1000 Fragen an mich selbst #7 Was hat dir am meisten Kummer bereitet?

28.02.2020
Wisst ihr, ich bin richtig doll bemüht, die einzelnen Fragen von "1000 Fragen an mich selbst" sehr offen und ehrlich und möglichst ausführlich zu beantworten. Das gelingt mir bisher ziemlich gut. Manchmal ertappe ich mich beim Tippen dabei, dass ein paar meiner Antworten viel zu viel Raum für Spekulationen bieten. Dann überdenke ich das Geschriebene und formuliere eine aussagekräftigere Antwort. Es ist wirklich nicht einfach, genau in sich hineinzuhorchen und ehrlich zu sein, wenn man es gewohnt ist, unangenehmen Fragen aus dem Weg zu gehen...

In Teil 7 schreibe ich über ein Leben nach dem Tod, über Kummer, Musik, meine bisher größte Anschaffung und zweite Chancen.

  • Glaubst du an ein Leben nach dem Tod? 
Ich weiß es nicht. Ich denke viel darüber nach, aber eine wirklich gefestigte Meinung habe ich nicht. Andererseits macht es mich richtig wütend, wenn Menschen behaupten, es gäbe kein Leben nach dem Tod. Als würde man einfach verpuffen... Merkwürdig oder? Das geht doch gar nicht! Zumindest die Seele muss doch über Menschen, die man geliebt hat, wachen. Oder etwa nicht? Puuuh, schwieriges Thema. 

  • Auf wen bist du böse? 
Jetzt gerade? Aktuell? Auf niemanden. Es ist alles im Lot. Wobei.... Mir ist gerade ein kleiner Fehler unterlaufen, den ich hätte vermeiden können, wenn ich achtsamer gewesen wäre. Ich bin also gerade auf mich selbst böse. Ziemlich blöd, weil ich niemand anderen für meine eigenen Fehler verantwortlich machen kann ;-)

  • Fährst du häufig mit öffentlichen Verkehrsmitteln? 
Nein, absolut nicht. Das hat sich im letzten Jahr sehr stark verändert. Ich nutze die öffentlichen Verkehrsmittel nur noch dann, wenn der Weg zu weit ist, um ihn zu Fuß gehen zu können. Ich fahre nur noch selten Auto, laufe stattdessen sehr viel und fahre mit dem Fahrrad, wenn es das Wetter erlaubt. Ich vermisse das Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln auch üüüüberhaupt nicht: keine Verspätungen, keine unnötigen Wartezeiten, keine überfüllten Bahnen oder Busse, keine  schwitzenden Menschen, keine Bakterienschleuder. 
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  • Was hat dir am meisten Kummer bereitet? 
Das letzte Wochenende hat mir zuletzt sehr viel Kummer bereitet. Ich habe richtig doll geweint und war froh, meinen Freund an meiner Seite zu haben, der mein Anker in jeder Lebenslage ist, mich stärkt und aufbaut. Dazu kam, dass in der Nacht von Sonntag auf Montag einer der beiden Hunde überraschend verstorben ist. Alles war plötzlich anders. Das ging einfach viel zu schnell.

Ansonsten war es natürlich der Tod meiner Oma, der mir am meisten Kummer bereitet hat (und es teilweise immer noch tut). Manchmal glaube ich, dass ich ihren Tod fast zwei Jahre später immer noch nicht verarbeitet habe. Wenn ich an meine Oma denke, dann lächel ich. Oft weine ich aber auch. 

  • Bist du das geworden, was du früher werden wolltest? 
Nein. Ich bin noch sehr viel mehr geworden. Mein Beruf erfüllt mich zu 100%. Ich werde von meinem Chef und meinen Kollegen geschätzt, habe Freude und komme nach jedem Tag, nach jedem Wochenende und nach jedem Urlaub gerne ins Büro. Ich wachse mit meinen Aufgaben und der Verantwortung, die man mir überträgt. 

Ich wollte ganz zu Beginn irgendwann einmal Kindergärtnerin oder Lehrerin werden. Später fand ich dann den Beruf der Bankkauffrau oder Rechtsanwaltsfachangestellten spannend. (Meine Eltern haben mich dabei zu keinem Zeitpunkt beeinflusst.) Letztendlich bin ich Bürokauffrau geworden, weil es mit dem Abi nicht geklappt hat. Und es war genau so richtig. Manchmal muss man im Leben eben kleine Umwege gehen, um ans Ziel zu kommen.

  • Zu welcher Musik tanzt du am liebsten? 
Gute Frage! Im ersten Moment hätte ich geantwortet: Zu Musik, die mir persönlich gerade am besten gefällt. Mein Musikgeschmack ist sehr vielfältig. Nur Schlager und Klassik mag ich nicht. Dabei ist es für mich zusätzlich wichtig, dass ich mich gut zur Musik bewegen kann, was bei Apache z.B. nicht der Fall ist, haha. 

Sagen wir mal so: Ich muss die Musik fühlen. Dann kann ich auch dazu tanzen ;-)

  • Welche Eigenschaft schätzt du an einem Geliebten sehr? 
Ich schätze es sehr, wenn es mein Partner schafft, mich zum Lachen zu bringen, mich aufzubauen, mich zu inspirieren und mir seine vollste Aufmerksamkeit zu schenken. Auch schätze ich es, wenn mein Partner ehrlich mir gegenüber ist - ganz egal, in welcher Angelegenheit: ihm gefällt mein Oberteil z.B. nicht oder er ist in einer bestimmten Sache anderer Meinung. (Übrigens finde ich das Wort "Geliebten" in dieser Frage ziemlich unpassend...) 

  • Was war deine grösste Anschaffung? 
Mein iPhone Pro Max wahrscheinlich... Oder meine Apple Watch. Vielleicht aber auch mein iMac oder mein MacBook? Wie dem auch sei: Alle Apple Geräte möchte ich in jedem Fall nicht mehr missen. Sie sind ihr Geld absolut wert und ich bereue keinen Cent, den ich investiert habe!

Da fällt mir gerade ein.... Meine größte Anschaffung war wohl mein erstes eigenes Auto, das ich im Oktober 2019 verkauft habe.

  • Gibst du Menschen eine zweite Chance? 
Kommt ganz darauf an, warum es einer zweiten Chance bedarf. Es gibt immer Gründe. Ich bin oft sehr konsequent - teilweise auch nachtragend -, lasse mich aber auch gerne zu einer zweiten Chance hinreißen, wenn ich damit fein bin. Ich höre auf mein Gefühl und achte auf das, was mir gut tut - oder eben nicht gut tut. 

  • Hast du viele Freunde?  
Wie wird denn gemessen, ob jemand viele Freunde hat oder nicht? Also, im Ernst jetzt! Wann habe ich viele Freunde und wann wenig? Gibt es einen "Richtwert"? Wenn ich genauer darüber nachdenke, dann glaube ich, dass ich viele Bekannte, aber nur wenig Freunde habe. Zu meinen Freunden zähle ich Personen, bei denen ich sein kann, wie ich bin. Personen, denen ich mich öffne und anvertraue. Das schafft nicht jeder.

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