Akne Update: Die Haut als Spiegel unserer Seele

13.03.2018
Die Mehrheit von euch hat auf Instagram für ein Update zu meiner Akne gestimmt. Dem komme ich super gerne nach, weil sich tatsächlich einiges verändert hat und mich diesbezüglich ein paar Gedanken begleiten, die ich gerne mit euch teilen möchte. Der Stempel, den man als Mensch mit Akne auf der Stirn trägt, ist einfach zu groß ;) Die letzten Wochen und Monate haben mich so einiges gelehrt. 
 
Rückblick Dezember 2017: trockene Haut, Juckreiz, rote Pickelchen
Wenn ihr meinen Beitrag "Ich habe Akne... Symptome, Ursachen und Behandlung" gelesen habt, dann wisst ihr, dass die Anzeichen relativ plötzlich kamen. Ich klagte erst über Juckreiz und Trockenheit am Kinn und stellte dann wenig später fest, dass sich im Wangen- und Kinnbereich viele kleine rote Pickelchen bildeten. Das war im Oktober 2017, nachdem ich aus dem Urlaub kam und meine Haut durch das Wetter, die Sonne und das Klima sowieso etwas verrückt spielte. Ein Grund, warum ich mich nicht verunsichern ließ, sondern darauf vertraute, dass sich meine Haut wieder beruhigen bzw. regenerieren wird. Ich schminkte mich dezenter und verzichtete weitestgehend auf Foundation. Es wurde allerdings nicht besser. Irgendwann wurde meine Haut so schlimm, dass ich mich kaum aus dem Haus traute und mich mit Blick in den Spiegel nicht wiedererkannte. Ich sah furchtbar aus. Letztendlich war es meine Mama, die im Dezember 2017 darauf drängte zum Arzt zu gehen. Gott sei Dank! Meine Ärztin diagnostizierte schließlich Akne. Akne, die nervlich bedingt ist. Ich bekam ein Rezept für das Antibiotika Doxakne in die Hand gedrückt und begann noch am selben Tag mit der Einnahme. Ob die Einnahme meine Hautbild veränderte, möchte ich jetzt berichten.


Was nach der letzten Antibiotika Einnahme passiert ist
Mittlerweile nehme ich Doxakne seit mehr als 4 Wochen nicht mehr ein. Ich mag Antibiotika nicht und habe mich etwas schwer getan. Umso glücklicher war ich, als die Packung endlich leer war. Mit der letzten Einnahme stieg jedoch auch die Angst vor einem Rückfall. Ich fürchtete, dass meine Akne lediglich unterdrückt wurde und nun doppelt und dreifach zurückschlagen könnte, sobald das Medikament abgesetzt wird. Kurz vor der letzten Einnahme war ich nämlich schon recht zufrieden mit meiner Haut. Hier und da gab es noch ein paar einzelne Unreinheiten, aber nicht so wesentlich, wie ich es in den Monaten zuvor erlebt habe. Eine Verbesserung war in jedem Fall zu erkennen. Ohne euch länger auf die Folter zu spannen: meine Haut ist endlich wieder rein. Ich klage weder über Trockenheit, noch über Juckreiz oder Unreinheiten. Dank weiblichen Zyklus gibt es einmal im Monat einen obligatorischen Pickel, dieser ist jedoch nicht der Rede Wert und kein Vergleich zur Akne. Ich fühle mich ungeschminkt richtig wohl. Und das, obwohl ich zusätzlich die Pille seit drei Monaten nicht mehr einnehme. Pille und Akne stehen übrigens in keinerlei Verbindung. Zur Erinnerung: Die Pille habe ich abgesetzt, als ich bereits 2 Monate lang über Unreinheiten und Juckreiz klagte.... Im Nachhinein bin ich also froh, dass ich zum Arzt gegangen bin. Wer weiß, wie weit es gekommen wäre, wenn ich länger gewartet hätte. Davon abgesehen war die Akne mit ihrem Juckreiz einfach ziemlich unangenehm. Ich kann also immer wieder nur an euch appellieren: geht zum Arzt, solltet ihr über Unreinheiten klagen bzw. wechselt gegebenenfalls den Arzt, falls ihr euch nicht Ernst genommen fühlt.


Die Haut als Spiegel unserer Seele
Das Sprichwort "Ich fühle mich nicht wohl in meiner Haut." bekam für mich eine ernsthafte Bedeutung. Ich bin ein sehr sensibler Mensch und vereinbare vieles mit mir selbst. Was andere Menschen mit Schokolade kompensieren können, verarbeite ich für mich ganz allein mit Stillschweigen. Das sind unterdrückte Emotionen und die Angst vor Konfrontation. In mir herrschte eine unglaubliche Unruhe. Das Jahr 2017 gehörte nicht zu meinen besten. Es ist das schwerste Jahr seit langem gewesen und forderte vor allem in der zweiten Jahreshälfte viel Kraft. Unsere Haut ist der Spiegel unserer Seele. Rückblickend ist es also kein Wunder, dass meine Haut zurückschlug und förmlich ausgebrochen ist. Nach meinem ersten Beitrag habe ich mehrere Reaktionen erhalten. Es gab ganz viele liebe Mädels, die mir hilfreiche Tipps gaben, mir Mut machten und von ihren eigenen Erfahrungen berichteten. Das war nicht nur hilfreich, sondern zeigte mir auch, dass ich mit meinen Gedanken und Gefühlen nicht alleine bin. Ich möchte an dieser Stelle aber auch nochmal sagen: Akne wird eben nicht immer durch Kosmetik ausgelöst. Akne hat auch nicht immer dieselben Ursachen oder denselben Verlauf. Jede Haut reagiert anders. Was dem Einen helfen wird, kann dem Anderen schaden. Letztendlich habe ich auf meine Ärztin vertraut, das Antibiotika fleißig eingenommen und unter'm Strich nichts Wesentliches an meiner Schmink- und Pflegeroutine verändert. Wenn mir deswegen Leute entfolgen, dann kann ich das durchaus verkraften. 

Akne cosmetica vs. Akne durch Psyche
Für mich war wichtig, dass ich mit meinem Handeln im Reinen bin, mich an die Behandlung halte und nicht plötzlich beginne, alles zu hinterfragen, weil Leute die Schuld allein bei mir sehen. Letztendlich wusste ich ja durch das Gespräch mit meiner Ärztin, welche Ursachen meine Akne hatte und das dies nicht in Verbindung mit Kosmetik steht. Teilweise macht es mich aber wirklich wütend, dass Frauen mit Vorliebe für Kosmetik als alleiniger Verursacher für Akne abgestempelt werden. Na klar, es ist so viel einfacher die Ursache in der Nutzung von Kosmetik zu finden, anstatt sich ernsthaft damit auseinanderzusetzen, dass Akne eine Hautkrankheit ist, dessen Ursache auch einen psychologischen Ursprung haben kann. Deswegen möchte ich euch an dieser Stelle bitten, nicht direkt voreingenommen zu sein, sobald ihr Menschen mit Akne begegnet. Niemand kennt ihre Geschichte. Mittlerweile bin ich wieder etwas mehr im Reinen mit mir, was nicht zuletzt auch an meiner Gewichtsabnahme liegt. Ich fühle mich gut und wohl in meiner Haut, auch wenn die Probleme um mich herum nicht besser oder gar einfacher werden. Dazu schreibe ich euch aber zu gegebener Zeit gerne ein neues "Life Update", wenn ihr Interesse habt. 

Habt ihr schon einmal Erfahrungen mit Akne gemacht?
Alles Liebe für Euch, Mareike ♡

Kommentare:

  1. Das ist ja wirklich schade, dass es solche Reaktionen auf deinen letzten Akne-Post gab! Ich denke auch, dass es verschiedene Ursachen für Akne gibt und man muss eben, wie du, die Ursachen mit einem Arzt absprechen... Jeder Körper ist eben anders. Ich bekomme meistens richtig fiese Pickel wenn ich Schmerztabletten einnehme oder Schokolade esse und das ist bei den meisten Leuten nicht so, trotzdem kann ich quasi die Uhr danach stellen, dass danach bei mir Pickel kommen... Akne habe ich zum Glück nicht. Wie schön, dass du dich wieder wohl in deiner Haut fühlst!

    Viele liebe Grüße,
    Katharina von lovelybeautyxoxo.blogspot.de

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  2. An den Reaktionen hat mich lediglich geärgert, dass Akne über einen Kamm geschert wurde. Davon abgesehen, dass ich in Behandlung war und wusste, was meine Haut in den nächsten Wochen und Monaten am besten gebrauchen kann. Meinen Ursachen entsprechend und nicht basierend auf Vermutungen. =/

    Auf Schmerztabletten reagiert meine Haut auch empfindlich, wohingegen sich Schokolade (oder allgemein Ernährung) nicht sonderlich darauf auswirkt.

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  3. Ich hatte mit 12 - 14 Jahren auch ganz schlimme Hautprobleme, da kam dann immer das Vorurteil von mangelnder Hygiene, ich solle mich waschen. Dass es damit gar nichts zu tun hatte, wusste aber keiner. Mittlerweile ist meine Haut in Ordnung, dann und wann habe ich mal mit Ausbrüchen zu kämpfen, aber das ist in meinem Alter auch nicht ungewöhnlich :) Es freut mich aber sehr für dich, dass deine Haut wieder so rein geworden ist und du wieder so strahlen kannst! <3

    Liebe Grüße,
    Rica von Ivory Beauty

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  4. Schön zu hören liebe Mareike ♡
    Ich persönlich musste noch keine Erfahrungen mit Akne machen, mein Hautbild ist stabil - eine Mischhaut mit öliger T-Zone und trockenen Stellen im Winter. Ab und an schleicht sich ein Pickelchen an aber das bringt mich nicht aus der Reihe.

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  5. Das schlimmste an Akne ist, dass man als unhygenisch abgestempelt wird. Ich hatte bis zu meinem 16. Geburtstag keine Hautprobleme und dann fing es an. Der Wangenbereich war bis zum Hals voll mit kleinen roten Pickeln, die sich natürlich nicht richtig abdecken liesen. Jeder meinte "nimm doch ein stärkers Waschgel" "du musst die Haut besser reinigen" usw. Erst Jahre später hab ich verstanden, dass genau diese Sachen und Produkte meiner Haut mehr geschadet haben als alles andere. Ich nahm damals eine sehr starke Creme vom Hautarzt, die die Akne aber nur eindämmte und nach absetzen sofort zurück kam. Am Ende hab ich es durch eine super tolle Kosmetikerin und reizarmer Pflege in den Griff bekommen.

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  6. Schön, dass es dir mittlerweile auf jeden Fall besser geht und dass du nochmals einen so aufklärenden Bericht geschrieben hast. Viel zu schnell verurteilt man oder wird wegen irgendwas verurteilt, ist ja leider oftmals so. :) Bei mir lag es aber tatsächlich an der Kosmetik, einen Arzt habe ich nie aufgesucht. Da ich es durch meine Kosmetikerin und mit der richtigen Pflege in den Griff bekommen habe. :)

    Liebst Elisabeth-Amalie von Im Blick zurück entstehen die Dinge

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