Wenn ihr auf Santorini einen klassischen Strandtag verbringen möchtet, solltet ihr euch den Kamari Beach und den Perivolos Beach anschauen. Das sind meiner Meinung nach die beiden bekanntesten Strände der Insel. Obwohl sie sich nur wenige Kilometer voneinander entfernt befinden, haben sie einen ganz unterschiedlichen Charakter.
Den Kamari Beach haben wir an einem Nachmittag besucht. Er ist deutlich belebter und touristisch hervorragend erschlossen. Entlang der Strandpromenade reiht sich eine Beach Bar an die nächste, dazu gibt es zahlreiche Restaurants, Cafés und kleine Geschäfte. Besonders beeindruckt hat mich der Blick auf den Felsen Mesa Vouno, der den Kamari Beach einrahmt. Wir haben uns zunächst in einer Beach Bar etwas zu essen bestellt und konnten anschließend direkt auf die Liegen wechseln. Baden, einen kühlen Drink genießen und dabei aufs Meer schauen... Ja, genau so stelle ich mir einen entspannten Urlaubstag vor. (Falls ich den Namen der Beach Bar noch herausfinde, ergänze ich ihn hier natürlich gerne.)

Unser Hotel lag dagegen direkt am Perivolos Beach. Mir persönlich hat dieser Strand sogar noch besser gefallen. Im Vergleich zum Kamari Beach ging es dort zwar etwas ruhiger zu, aber vor allem der deutlich feinere schwarze Sand hat für mich den Unterschied gemacht und das Baden angenehmer gestaltet.


Good to know: Da Santorini eine Vulkaninsel ist, unterscheiden sich die Strände deutlich von den klassischen Postkartenstränden Griechenlands. Statt feinem, hellem Sand gibt es dunklen Vulkansand, Kieselsteine und beeindruckende Felslandschaften. Das sieht wunderschön aus, hat aber auch einen kleinen Nachteil: Der schwarze Sand heizt sich in der Sonne extrem auf. Badeschuhe sind deshalb keine schlechte Idee, anderenfalls könnte man sich die Fußsohlen verbrennen.
Ebenfalls sehr bekannt auf Santorini ist der Red Beach. Mit seinen leuchtend roten Felsen und dem rötlichen Vulkansand zählt er zu den meistfotografierten Orten der Insel. Zum Baden ist er allerdings nicht geeignet. Und um ehrlich zu sein: Für mich gehört der Red Beach eher zu den Sehenswürdigkeiten, die man einmal gesehen haben kann, aber nicht muss. Ich fand ihn etwas überbewertet. Auf Fotos wirken die Farben oft intensiver als in der Realität. Gelohnt hat sich der Ausflug für uns trotzdem, denn ganz in der Nähe haben wir hervorragend gegessen ;)
Essen, Gastfreundschaft und Restauranttipps
Apropos "Essen": Was mir an Santorini neben der beeindruckenden Landschaft besonders in Erinnerung bleiben wird, sind die Menschen. Egal ob im Hotel, im Restaurant oder in kleinen Geschäften: wir wurden überall freundlich, herzlich und hilfsbereit empfangen. Alles wirkte wahnsinnig unkompliziert und entspannt. Das hat maßgeblich dazu beigetragen, dass wir uns jederzeit sicher und bestens aufgehoben gefühlt haben.

Kulinarisch hat Santorini uns absolut überzeugt. Frischer Fisch, saftiges Gyros, cremiger Tzatziki und ein klassischer griechischer Salat – yummi! Besonders empfehlen kann ich das Restaurant Peirasmos in der Nähe des Red Beach. Dort haben wir fantastisch gegessen. Unser persönlicher Favorit war allerdings das Taste of the Beach, das sich nur wenige Gehminuten von unserem Hotel entfernt befand. Wir waren dort gleich mehrfach essen und wurden kein einziges Mal enttäuscht. Für den perfekten Start in den Tag oder eine kleine Pause zwischendurch können wir außerdem das Dailys Café empfehlen. Dort gibt es richtig guten Kaffee, eine große Auswahl an Getränken, leckere Sandwiches und süße Kleinigkeiten.
Ein kleiner Hinweis: Günstig ist Santorini nicht. Vor allem in Oia und Imerovigli liegen die Restaurantpreise oft deutlich über dem Durchschnitt. Wer ein wenig sparen möchte, findet außerhalb der bekannten Hotspots genauso gutes Essen für weniger Geld ◡̈

Unser schönstes Erlebnis auf Santorini
Das absolute Highlight unserer Reise war die Katamaran-Tour, die mit einem traumhaften Sonnenuntergang vor Oia geendet ist. Für mich war das einer dieser Momente, den ich nicht so schnell vergessen werde. Ich liebe Boots- und Katamaran-Touren, aber diese war irgendwie ganz besonders schön.

Wir sind am Nachmittag im Hafen von Santorini gestartet. Wir waren insgesamt rund fünf Stunden mit einer kleinen Gruppe von zehn Personen unterwegs. An Bord war bestens für unser leibliches Wohl gesorgt: Es gab ein leckeres Barbecue sowie Getränke während der gesamten Tour. Zwischendurch wurden mehrere Badestopps an wunderschönen Buchten eingelegt, u.a. in den warmen, schwefelhaltigen heißen Quellen, die an den vulkanischen Ursprung der Insel erinnern.

Während der Fahrt wurde mir noch einmal bewusst, wie beeindruckend Santorini eigentlich ist, denn: Früher war die Insel ein riesiger Vulkan. Nach einem gewaltigen Ausbruch füllte sich der Krater mit Meerwasser. Übrig blieb der Inselrand mit seiner markanten Sichelform und den steilen Klippen, die Santorini heute so einzigartig machen. Gerade vom Wasser aus lässt sich die Landschaft besonders gut erkennen. Die spektakuläre Küstenlinie, die weißen Dörfer hoch oben auf den Felsen und die gewaltige Caldera wirken vom Katamaran aus noch viel beeindruckender als an Land.
Der krönende Abschluss war schließlich der Sonnenuntergang vor Oia. Vom Ägäischen Meer aus zu beobachten, wie die Sonne langsam hinter der Caldera verschwindet und die Insel in goldenes Licht taucht, war uuuuuunbeschreiblich schön. Wir haben die Tour übrigens über unseren Reiseveranstalter gebucht. Ich bin mir allerdings sicher, dass die Touren (unabhängig vom Anbieter/Veranstalter) sehr ähnlich aufgebaut sind.
Oia: Hype oder Highlight?
Ich sage es, wie es ist: Die Menschenmassen in Oia sind wirklich der Wahnsinn. Schon als wir mit dem Roller angekommen sind, standen unzählige Reisebusse am Ortseingang und die Menschen schoben sich in langen Schlangen durch die Gassen. Ehrlich gesagt war ich schon leicht überreizt, bevor wir überhaupt etwas von Oia gesehen hatten...

Zum Glück hat sich der Besucherandrang etwas verteilt, sobald wir durch die weißen Gassen gelaufen sind. Natürlich waren viele Menschen unterwegs, aber es war längst nicht so schlimm, wie ich zunächst befürchtet hatte. Dabei kam uns sicher zugute, dass wir am frühen Nachmittag dort waren. Viele Tagesgäste hatten die Insel wieder verlassen, einige Kreuzfahrtschiffe hatten schon wieder abgelegt und wir waren noch knapp in der Nebensaison unterwegs. Im Juli oder August dürfte das Ganze noch einmal deutlich extremer aussehen. Mein Tipp ist deshalb: Wählt den Zeitpunkt eures Besuchs bewusst und verlasst auch einmal die bekanntesten Fotospots. Schon wenige Gassen weiter wird es deutlich ruhiger und ihr könnt den Charme des Ortes viel besser genießen. Lasst dafür eure schönsten Schuhe zu Hause und setzt stattdessen lieber auf festes Schuhwerk. Oia besteht aus sehr sehr viele Treppen und ist zum Teil wirklich steil.


Oia ist zweifellos wunderschön: die weißen Häuser, die blauen Kuppeln und die spektakulären Ausblicke sind genauso beeindruckend, wie man sie von Fotos kennt. Trotz der vielen Touristen bin ich froh, dass wir den Ort besucht haben. Ich kann mir gut vorstellen, dass Oia zum Sonnenaufgang oder am späten Abend, wenn die Tagestouristen verschwunden sind, seinen ganz besonderen Zauber entfaltet. Ich habe mir aber auch immer wieder bewusst gemacht, dass Santorini nicht nur aus Oia besteht. Die Insel hat so viele ruhige, authentische und romantische Ecken zu bieten, die mindestens genauso sehenswert sind.

Fazit: Lohnt sich Santorini?
Wie würde ich Santorini in wenigen Worten beschreiben? Romantisch, entspannt und unglaublich schön, gleichzeitig aber auch touristisch, modern und an manchen Orten ziemlich lebendig. Genau diese Mischung macht die Insel so besonders. Ich finde allerdings, dass man Santorini nicht wirklich beschreiben kann. Man muss die Insel selbst erleben. Man sollte unbedingt auch die ruhigen Ecken entdecken. Genau dort haben wir nämlich das ursprüngliche Santorini kennengelernt und die Insel am meisten genossen ◡̈ Und unbedingt festes Schuhwerk tragen.


Eine Woche empfand ich als die perfekte Reisedauer. Santorini ist eben nicht besonders groß, sodass man genug Zeit hat, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu entdecken und trotzdem noch einige entspannte Strandtage einlegen kann. Als beste Reisezeit würde ich persönlich die Monate April bis Juni empfehlen. Die Temperaturen sind bereits sommerlich, das Meer lädt zum Baden ein und die Insel ist noch nicht ganz so überlaufen wie in den Sommerferien. Restaurants, Strände und Sehenswürdigkeiten lassen sich dann entspannter genießen. Ein kleiner Geheimtipp ist außerdem das Volkan on the Rocks Open Air Cinema in der Hauptstadt Fira. Ein Kino unter freiem Himmel mit einer besonderen Atmosphäre, perfekt für einen lauen Sommerabend. Auch die An- und Abreise hat für uns reibungslos funktioniert. Wir sind mit Aegean Airlines über Athen geflogen und würden diese Verbindung jederzeit wieder wählen ◡̈

Santorini ist weit mehr als die bekannten Postkartenmotive mit weißen Häusern und blauen Kuppeln. Die spektakuläre Natur, die Gastfreundschaft, das hervorragende Essen und die entspannte Atmosphäre abseits der Hotspots haben die Insel für mich zu einem ganz besonderen Reiseziel gemacht ◡̈
Wart ihr schon einmal auf Santorini? Und wohin geht eure nächste Reise? Alles Liebe, Mareike ♥
verwandte Beiträge
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Bitte beachte ab Mai 2018 die neue Datenschutz-Grundverordnung. Mit Absenden eines Kommentars und bei Abonnieren von Folgekommentaren stimmst Du der Speicherung personenbezogener Daten zu.