Books: Wenn gestern unser morgen wäre von Kristina Moninger

Ihr Lieben, ich habe eine Rezension für euch. Ich habe die epub Version von "Wenn gestern unser morgen wäre" kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen und über iBooks gelesen. Warum ich euch das erzähle? Weil es erstaunlich gut funktioniert hat. Ich habe noch nie zuvor ein Buch über iBooks gelesen, bin aber mit markieren und Notizen machen super zurecht gekommen. Probiert das ruhig mal aus, wenn ihr es noch nicht getan habt! Ich bin positiv überrascht.

darum geht's in dem Buch
 Sara hat innerhalb weniger Tage so ziemlich jeden Fehler begangen, den sie begehen konnte. Mit scheinbar kleinen, aber ausschlaggebenden Entscheidungen hat sie in ihrem Leben so eine Kettenreaktion in Gang gesetzt, die sie gerne wieder rückgängig machen würde. Als sie inmitten dieses Chaos ausgerechnet Matt vors Auto läuft und wenig später im Krankenhaus aufwacht, ist plötzlich nichts wie zuvor. Die Uhren wurden zurückgedreht und all das, was in der Woche vor dem Unfall passiert ist, scheint ungeschehen. Sara hat nun die unbezahlbare Möglichkeit, die wichtigsten Tage ihres Lebens noch einmal neu zu erleben. Um endlich alles richtig zu machen.


Autorin: Kristina Moninger
Erscheinungsdatum: 28. Juni 2017
Seitenanzahl: 300

Zu den wichtigsten Protagonisten


Sara Hendrich: Sara ist bald dreißig und wohnt in einer Wohnung über einer Kneipe. Sie ist seit 5 Jahren mit Oliver zusammen und hat feste Prinzipien im Leben. Außerdem ist sie ein professioneller, korrekter Mensch, eine Perfektionistin. Fehler macht sie keine... Sara hat ein länglich ovales Gesicht, kinnlanges braunes Haar und eine herzförmige Oberlippe. Auch wenn sich Sara und Oliver hervorragend verstehen und sie sich in ihren Interessen scheinbar ergänzen, geht es in ihrer Beziehung nicht richtig vorwärts. Emma und Lutz sind Saras Geschwister. Während Sara und Emma ein eher oberflächliches Verhältnis zueinander haben, gab es zwischen Sara und Lutz niemals Konkurrenz. Sara trifft auf Matt und ist von seiner "Clark-Gable" Kerbe im Kinn und seinem "Rhett-Buttler" Blick sofort angetan, will sich das aber nicht eingestehen.

Matthias Walser: Matt ist das komplette Gegenteil von Spießer-Olli und Teilhaber der Kneipe, über die Sara ihre Wohnung hat. Er hat Locken, die von seinem Kopf abstehen, interessante grüne Augen und einen forschen Blick. Er trägt einen Dreitagebart und hat große, warme Hände. Matts Stimme ist dunkel, kratzig und melodisch. Seine Hände reibt er immer an seiner zerrissenen Jeans. Außerdem hat er mehrere Schwestern. Matt starrt Sara im Treppenhaus immer an und ist sofort fasziniert von ihr. Er kümmert sich um Sara und ist zu jeder Zeit für "sein Mädchen" da. 

Oliver Meingart: Oliver ist Anwalt und der Freund an Saras Seite. Sie wohnen nicht zusammen und Oliver hat auch keine Eile, Sara zu heiraten. Er mag intime Liebesbekundungen vor Leuten nicht. Außerdem ist er 15 cm größer als Sara und hat ein einnehmendes Lächeln. Oliver ist sehr auf sein Äußeres bedacht und immer gut gestylt. Ein sportlicher Typ, wenn auch etwas schlaksig. Ich habe ihn im gesamten Verlauf der Geschichte als sehr langweilig und spießig empfunden. Oliver versteht sich mit Saras Mutter, Karoline Hendrich, weitaus besser, als es Sara selbst tut. Kein Wunder: beide sind stets darauf bedacht, den Schein nach außen aufrecht zu erhalten. 

Emma Jacobi: Emma nimmt im gesamten Buch eine sehr entscheidende, wichtige Rolle ein. Sie hat ein blasses, kantiges Gesicht, glatte braune Haare und stechend blaue Augen. Ihren Mann Stefan hat sie mit 28 geheiratet. Gemeinsam leben sie in einer Eigentumswohnung. Sara beschreibt ihre Schwester als "ein einziges Prinzip auf zwei Beinen". Emma ist perfekt und Sara immer einen Schritt voraus. Die beiden Schwestern können es meist kaum erwarten, wieder getrennte Wege zu gehen und pflegen ein eher oberflächliches Verhältnis zueinander. Das wird sich aufgrund der Umstände jedoch ändern.

Meine Meinung
Abgesehen vom wunderschönen Cover, das perfekt zum Inhalt des Buches gestaltet ist, ist "Wenn gestern unser morgen wäre" ein unheimlich gelungenes Buch. Ich hatte Sorge, dass die Geschichte von Sara letztendlich dem Cover unterliegt, habe aber schon schnell festgestellt, dass dies nicht der Fall ist. Das Buch ist warmherzig, ehrlich, humorvoll und tiefgründig und hat meine Sicht auf gewisse Dinge ziemlich verändert. Kristina Moninger hat es geschafft, ein in der Gesellschaft umstrittenes Thema in die Geschichte einzubringen, das zum Denken anregt, ohne dass man das Gefühl hat, eine Meinung auf's Auge gedrückt zu bekommen. Ich bin absolute Realistin und bin durch „Wenn gestern unser morgen wäre“ ins Träumen geraten. Anfangs habe ich Sara um ihre zweite Chance sehr beneidet. Im Laufe der Geschichte wollte ich jedoch nicht immer in ihrer Haut stecken. Während ich Sara anfangs noch als unheimlich naiv und egoistisch eingeschätzt habe, hat sie im Laufe der Geschichte eine enorme Entwicklung durchlebt. Ich habe mit "Wenn gestern unser morgen wäre" gelacht und gegrübelt und war schließlich sehr traurig, als ich das Buch nach zwei Tagen beendet hatte. Es ließ sich flüssig lesen und war weder langatmig noch sehr vorhersehbar. Ich habe die Geschichte von Sara förmlich in mich aufgesaugt. Vielleicht, weil sie sich von anderen sehr stark abhebt und irgendwie besonders ist. Ich habe bisher kein Buch dieser Art gelesen. Die Personen sind von Kristina Moninger sehr ausführlich beschrieben, sodass man von ihnen ein lebhaftes Bild vor Augen hat. Alles sehr interessante Charaktere, die mal mehr und mal weniger sympathisch sind, aber die Geschichte zu der machen, die sie ist. Außerdem gibt es einige tolle Zitate, die ich mir abgetippt und angepinnt habe. Wertvolle Botschaften, die die Autorin den Lesern mitgibt. Das hinterlässt den tollen Eindruck eines Buches, das zugleich auch ein Ratgeber ist/sein könnte.

Die schönsten und besten Zitate

  • „Leben ist gefährlich oder langweilig. Entweder lebst du mit allem Drum und Dran oder du existierst eben einfach nur. Die Entscheidung triffst du selbst.“ 

  • „Wonach bemisst sich Glück? Nach den großen Fragen um Geld, Erfolg und Sicherheit oder ist es viel mehr die Summe von kleinen, alltäglichen Dingen? Was macht glücklicher? Das Wissen um sichere Zuneigung oder die Ruhelosigkeit von Leidenschaft und Liebe?“

  • „An jedem einzelnen Tag in unserem Leben geht es um Entscheidungen. Immer um Entscheidungen. Um kleine, um große, um dringende, um aufgeschobene … um Entscheidungen, die klein erscheinen und unser ganzes Leben auf den Kopf stellen.“ 

  • „Es gibt keinen roten Faden, dem du zwanghaft folgen musst. Manchmal muss man die Fäden einfach durchschneiden, um festzustellen, dass einen das viel glücklicher macht.“ 

  • „Du suchst nur nach Sicherheit und springst dabei mit Scheuklappen geradewegs über all die Schönheit und Freude von Kurzweiligkeit.“ 

  • „Gewissheit sagt nichts über unser Bauchgefühl, nichts über die Liebe, zu der wir fähig sind, nichts darüber, ob unsere eine Entscheidung glücklich macht oder nicht.“ 

  • „Der Wert eines Lebens liegt auf einer Waageschale gegen den Wert einer Entscheidung.“ 

  • „Vielleicht sind manche Fehler dazu da, um gemacht zu werden. Vielleicht sind manche Fehler nur gut, um sie bei der nächstmöglichen Chance zu vermeiden. Vielleicht gibt es auch Fehler, die uns selbst von großem Nutzen sind. Aber ganz sicher gibt es Fehler, die man niemals machen darf.“ 

  • "Wissen Sie, mit dem Vergessen ist es wie mit dem Herbst. Wenn die Blätter erst einmal heruntergefallen sind, kommen sie nicht wieder zurück an den Ast. Der Unterschied zwischen mir und dem Herbst ist nur, dass es für meine Birne keinen Frühling mehr geben wird.“

Alles Liebe, Mareike

CONVERSATION

2 Meinungen:

  1. Uiuiui, das klingt aber gut! Ich mag ja solche Zitate sehr gern und schreibe mir sowas total gern raus. :D

    Liebst Elisabeth-Amalie von Im Blick zurück entstehen die Dinge

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  2. Vielen lieben Dank für die wunderbare Rezension zu meinem Buch! Ich fühle mich sehr geehrt und habe mich total gefreut, eine so schön geschriebene Bewertung zu "Wenn gestern unser morgen wäre" lesen zu dürfen! Herzliche Grüße, Kristina Moninger

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