Meine Apple Watch Series 5: Kosten, Look, Vorteile und Nachteile

08.04.2020
Seit Anfang Dezember 2019 bin ich im Besitz einer Apple Watch. Genauer gesagt einer Apple Watch Series 5. In diesem Beitrag möchte ich über meine ersten Eindrücke und Erfahrungen schreiben und Euch verraten, warum ich von einer FitBit Versa zu einer Apple Watch umgestiegen bin; welche Unterschiede es gibt und ob sich der Wechsel für mich gelohnt hat. Dieser Beitrag war sehr aufwendig, weshalb ich um Euer Verständnis bitten möchte, falls etwas nicht verständlich sein sollte oder für Euch vielleicht relevante Infos fehlen. Im Notfall hinterlasst mir Eure Frage(n) gerne in den Kommentaren, ich werde sie selbstverständlich beantworten! :-) 


Warum ich von einer FitBit Versa zur Apple Watch gewechselt bin
Ich möchte mit der ersten und gleichzeitig der mir am meisten gestellten Frage beginnen: Warum bin ich nach nur sechs Monaten von einer FitBit Versa zur Apple Watch gewechselt? 
In meinem Beitrag zur FitBit Versa habe ich schon einmal erwähnt, dass es hilfreich ist, sich vorab die Frage zu stellen, wonach man genau sucht. Möchte ich eine Smartwatch oder suche ich eine Fitnessuhr? Ich habe mich vor sechs Monaten ganz klar für eine Fitnessuhr entschieden. Diese Entscheidung bereue ich nicht, auch wenn sich meine Meinung im Laufe der Zeit geändert hat... Tatsächlich war es so, dass ich irgendwann so sehr zufrieden mit meiner FitBit Versa war, dass ich nach mehr als "nur" einer Fitnessuhr gesucht habe. Oder anders gesagt: Ich habe den Hals nicht voll genug bekommen ;-) Nein, im Ernst! Zusätzlich war die Apple Watch natürlich auch deswegen für mich interessant, weil ich überzeugte Apple Nutzerin bin und die Uhr mit all meinen anderen Apple Geräten kompatibel ist. Letztendlich überzeugt hat mich aber ein Test der "Stiftung Warentest", in dem die Apple Watch Series 5 als die Smartwatch ausgezeichnet wurde, die die zuverlässigsten Werte in Punkto Aktivität misst.

Apple Watch: Wähle deinen eigenen Look!

Größe/Gehäuse
Mit einem einfachen Kauf ist es bei Apple nicht getan. Das wäre ja gelacht ;-) Ich habt u.a. die Möglichkeit, die für Euch passende Gehäusegröße zu wählen. Bei einem schmalen Frauenhandgelenk empfinde ich 40mm als vollkommen ausreichend. Mögt ihr es dagegen groß und klobig, könnte Euch das 44mm Gehäuse gefallen. Im Notfall schaut Euch die Gehäuse am besten vor Ort in einem Apple Store an und probiert sie am Handgelenk aus. (ACHTUNG: Gut möglich, dass bei der Auswahl an Größen der Gehäuse zwischen den jeweiligen Apple Watch Modellen unterschieden wird. Ich spreche in meinem gesamten Beitrag ausschließlich von der Apple Watch Series 5.)

Ich habe mich ohne großes Zögern direkt für das 40mm Gehäuse entschieden und diese Entscheidung bis zuletzt nicht bereut. Im Gegenteil: ich empfinde die Größe als genau richtig für mich. Zum Vergleich: das Gehäuse ist minimal größer als bei der FitBit Versa. Die genauen Abmessungen für das 40mm Gehäuse lauten:

  • Höhe: 40 mm
  • Breite: 34 mm
  • Tiefe: 10,74 mm
  • Gehäuse (GPS): 30,8 g
  • Gehäuse (GPS + Cellular): 30,8 g

Material
Die Entscheidung in Punkto Material sollte gut überlegt es. Ich habe mir vorab viele Gedanken gemacht und letztendlich beschlossen, dass ich nicht am Material sparen möchte. Dass ich kein günstiges Material wählen werde, nur um die Kosten möglichst gering zu halten. Ich behaupte, dass die Frage nach dem richtigen Material beinahe entscheidend für die Lebensdauer einer Apple Watch  ist (billiges Material = sehr kratzempfindlich; hochwertiges Material = weniger kratzempfindlich).  Ein Armband ist schnell und vergleichsweise günstig ersetzt. Ist das Gehäuse aber erstmal beschädigt und/oder zerkratzt, kann es  richtig teuer werden.... Ihr könnt wählen zwischen 

  • Aluminum, Edelstahl und Titan 

Mir war das Material vor allem in Punkto Gehäuse extrem wichtig. Ich habe mich für das Edelstahlgehäuse entschieden, das den Wert meiner Uhr noch einmal richtig steigen lassen hat. 

Armband
Auch bei der Wahl des passenden Armbands gilt Obacht! Vorrangig geht es dabei um den Nutzen, den ihr für Eure Apple Watch vorgesehen habt. Leder, Aluminum, Milanaise und Glieder Armbänder z.B. sind äußerst schlecht bei sportlichen Aktivitäten geeignet. Dennoch habe ich meine Apple Watch auch für den alltäglichen Gebraucht vorgesehen...

Ihr könnt zwischen folgenden Armbändern wählen:

  • Sportarmband, Sport Loop, Leder, Aluminium, Gliederarmband und Milanaise Armband

Bei meinem Apple Watch Kauf habe ich mich direkt für zwei Armbänder entschieden: für das Sportarmband für 49,00€, das ich zu Hause und während meiner Workouts trage. Für das Gliederarmband für 349,00€, das ich im Alltag und zu schicken Anlässen trage. Ich konnte von Beginn an je nach Bedürfnis die Bänder wechseln und war mit dieser Entscheidung von Beginn an sehr zufrieden. Die Sportarmbänder werden mit Teilen in den Größen S/M und M/L geliefert, sodass jeder sicher sein kann, dass das Armband auch wirklich an das eigene Handgelenk passt. Übrigens bekommt ihr bei Amazon (und überall woanders im www) zahlreiche Armbänder für Eure Apple Watch angeboten, die zum Teil günstiger als Apples Originalprodukte sind. Bei www.huellendirekt.de habe ich beispielsweise ein blaues Lederarmband bestellt, das sich einwandfrei wechseln und tragen lässt. Dennoch versuche ich vorrangig auf Originalprodukte zurückzugreifen... Die hohe Qualität ist das größte Argument. Erst gestern habe ich mich für den Kauf des Milanaise Armbands in gold für 99,00€ entschieden. Insgesamt habe ich also vier Armbänder für meine Apple Watch. Ich mag es, wie flexibel ich dadurch bin.


Wenn Euch keine der Kombinationen gefällt, dann könnten Euch vielleicht die Nike- und Hermes-Modelle gefallen.

GPS oder GPS + Cellular?
GPS + Cellular ist nur dann interessant für Euch, wenn ihr auch ohne iPhone mit der Apple Watch verbunden bleiben wollt. Bei GPS + Cellular ist eine (nicht wechselbare) eSIM-Karte verbaut, mit der man direkt (und nicht nur über WLAN oder ein verbundenes iPhone) Internet empfangen kann.  Auch das Telefonieren, Empfangen und Senden von Nachrichten ist möglich, ohne dass ihr dabei auf das iPhone angewiesen seid. Der Akkuverbrauch könnte zugleich leicht höher sein.

Ansonsten reicht aber GPS vollkommen aus. Die Apple Watch wird mit Eurem iPhone und WLAN verbunden sin und ermöglicht somit den Zugang zum Internet. 

Meine Wahl fiel auf GPS + Cellular. Ich wollte mir die Frage schlichtweg offen lassen, ob ich zu einem späteren Zeitpunkt nicht vielleicht doch mit meiner Uhr Telefonieren und Nachrichten senden möchte. Tatsächlich habe ich mir nur wenige Wochen später eine eSIM über die Telekom beschafft. Das ging ganz easy und problemlos. Für mich war das in der Hinsicht ein Vorteil, dass ich nicht zu jeder Zeit mein Handy bei mir tragen muss, um Nachrichten zu lesen und Anrufe zu empfangen. Dringend weiterempfehlen würde ich es aber nicht unbedingt. Wie gesagt: GPS reicht vollkommen aus.

Meine Apple Watch Series 5: Kosten, Gehäuse, Armband
Ich habe mich also für ein 40mm Edelstahlgehäuse in silber mit einem Edelstahl Gliederarmband entschieden. Zusätzlich habe ich mir bei meiner Bestellung direkt ein Sportarmband in schwarz bestellt. Insgesamt habe ich für meine Apple Watch mit Gliederarmband und Sportarmband insgesamt 1098,00€ bezahlt. Und ich bin es leid, mich ständig dafür rechtfertigen zu müssen. 

Lieferumfang
Im Lieferumfang enthalten waren ein Gehäuse aus Edelstahl, ein Gliederarmband aus Edelstahl, ein Sportarmband in schwarz, ein magnetisches Ladekabel und ein 5W USB Power Adapter. Im Vergleich zum Lieferumfang der FitBit Versa hat es mir also an nichts gefehlt. Ihr erinnert Euch vielleicht? Die FitBit Versa wird ohne Adapter geliefert, was mich bis zuletzt sehr geärgert hat. 


Die Einrichtung der Smartwatch und der erste Eindruck am Handgelenk
Gehäuse und Armband müssen vor der Einrichtung erst einmal eingerastet werden, bevor ihr die Uhr als genau solche auch verwenden könnt. Im Anschluss werden Apple Watch und iPhone mithilfe einer Bluetooth Verbindung gekoppelt. Danach erfolgt die Einrichtung über die "Watch" App. Dieser Prozess, mit allen relevanten Daten, die übertragen werden müssen, dauerte etwa 30 bis 45 Minuten. Die Smartwatch muss vor dem ersten Tragen auf jeden Fall über das magnetische Ladekabel geladen werden. 

Der erste Eindruck war schon ziemlich beeindruckend. So ganz ohne Armband wirkt das Gehäuse der Apple Watch beinahe wie ein Mini Computer, der mindestens genauso viele Daten speichern kann, wie auf dem iPhone sind. Wow! Abgesehen davon, dass die Uhr insgesamt einfach echt edel und smart am Handgelenk aussieht. Sie kann durchaus mit Uhren von Michael Kors, Fossil und co. mithalten. Das hatte ich ehrlich gesagt nicht erwartet, auch wenn es einer Smartwatch natürlich irgendwie ähnlich sieht. Wenn ich mich Leuten unterhalte, habe ich oft das Gefühl, dass ihr Blick erst auf meiner Apple Watch haften bleibt, dieser dort kurz verweilt und dann erst zu meinen Augen findet. Die Apple Watch ist unumstritten ein Blickfang. Nicht zuletzt auch, weil sie sicher als Statussymbol gilt...

Die Apple Watch ist am Handgelenk etwas schwerer als die FitBit Versa und fühlt sich dadurch zugleich direkt viel hochwertiger an. Mittlerweile habe ich mich an das "Gewicht" an meinem Handgelenk gewöhnt.

Digital Crown statt schwer gängige Tasten
Was mir an der Apple Watch Series 5 im Vergleich zur FitBit am besten gefällt? Ganz klar die Digital Crown! Das schicke Rädchen am Gehäuserand hat umfangreiche Funktionen und dient vorrangig der Bedienung Eurer Uhr. Digital Crown lässt sich nach Belieben drehen. Mit Druck auf das Rad wird die Uhr entsperrt. Man gelangt direkt ins Icons-Menü. Die Apple Watch Series 5 wird ansonsten  mit Touch, über die kleine Seitentaste oder über die App auf dem iPhone bedient.

Die druckempfindlichen Tasten am Gehäuserand waren es nämlich, die mich an meiner FitBit Versa am meisten gestört haben. Ganz egal, ob beim Sport oder im Alltag: Ständig wurde dadurch unabsichtlich irgendeine Aktion ausgelöst, was teilweise echt nervig war... Das Problem gehört nun der Vergangenheit an. 

Das Wechseln der Armbänder 
Das Wechseln der Armbänder funktioniert ziemlich gut. Dafür schiebt man den dafür vorgesehenen Teil des Armbands einfach in die Halterung des Gehäuses. Ich hatte anfangs etwas Sorge, das Gehäuse könnte schnell wieder rausrutschen. Mittlerweile weiß ich, dass das nicht möglich sein wird. Das Gehäuse sitzt sicher im jeweiligen Armband.

Das Wechseln des Gliederarmbands ist allerdings etwas umständlicher. Ich öffne den Verschluss, löse erst ein Glied heraus, wodurch das Armband beweglicher wird, und schiebe es dann von beiden Seiten aus der Halterung. Beim Einsetzen ist es dasselbe, nur umgekehrt: Ich schiebe die beiden Teile des Armbands in die Halterung, verbinde die Glieder und schließe den Verschluss. Mit ein wenig Übung wird das Wechseln zum Kinderspiel.

Ich musste übrigens schnell feststellen, dass mir diese Art der Haltung wesentlich angenehmer erscheint als bei der FitBit Versa. Die Armbänder der FitBit Versa verfügen über ganz kleine Pins, die in das Gehäuse eingerastet werden. Menschen mit großen Händen stoßen dabei sicherlich an ihre Grenzen. Ich selbst habe das immer als sehr fummelig empfunden.

Always-On Retina Display
Meine alte FitBit Versa und die Apple Watch Series 5 unterscheiden sich aber nicht nur in ihrer Bedienung - auch das Display ist bei der Apple Watch ein anderes. Es ist so viel besser und angenehmer! Es handelt sich dabei nämlich um einen so genannten Always-On Retina Display. Apples Werbeslogan dafür lautet: "So schön, dass du den ganzen Tag draufgucken kannst" Und ich kann das absolut bestätigen. Das Display ist grandios! Gestochen scharf und kontrastreich. Es ist (wie der Name verrät) ständig aktiviert, wird lediglich etwas dunkler, wenn man das Handgelenk senkt.  Das ermöglicht jederzeit einen guten Blick auf die Uhrzeit, den Aktivitätsstatus und Benachrichtigungen. Allerdings leidet die Akkulaufzeit aber natürlich sehr. Nähere Infos dazu folgen gleich. 

Die Fitbit Versa dagegen hat "nur" auf Bewegung und Berührung reagiert. Anderenfalls blieb der Display aus, was manchmal schon recht nervig war, wenn man schnell die Uhrzeit wissen wollte.

Die Akkulaufzeit und das Laden
Die Akku Laufzeit für die Apple Watch Series 5 beträgt 18 Stunden, wobei die Leistung bei aktiver Nutzung und durch GPS + Cellular natürlich nochmals geringer wird. Das ist wirklich nicht viel und deswegen ein ganz großer Schwachpunkt. Klar, sie kann für diese Akku Laufzeit auch entsprechend viel. Und dennoch ist es wirklich lästig, wenn ich bereits abends um 19:30 Uhr eine Benachrichtigung bekomme, weil der Akku fast leer ist. (Ich nutze die Uhr montags bis freitags ab 04:30 Uhr) Das bedeutet, dass ich die Apple Watch jede Nacht laden muss. Ansonsten kann ich sie nicht nutzen. Egal, wo ich bin: Mein Ladekabel ist also immer dabei. Das Laden selbst geht aber recht flott. 

Optischer und elektrischer Herzsensor 
Der optische Herzsensor befindet sich auf der Rückseite des Gehäuses. Die Technologie nennt sich Photoplethysmographie. Apple schreibt hierzu: Blut ist rot, weil es rotes Licht reflektiert und grünes Licht absorbiert. Die Apple Watch erfasst mithilfe grüner LEDs und lichtempfindlicher Fotodioden die Menge Blut, die zu einem bestimmten Augenblick durch Ihr Handgelenk fließt. Zum Zeitpunkt des Herzschlags ist der Blutfluss im Handgelenk – und damit die Absorption des grünen Lichts – stärker. Zwischen den Herzschlägen ist er schwächer. Die Apple Watch lässt ihre LEDs hunderte Male pro Sekunde blinken und kann so berechnen, wie oft das Herz pro Minute schlägt – daraus ergibt sich Ihre Herzfrequenz. Alle Herzschläge von 30 bis 210 pro Minute werden unterstützt. Beim Trainieren liegt meine Herzfrequenz bei durchschnittlich 140. Meine Ruhepuls liegt bei etwa 50. Der elektrische Herzsensor funktioniert über die EKG App der Apple Watch. Vorteil: Man erhält einen schnelleren und genaueren Messwert. Mehr Infos hierzu folgen gleich.

Welchen Nutzen hat die Apple Watch für mich?
Ich verwende die Uhr vorrangig zum Aufzeichnen meiner Workouts, zum Tracken von Schritten und meinen Aktivitäten, aber auch als Ergänzung zu meinem Handy und (natürlich!) als Uhr selbst ;-) Die Uhr motiviert mich, täglich aktiv zu sein und ich fühle mich fast schon etwas nackig, wenn ich sie mal nicht am Handgelenk trage, was nur nachts vorkommt. Ich checke meine Benachrichtigungen, lese Mails, werfe einen Blick auf das Wetter, höre Podcasts und Musik und erhalte Benachrichtigungen von der Deutschen Bahn bei Verspätungen und Ausfällen. Seitdem ich die Apple Watch habe, trage ich sie von früh bis abends durchweg.


Gesamteindruck
Aktivitätsübersicht: Alles auf einem Blick
In der App "Aktivität" erhaltet ihr einen sehr genauen Überblick über Tagesfortschritt, über alle Aktivitäten, über den Verlauf Eurer Ziele, Infos zu Schritten und Treppen steigen, Trainings und Auszeichnungen. Ich nutze die App sehr häufig, die synchron zur Apple Watch ist. Sie ist sehr übersichtlich aufgebaut. 

Trends
Mithilfe der "Trends" erhältst Du Infos darüber, ob Deine Aktivität auf dem gleichen Niveau liegt wie früher oder ob Du Dich vielleicht sogar gesteigert hast. Die Funktion steht allerdings erst nach 180 Tagen zur Verfügung ist, was etwas lästig ist. Ich zumindest bin sehr neugierig auf die Auswertung, muss mich allerdings noch bis Juni gedulden. Sobald genügend Daten vorliegen, werde ich dann darüber benachrichtigt, dass meine Trends bereitstehen.
Aktuell kann ich "nur" sehen, dass mein wert für Cardiofitness bei 37 vo2max liegt und ich ein Gehtempo von durchschnittlich 12:39/km habe.

Bewegen & Bewegungsziel einstellen
An "normalen" Tagen verbrenne ich im Durchschnitt 2100 Kalorien, an sehr aktiven Tagen dagegen auch häufig 2400 Kalorien. Insgesamt würde ich mich als sehr aktiv bezeichnen.

Mithilfe des Bewegungsziels wird eingestellt, wie viele Aktivitätskalorien Du täglich verbrennen möchtest. Das Bewegungsziel wird also nur erreicht, wenn aktiv Kalorien verbrannt werden. (Nicht zu verwechseln mit den Ruhekalorien, die z.B. im Sitzen und/oder Ligen verbrannt werden.) Aktuell ist mein Bewegungsziel auf 750 Kalorien eingestellt. Das ist recht viel. Meist erreiche ich das Ziel gegen 16:00 Uhr, spätestens aber um 18:00 Uhr. Bis zum Abend kommen im Durchschnitt noch einmal 220 Kalorien hinzu, sodass ich am Ende eines jeden Wochentages aktuell auf insgesamt 1000 verbrannte Aktivitätskalorien komme. Zusätzlich zu den Aktivitätskalorien verbrenne ich etwa 1300 Ruhekalorien.

Zu Beginn einer jeden Woche erhaltet ihr über die Apple Watch eine Wochenübersicht. Ihr habt die Möglichkeit, ein neues Bewegungsziel einzustellen, dieses zu verringern oder zu erhöhen. Die Apple  Watch schlägt Euch allerdings ein "intelligentes" Ziel vor, das realistisch ist.

Trainieren
Ich nutze meine Apple Watch hauptsächlich zum Aufzeichnen meiner Workouts und sehe darin ziemlich genau drei große Vorteile: 
Ich habe immer die Zeit im Blick und weiß genau, wie lange ich trainiere/wie lange ich noch trainieren muss. Ich kann meine Spotify Playlist bedienen und Titel weiterklicken, wenn sie mir nicht zusagen. Ich erhalte Trainingsauswertungen und kann die Qualität meines Workouts im Anschluss besser einschätzen. Sobald ich die Uhr beim Trainieren nicht am Handgelenk trage, fehlt mir etwas ganz Wesentliches. Das ist bisher zum Glück nur ein einziges Mal passiert. (Ich habe vergessen meine Uhr über Nacht zu laden, weshalb sie für das Workout keinen Akku hatte....) 

Für meine Workouts/Aktivitäten verwende ich regelmäßig das "Gemischte Cardiotraining" und "Gehen Outdoor". "Fahrrad fahren" nutze ich auch häufig, ebenso "Sonstiges" für Hula Hoop und Jumping Fitness. Leider habe ich noch nicht herausgefunden, wie ich "Sonstiges" entsprechend umbenennen kann.

Trainings mit Ziel oder offenen Ziel
Zusätzlich habt ihr die Möglichkeit, für die einzelnen Trainings bestimmte Trainingsziele einzustellen. Die Funktion nutze ich vor allem für meine Workouts gerne, da ich ziemlich viel Wert darauf lege, immer mindestens 30 Minuten Sport zu machen. Alles, was darüber ist, ist natürlich noch besser. Die Ziele lassen sich - je nach Training - für Zeit, Kalorien und/oder Strecke einstellen. Wenn ihr kein Ziel eingestellt habt, handelt es sich um ein "offenes Ziel".

Trainings werden automatisch erkannt 
Ebenso wie die FitBit erkennt die Apple Watch Bewegungen und startet Trainings automatisch. Ihr erhaltet eine Benachrichtigung und könnt wählen, ob ihr das Training aufzeichnen oder ignorieren wollt. Die Funktion nutze ich im Alltag gerne, wenn ich zu Fuß unterwegs bin, z.B. auf dem Weg ins Büro oder nach Hause. Sie steht für die folgenden Trainings zur Verfügung, kann jedoch auch jederzeit deaktiviert werden:

  • Gehen indoor, Gehen outdoor, Laufen indoor
  • Laufen outdoor, Crosstrainer, Rudergerät
  • Beckenschwimmen, Freiwasserschwimmen

Stehen 
Zusätzlich zum Schrittzähler zählt die Apple Watch, wie viele Stunden am Tag ihr für mind. 1 Minute gestanden habt. Man erhält eine Benachrichtigung und wird stündlich daran erinnert in Bewegung zu bleiben. Diese Funktion empfinde ich persönlich als sehr hilfreich, da ich im Büro arbeite und an ruhigen Tagen gerne dazu neige, am Schreibtisch sitzen zu bleiben. Das Steh-Ziel kann nicht geändert werden und ist (zumindest bei mir) auf 12 Stunden eingestellt. Das erreiche ich montags bis freitags sehr problemlos. An den Wochenenden allerdings nicht, haha. Da bin ich gerne faul.

Trainingsauswertungen
Ich liebe die Trainingsauswertungen, weil sie mir eine zuverlässige Info über die Qualität meiner Home Workouts bieten. Sie setzen mich nicht unter Druck. Im Gegenteil: sie motivieren mich, beim nächsten Mal wieder etwas fitter und aktiver zu sein. Leider ist es nicht möglich, Trainingsauswertungen direkt zu teilen, weshalb ich mir immer wieder Screenshots mache. Diesbezüglich könnte sich Apple verbessern, wie ich finde.

zuverlässige Fitnessdaten
Ein Argument, das meiner Meinung nach sehr stark für die Apple Watch Series 5 spricht: Stiftung Warentest hat die Uhr mit "sehr gut" bewertet. Neben ihr wurden noch 12 andere Smartwatches getestet. Das Ergebnis spiegelt meine Eindrücke sehr gut wieder: die Apple Watch liefert die genauesten Fitnessdaten, was mir sehr wichtig war. Bei meiner FitBit hatte ich irgendwie immer etwas Zweifel...

monatliche Herausforderungen und Auszeichnungen
Über die Apple Watch erhält man Auszeichnungen für persönliche Rekorde, Serien und wichtige Meilensteine. Anfangs fand ich die Funktion super unnötig, mittlerweile liiiiiebe ich sie. Sie spornt mich regelrecht an und bringt mich dazu Dinge zu tun, die ich sonst niemals angestrebt hätte. Im Februar z.B. wollte ich unbedingt die Auszeichnung für meine "Februar Herausforderung" erhalten. Das Ziel: im Februar einen Kalorienverbrauch von insgesamt 14.900 Kilokalorien. Weil ich die Auszeichnung unbedingt und so schnell wie möglich erhalten wollte, war ich sogar samstags und sonntags aktiv. Die Funktion trägt also Früchte ;-) Im März habe ich eine Auszeichnung für das Gehen von mehr als 370km erhalten und im April gilt es alle drei Ringe (Trainieren, Bewegen, Stehen) an 24 Tagen zu schließen. 

Eine limitierte Auszeichnung ("Herzmonat-Auszeichnung") gab es anlässlich des Valentinstags für das Schließen aller drei Ringe (Trainieren, Bewegen, Stehen) an sieben Tagen nacheinander. Auch diese Auszeichnung wollte ich natürlich unbedingt erhalten. Und schon zum Ende eines jeden Monats bin ich immer wieder aufs Neue gespannt, welche Herausforderung mich erwartet. In der Aktivitäts App unter "Auszeichnungen" gibt es nähere Infos zu allen Auszeichnungen, die man bisher erhalten hat und noch erhalten kann.

Herzfrequenz & EKG App
Während eines Trainings misst die Apple Watch die Herzfrequenz kontinuierlich. Ebenso auch drei Minuten danach, um die Herzfrequenz beim Erholen zu ermitteln. Darüber hinaus wird die Herzfrequenz über den gesamten Tag hinaus in verschiedenen Intervallen gemessen. Anhand dieser Informationen sowie anderen zusätzlich erfassten Daten kann die Apple Watch berechnen, wie viele Kalorien ich in etwa verbrannt habe.

Dank EKG App ist es außerdem möglich einen Test zu machen, bei dem der Rhythmus und die Stärke der elektrischen Aktivitäten aufgezeichnet werden, die das Herz schlagen lassen. Herzschlag und -rhythmus werden dabei mithilfe des elektrischen Herzsensors in der Apple Watch aufgezeichnet. Die Aufzeichnung kann anschließend auf Vorhofflimmern geprüft werden. Die EKG App ist besonders bei Symptomen wie Herzrasen oder Herzstolpern hilfreich. Zum Aufzeichnen öffnet man die EKG App. Danach legt man den Finger der anderen Hand für 30 Sekunden auf die Digital Crown. In Anschluss an die Aufzeichnung wird eine Klassifizierung angezeigt, man kann Symptome speichern und (bei Bedarf!) einen Rettungsdienst rufen.

Apple Pay & Apple Wallet
Vor gar nicht langer Zeit habe ich in einem EDEKA Supermarkt beobachtet, wie ein junger Mann mithilfe seiner Apple Watch und Apple Pay an der Kasse bezahlt hat. Dafür hat er sein Handgelenk an das Kartenlesegerät gehalten. Voraussetzung ist, dass für Apple Pay eine Karte hinterlegt ist. Insgesamt sah das schon ziemlich cool aus. Ja, es hat mich regelrecht fasziniert. Aktuell bin ich noch etwas "schüchtern", aber ich kann mir durchaus vorstellen, bald genau SO zu bezahlen. 

Apple Walltet hingegen habe ich schon auf dem iPhone absolut für mich entdeckt. Ich nutze Wallet sehr gerne für Flugreisen und andere Buchungen. Also immer dann, wenn ich Bordkarten, Tickets und/oder Coupons vorzeigen muss. Der Code wird mir dafür dann einfach auf der Apple Watch angezeigt und von dem jeweiligen Gerät gelesen, an das ich den Code halte. Hinterlegte Karten in Wallet auf dem iPhone werden automatisch mit der Apple Watch synchronisiert.

Siri
Siri steht allen Apple Nutzern natürlich (!!!) auch für die Apple Watch zur Verfügung ;-) Was wäre ein Apple Gerät nur ohne Siri? Siri wird durch verschiedene Aktionen aktiviert: durch das Anheben des Handgelenk, beim Drücken der Digital Crown und beim Ausrufen von "Hey Siri". Ich nutze Siri weder auf dem iPhone noch auf all meinen anderen Apple Geräten. Wenn es etwas gibt, dass ich sofort abschaffen würde, dann wäre es Siri. #sorrynotsorry

Nachrichten und Anrufe empfangen
Über die App „Telefon“ hat man sogar die Möglichkeit, Rufnummern einzugeben und zu wählen. Während ich das Telefonieren über die Apple Watch größtenteils meide, weil ich es als unpraktisch empfinde, nutze ich das Empfangen und Senden von Nachrichten sehr gerne. Nachrichten beantworte ich am liebsten über die Diktierfunktion meiner Apple Watch. Das geht schnell und unkompliziert und ich muss dafür nicht einmal mein Handy zur Hand nehmen.

Ansonsten sind Nachrichten und Anrufe aber keine ausschlaggebenden Argumente für mich gewesen, die Apple Watch zu kaufen, weshalb ich nicht sehr viel zu diesen Funktionen sagen kann. Es ist natürlich sehr bequem und komfortabel - mehr aber auch nicht. 

Apple Health mit Zyklusprotokoll für Frauen
Das Zyklusprotokoll der Apple Watch, das über Health läuft und seit watchOS 6 zur Verfügung steht, nutze ich seit dem Absetzen der Pille sehr gerne und sehr häufig, auch wenn ich es in der Bedienung oft als ziemlich unübersichtlich empfinde. Zumindest hat es eine Weile gedauert, bis ich mir einen Überblick verschafft hatte. Ich empfinde das Zyklusprotokoll als sehr sehr hilfreich, um meinen Zyklus genau im Auge zu behalten. Das war mir nach dem Absetzen der Pille unheimlich wichtig. Die Vorhersagen für meinen Eisprung, fruchtbare Phasen und meine Periode stimmen immer überein und sind mir eine gute Orientierung. Die zur Verfügung stehenden Symptome, die man tracken kann, könnten jedoch erweitert werden.

Schrittzähler
Selbstverständlich verfügt die Apple Watch über einen Schrittzähler, der recht zuverlässig die Schritte zählt, die täglich zurückgelegt werden. Im Durchschnitt laufe ich etwa 18.000 Schritte pro Tag. Am Wochenende sind es meist weniger.

kein Schlaftracker!
Neben der geringen Akkuleistung ist der fehlende Schlaftracker einer von wenigen Kritikpunkten, den ich habe. Das Schlaftracking habe ich mit meiner FitBit gerne genutzt, um genau zu wissen, wie viele Stunden ich geschlafen habe und wie die Qualität meines Schlafes war. Das war oft sehr hilfreich und interessant. Wobei ich in Punkto Schlaftracker zusätzlich anmerken muss, dass ich diesen wohl eh nicht nutzen könnte, da ich die Uhr zum Laden ausschließlich nachts ablege. Es bedarf also einer stärkeren Akkuleistung, um den Schlaftracker auch nachts nutzen zu können.

Entsperren des MacBooks über die Apple Watch
Ein Pluspunkt für alle Apple Watch Nutzer, die zusätzlich über ein MacBook verfügen: Ich kann mein MacBook nach einmaliger Anmeldung ganz einfach über die Uhr entsperren, ohne jedes Mal das Benutzerpasswort eingeben zu müssen. Das ist ziemlich cool!

Eine große Vielfalt Ziffernblätter
Ich liebe es, dass ich mithilfe von verschiedenen Ziffernblätter meiner Apple Watch einen persönlichen "Stempel" geben kann. Die Auswahl ist sehr groß und vielfältig, zusätzlich können die Ziffernblätter farblich und gestalterisch angepasst werden. So, wie es einem selbst am besten gefällt. Ja, manchmal fühle ich mich regelrecht erschlagen. Meine liebsten Ziffernblätter sind Zahlen Duo, Infograph, Aktivität Analog und Meridian.
Infograph, Aktivität Analog und Meridian nutze ich gerne, um tagsüber meine Aktivität im Überblick zu behalten. Ansonsten ist es mir aber auch sehr wichtig, die aktuelle Uhrzeit deutlich erkennen zu können. Nun ja, dafür ist eine Uhr schließlich da, richtig?


Empfindlichkeit für Kratzer
Ich trage meine Apple seit etwa neun Wochen kontinuierlich - abgesehen von den Nächten, in denen ich die Uhr lade. Das Display wirkt auf mich kratzerfrei, während der Rand meines Gehäuses ein paar kleine, feine und dennoch sichtbare Kratzer aufweist. Nichts, was auch nur ansatzweise besorgniserregend ist. Mir fällt es beim genauen Hinsehen dennoch auf, weshalb ich an dieser Stelle zusätzlich darauf hinweisen möchte, möglichst gut mit der Apple Watch umzugehen. 

Die meisten feinen Kratzer können einfach auspoliert werden. Bei größeren Schäden, wie z.B. Rissen, kann das Display ausgetauscht werden. Dass das sehr teuer ist, muss ich sicherlich nicht noch extra erwähnen oder? Ansonsten besteht aber natürlich auch die Möglichkeit einer Versicherung und/oder eines Displayschutzes. Ein Displayschutz für die Apple Watch Series 5 kann problemlos auf Amazon in Form von Hüllen und/oder Folien ab ca. 10,00€ erworben werden.

wasserdicht bis 50 Meter?
Die Apple Watch Series 5 ist bei bis zu 50 Meter wasserdicht. Man könnte sie also auch beim Schwimmtraining tragen. Ich schreibe "könnte", weil ich es selbst bisher nicht ausprobiert habe. Dafür bin ich zu ängstlich. Allerdings habe ich von vielen Nutzern gehört, die mit dieser Funktion sehr zufrieden sind.Die Uhr wird von einer Wassersperre geschützt, wenn man diese beim Schwimmtraining trägt. Die Wassersperre wird über das Tropfen Symbol im Kontrollzentrum aktiviert. Beim Antippen wird die die Sperrfunktion aktiviert; zum Entsperren dreht man an der Digital Crown. Die Uhr vibriert dann und es sind Geräusche zu hören; es wird versucht, jegliches Wasser herauszustoßen. Das ist ziemlich cool! Dennoch sollte man Reaktionen auf Chlor, Seife und Shampoo nicht unterschätzen.

FitBit Versa vs. Apple Watch Series 5: Fitnessuhr oder Smartwatch?
Ich bin richtig richtig happy mit meiner Apple Watch, die seit Tag 1 mein ständiger und sehr treuer Begleiter ist. Niemals hätte ich gedacht, dass ich das sagen werde. Die Apple Watch war für mich immer DAS Apple Gerät, auf das ich am besten hätte verzichten können. Dachte ich zumindest.  Sie liefert mir zuverlässige Fitnessdaten, motiviert mich täglich aktiv zu sein, informiert mich bei App Beanchrichtigungen, Nachrichten und Anrufen und sieht zudem einfach unheimlich schön am Handgelenk aus. Ja, wirklich, die Apple Watch wird mit dem richtigen Armband zu einem Eyecatcher. Der Preis von 1.098,00€ ist ohne Frage sehr hoch, hat sich für mich aber dennoch total gelohnt. Ich bin super zufrieden und nutze die Uhr jeden einzelnen Tag.

Meine FitBit hat derweil übrigens den Geist aufgegeben. Ich wolle sie eigentlich meiner Mama überlassen. Bei dem Versuch, die Fitnessuhr dementsprechend neu einzurichten ist sie allerdings aus gegangen und seitdem nie wieder an gegangen.... Schade. Bis zuletzt war ich bis auf ein paar Kleinigkeiten sehr zufrieden mit meiner FitBit. Sie funktionierte (eigentlich) einwandfrei. 


Kommentare:

  1. Echt interessant! Sehe die Apple Watch auch öfter bei Leuten, da überlege ich mir schon mir eine zuzulegen - aber andererseits reicht mir das Handy (noch) völlig aus.
    Kristine | kristykey

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  2. Liebe Mareike,
    vielen Dank für deinen ausführlichen Beitrag. Ich stand letztes Jahr auch vor der Überlegung mir eine Apple Watch zu kaufen oder lieber die Fitbit Versa. Ich habe mich für Zweitere entschieden und es auch nie bereut. Für meine Bedürfnisse ist sie absolut ausreichend.
    Wende dich doch wegen der Fitbit mal an den Kundensupport (per Chat). Die helfen sehr kompetent weiter und dann geht die Uhr auch sicher wieder an. Im Zweifelsfall erhältst du eine Neue und deine Mama wird damit noch ihre Freude haben. Ich finde bei dem Anschaffungspreis sollte man nicht so schnell aufgeben.

    Liebe Grüße,
    Jule

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