8 Dinge, die ich in vier Wochen Gewichtsabnahme über mich gelernt habe...

15.01.2018
Nachdem ich von meiner Gewichtsabnahme auf Instagram berichtet habe, bekam ich viele liebe Nachrichten von euch, in denen ihr mich gebeten habt über meine Abnahme zu berichten. Ich habe mir Gedanken gemacht und für mich entschieden, dass ich nichts zu der Art und Weise, wie ich abgenommen habe, erzählen möchte. Ich bin schließlich auch nur eine Laie und möchte absolut nicht mit schlechten Beispiel vorangehen. Und dann auch noch im Internet. Man kann einfach zu viel falsch machen! Davon abgesehen gibt es so viele verschiedene Wege abzunehmen, wovon sich jeder Mensch einen eigenen aussuchen sollte, um Erfolg zu haben. Stattdessen habe ich mich dafür entschieden, über meine Erfahrungen und Erkenntnisse zu berichten, die ich in den vergangenen Wochen machen durfte.


1. Ich habe mich unheimlich unterschätzt.
Ich habe in den letzten Wochen sehr arg mit mir gekämpft und bin dabei vor allem mit meiner Ungeduld angeeckt. Wann purzeln die nächsten Pfunde? Warum bleibt mein Gewicht stehen? Wann geht es endlich weiter? etc. Wenn ich jedoch zurückschaue und an meine oftmals gescheiterten Abnehmversuche denke, dann frage ich mich, wie ich jemals so schwach sein konnte, wo ich doch jetzt so viel erreicht habe. Ohne Vorbereitung. Von jetzt auf gleich. Es bedarf keinen konkreten Plan, sondern einzig und allein Mut, Energie und Willensstärke. Der Glaube an sich selbst kann wahre Wunder vollbringen. Wir zweifeln zu sehr und sollten weniger verunsichert sein.

2. Ich kann auch auf Fleisch verzichten.
Vegetarier werden jetzt die Nase rümpfen, denn: ich esse unheimlich gerne Fleisch. Am liebsten Pute oder Schwein. Nichts geht über ein leckeres Schnitzel mit ein wenig Zitrone. Ich konnte mir zuvor einfach nicht vorstellen, vegetarisch zu leben. Die Alternativen sind nicht gut. Viel zu groß ist der Genuss. Und dann habe ich begonnen abzunehmen! Ich stellte nach drei Wochen fest, dass ich bisher kein einziges Stück Fleisch gegessen habe - und es mir auch nicht gefehlt hat. Ich möchte nach wie vor nicht zur Vegetariern werden, habe aber gelernt, dass ich auch ohne Fleisch leben und essen kann. Vielleicht nicht dauerhaft, aber immerhin über einen langen Zeitraum hinweg. Das war eine sehr, naja, konstruktive Erkenntnis, die ich nicht für möglich gehalten hätte.

Abendessen: frischer Salat mit Sonnenblumenkerne, Lachs und Feta

3. Zucker ist (teilweise) vollkommen unnötig.
Gleichzeitig mit der Erkenntnis, dass ich unbewusst auf Fleisch verzichtet habe, kam die Erkenntnis, dass ich kaum Zucker zu mir genommen habe. Klar, in einigen Lebensmitteln war vielleicht das ein oder andere Gramm enthalten, aber nicht sehr wesentlich oder in einem Ausmaß, wie ich es zuvor gewohnt war. Zucker nehme ich überwiegend durch Obst, also in Form von Fruchtzucker, zu mir. Ich trinke ausschließlich ungesüßten Tee und/oder Wasser. Ein wenig genascht habe ich natürlich trotzdem, aber was kann mir schon eine kleine Hand voll M&M's? Wenn ich dagegen an den ganzen Zucker denke, der in sämtlichen Lebensmitteln steckt, wird mir ganz anders. Es tut überhaupt nicht weh, weitestgehend auf Zucker zu verzichten und ist vor allem auch gar nicht schwer. Anders betrachtet ist es aber unheimlich schwer überhaupt Lebensmittel zu verwenden, in denen kein einziger Gramm Zucker enthalten ist. Leider.

4. Obst und Gemüse habe ich zuvor viel zu wenig gegessen.
Ich achte sehr darauf, dass ich gesund und ausgewogen esse und lege dabei unheimlich viel Wert auf Obst und Gemüse. Obst esse ich wegen des Fruchtzuckers eher weniger, dafür schaufel ich Gemüse in mich hinein, als gäbe es kein Morgen mehr. Und es ist so lecker! Ich esse gerne Salate in verschiedenen Variationen und könnte tatsächlich ausschließlich von Eisbergsalat, Gurken, Paprika, Oliven und Tomaten leben. Ich habe zuvor oft davon gesprochen, dass ich viel Obst und Gemüse esse, aber so unter uns gesagt: das war nichts! Es heißt, man soll täglich etwa 5 Portionen Obst und Gemüse zu sich nehmen, also etwa 400g Gemüse und 250g Obst. Davon war ich wirklich meilenweit entfernt. Asche auf mein Haupt!


5. Ich habe oft über meinen Hunger hinaus gegessen.
Wenn ich mein jetziges, sehr bewusstes Essverhalten mit dem vergleiche, das ich zuvor gehabt hatte, dann alle Achtung! Vor meiner Gewichtsabnahme habe ich nicht unbedingt sehr viel gesessen, dafür aber vollkommen unregelmäßig und ohne jeglichen Hintergedanken. Gerne auch sehr spät abends. Oder aus Langeweile. Uuurgh, wenn ich nur daran denke... Ich habe mich nicht mit dem auseinandergesetzt, was ich mir in den Mund schiebe und hätte - wie bereits gesagt - sehr viel mehr Obst und Gemüse essen sollen. Irgendwann wurden die Portionen immer größer. Eis, Pizza, Chips und co. schmecken natürlich auch. Ich habe ziemlich viel Mist gegessen (beinahe in mich hineingestopft), der bei mir sogar für Magen- und Darmprobleme sorgte, die ich nun nicht mehr habe. Eine Last weniger, die mir die Abnahme beschert hat. Danke, lieber Körper und danke, liebes Ich.

6. Eine Frau schweigt und genießt.
Mit dem Abnehmen ist es beinahe wie mit dem Rauchen. Kündigt man an, dass man abnehmen (oder gar mit dem Rauchen aufhören will) ist ein Scheitern beinahe schon vorprogrammiert. Meistens entstehen dadurch hohe Erwartungen, denen man nicht gerecht werden kann. Die Leute in unserer Umgebung beobachten uns und meinen sich ein Urteil erlauben zu dürfen. Man setzt sich unbewusst unter Druck. Und naja, dann gelingt das Abnehmen vielleicht nicht. Stattdessen habe ich mein "Abnehmprogramm" in den ersten vier Wochen überwiegend mit mir selbst ausgemacht und mich erst dann meinen Freunden offenbart, als ich das für mich erste, große Ziel erreicht habe, fest in meinem Programm steckte und darauf angesprochen wurde. Das Erklären und Rechtfertigen meiner Freunde gegenüber hätte mich sonst trauriger gemacht als die Tatsache, dass ich keinen Erfolg gehabt habe. Meine Familie habe ich dagegen von Beginn an eingeweiht. Sonst wäre eine Ernährungsumstellung wohl kaum möglich gewesen. Wir essen immer alle Mahlzeiten gemeinsam. Sie haben es mir zum Glück sehr einfach gemacht.

Frühstück und Mittag: Rührei, Rührei im Lachsmantel und etwa Brot

7. Mein Körper ist ein Organismus und keine Maschine.
Was war ich teilweise enttäuscht, wenn die Waage mal 200g mehr und dann wieder 200g weniger anzeigte und mein Gewicht konstant war.... Oh je! Mittlerweile ist mir dieses Verhalten etwas unangenehm, denn: mein Körper, genauso wie der eurer, ist ein Organismus und keine Maschine. Während mein Körper also die bisher verlorenen Kilos verarbeitete, stand ich wie eine Zicke, nackt und mit verschränkten Armen auf der Waage. Natürlich braucht der Körper seine Zeit, bis er sich an das verlorene Gewicht, vor allem dann, wenn es schnell ging, gewöhnt hat. Gleichzeitig muss man auch einfach mal selbstreflektieren und darüber nachdenken, was in den vergangenen Wochen evtl. schief gelaufen ist. Keine Panik auf der Titanic, wenn der Körper streikt. Meistens sind dies Signale, die wir total falsch deuten. Bloß nicht alles über Bord werfen.

Mittag bzw. Abendessen: Gemüsepfanne mit Zucchini, Champignons, Zwiebeln, Paprika

8. Viel trinken ist beim Abnehmen sehr wichtig!
Ein Aspekt, um den sich viele Menschen streiten. Und dennoch bin ich mir sicher, dass das viele Trinken mir bei der Abnahme geholfen hat. Vor allem deswegen, weil ich in der Vergangenheit meinen Durst oft als Hunger interpretiert habe und lieber zum Kühlschrank gelaufen bin, anstatt etwas zu trinken. Davon abgesehen, dass ich noch nie eine gute Trinkerin war. Kein Wunder, dass ich Cellulite und trockene Haut habe... Zusätzlich werden Giftstoffe aus dem Körper transportiert. Ich habe ungesüßte Getränke getrunken. Überwiegend Tee und Wasser. Aber Achtung! Aromatisierter Tee enthält auch Kalorien, die sich bei mehreren Litern am Tag - selbst ungesüßt - läppern könnte. Schaut das nächste Mal auf die Liste mit den Nährstoffen und Zutaten. Wer sehr genau sein möchte, sollte lieber auf Kräutertees umsteigen. Pfefferminze, erfrischende Minze und Marokkanische Minze mag ich persönlich sehr gerne. Diese sind (meistens) zu 100% natürlich.

Fazit
Für diese Erkenntnisse bin ich ungemein dankbar. Und ich bin mir sicher, dass ich ohne Abnehmen sicherlich nicht diese Erfahrungen gemacht hätte, sondern weiter mit meinen Gewohnheiten gelebt hätte. Dabei lebe ich aktuell so viel besser und gesünder. Ich habe nach aktuellem Stand 8,1 Kilo in vier Wochen abgenommen. Mir fehlen noch mind. 3,9 Kilo bis zu meinem absoluten Wunschgewicht.  OH-MEIN-GOTT!!! Jeder weitere Kilo, der dann noch purzelt, wäre ein kleiner Traum. Ich gebe nicht auf und bin voll motiviert, mein persönliches Wunsch- bzw. Idealgewicht zu erreichen. Es geht mir hierbei wirklich nicht darum, so schlank wie andere Mädels sein zu wollen. Mir geht es vorrangig um meine Gesundheit. Dass ich es von einem "leichtem Übergewicht" auf "Normalgewicht" geschafft habe, ist ein großer Schritt und hat mich meinem Ziel näher gebracht. Und wenn ich das schaffe, dann könnt ihr das auch schaffen. Habt Mut und unterschätzt euch nicht. Ihr habt keine Ahnung, was in euch steckt! Nehmt die Herausforderung an.

Alles Liebe für Euch, Mareike ♡

2 Kommentare:

  1. Sehr gut, dass du diese Erkenntnisse gemacht hast. Sie sind wichtig für den weiteren Erfolg :) Je früher man sie macht desto besser!

    Liebe Grüße
    Carry von Living the Beauty

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