Sport: Meine Motivation, Ernährung, körperliche Veränderungen, Body Positivity

04.05.2019
Anfang Februar habe ich das erste Mal über meine regelmäßigen Home Workouts berichtet. Es ging dabei vor allem um meine Motivation und darum, wie ich die Workouts in meinen Alltag integriere. Heute soll es ein Update geben. Habe ich es tatsächlich geschafft am Ball zu bleiben? Wie steht es um meine Motivation? Hat sich mein Körper verändert? So viele Fragen, auf die es nachfolgend Antworten geben wird. Ich hoffe sehr, dass der Beitrag interessant für euch ist, euch vielleicht sogar inspiriert und motiviert. Fakt ist nämlich: Jeder kann etwas für seine Fitness tun - ganz egal, mit welchem Ziel.


Wenn mir jemand vor einem Jahr gesagt hätte, dass ich irgendwann einmal regelmäßig Sport machen werde, dann hätte ich laut gelacht. Ihr müsst nämlich wissen, dass mein dritter Vorname "unsportlich" ist. Im Ernst! Ich hasse Sport und war im Sportunterricht in der Schule meist die schlechteste Schülerin. Vollkommen egal, ob Geräteturnen, Leichtathletik oder Ballspiele: Von Motivation und Leistung konnte nicht die Rede sein. Mit Beginn meiner Ausbildung und der damit verbundenen Tätigkeit im Büro - die ich überwiegend im Sitzen verbringe - habe ich mich ab und zu an Homeworkouts versucht. Teilweise bin ich Laufen gegangen. Länger als vier bis sechs Wochen habe ich allerdings nie durchgehalten. 

Mit Sport zu mehr Definition und Fitness
Nachdem ich im Frühjahr 2018 insgesamt 20 Kilo abgenommen habe, hat sich mein Körper merklich verändert. 20 Kilo - das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Ich habe vor allem viel Brust verloren. Meine Arme waren dünn. Mein Brustkorb recht knochig. Mein Bauch war schlank, aber nicht straff. Versteht mich nicht falsch: Ich möchte nicht zunehmen. Ich fühle mich nach der Abnahme so wohl, wie noch niemals zuvor. Trotzdem störte mich diese schlacksige, jungenhafte Figur, der es insgesamt an Definition fehlte. Also habe ich die Arschbacken zusammengekniffen und losgelegt. Ich habe mir eine Fitnessmatte gekauft und mich mit bequemer, aber hübscher Sportkleidung ausgestattet. (Wie ich mich zu Beginn sonst noch motiveren konnte, könnt ihr hier lesen.) Schließlich habe ich in KW 2 mit den regelmäßigen Workouts begonnen. Ich habe einfach angefangen - unabhängig von Neujahrsvorsätzen oder einem zuvor festgelegten Startdatum. 


Seitdem sind nun fast vier Monate vergangen. Ich konnte weiterhin am Ball bleiben und bin etwa vier bis fünf Mal die Woche für 30 Minuten aktiv. Dazu kommt, dass ich täglich Wert auf mind. 10.000 Schritte lege. Und das Fahrrad steht bei gutem Wetter auch nur selten still. Die zwei Pausen in der Woche fallen mir teilweise etwas schwer. Wichtig sind sie dennoch, weil (so zumindest meine Infos) der Körper Erholung und Regeneration benötigt, um Energiespeicher wiederauffüllen zu können und notwendige Reparaturprozesse anzukurbeln. Im März gab es ein paar Tage, an denen ich die Workouts wegen Reisen oder Termine ausfallen lassen musste. Das war ok, ist mir aber trotzdem sehr schwer gefallen. Teilweise plagte mich das schlechte Gewissen und ich hatte Sorge, dass ich schneller in alte Gewohnheiten fallen könnte, als mir lieb ist. (Kann Sport süchtig machen? Ja, definitiv!) Dass aus einem Ausfall plötzlich mehrere werden und ich die Workouts schließlich komplett über Bord werfe. Nichts dergleichen ist zum Glück passiert. Im Gegenteil: Meine Motivation ist wieder mehr gestiegen.


Squats, Sit-ups, Walkling Lunges, Leg Raises, Liegestütze
Ich wurde mehrfach nach den Übungen gefragt, die ich während meiner Workouts mache. Tatsächlich war die Frage nach dem "Wie?" eine sehr große und wichtige für mich, denn: Meine Vermieter wohnen direkt unter mir. Das Hüpfen und Springen wollte ich demnach vermeiden, um weiterhin Mieterin dieser tollen Wohnung bleiben zu können. Das hat den Kreis potenzieller Übungen, die man in einigen, wenn nicht sogar den meisten Videos sieht, allerdings massiv eingeschränkt. Also habe ich mir kurzerhand ein eigenes Workout zusammengebastelt. Das funktioniert prima! Ich fokussiere mich hauptsächlich auf Übungen für Bauch, Beine, Po und Arme.  Zuvor dehne ich mich in aller Ruhe, das Niveau der Übungen in meinen Workouts steigt zunehmend. Meine Kräfte werden also nicht schon zu Beginn im höchsten Maße beansprucht. Das funktioniert wirklich gut. So gut, dass ich im Laufe der Zeit Hanteln in die Übungen integriert habe.

Insgesamt sieht mein Workouts ungefähr so aus:

  • 10 Minuten Dehnen, 
  • 4x der "ansteigende Wurm" 
  • Kickbacks (je 80 mal pro Bein)
  • 50x Squats
  • 50x Walkling Lunges
  • 2 x 10 und 2x5 Liegestütze
  • 30x Frauen Liegenstütze
  • 30x Bein Schere
  • 20 Sit-up's
  • Leg Raises 
  • 5 Minuten Cool Down

Weil durch den Sport mein Körperfettanteil gesunken ist, habe ich noch einmal etwas Brust verloren. Ich habe daraufhin Liegestütze in meine Workouts eingebaut und dabei einen positiven Effekt bemerkt: Meine Brüste haben eine schöne Form und sind straff. Mein Bauch ist ebenfalls straffer geworden, wenn auch nur minimal. Mein Freund meint, eine deutliche Veränderung zu erkennen. Ich dagegen bin vielleicht einfach nur blind, haha. Worüber ich mich fast am meisten freue: ein definierter, knackiger Po und straffe Oberschenkel. Abgesehen von den körperlichen Veränderungen fühle ich mich insgesamt einfach sehr viel fitter und ausgeglichener. Beim Treppensteigen bin ich nicht mehr so schnell aus der Puste. Ich habe mehr Kondition und bewege mich viel lieber. 

Ernährung nach Low Carb, viel Proteine, wenig Fleisch und Fisch
Ich versuche ausgewogen zu essen, auch wenn meine Ernährung lange nicht ideal an den Sport angepasst ist. Zwischenzeitlich habe ich wieder etwas mehr Kohlenhydrate gegessen, um ausreichend Energie für die Workouts zu haben. Nach Bauchschmerzen und Verstopfungen bin ich aber sofort wieder zu Low Carb gewechselt. (Low Carb fällt mir übrigens im Herbst/Winter sehr viel schwerer als im Frühling/Sommer.) Aber auch Proteine sind mir - vor allem nach dem Sport - wichtig: Chiasamen, Eier, Magerquark, Sojaflocken, Kürbiskerne, Thunfisch, etc. Wobei ich Fleisch und Fisch nur noch selten esse. Ab und zu habe ich Appetit auf Hähnchenfleisch oder Lachsfilet. Insgesamt hält sich meine Aufnahme von Fleisch und Fisch aber weiterhin in Grenzen. Das gefällt mir. Nachdem ich mit der Wiedereinnahme der Pille im August 2018 begonnen habe, ist mein Heißhunger auf Süßigkeiten gestiegen. Ich habe Zucker und Süßigkeiten während meiner Abnahme komplett gemieden, nasche aktuell aber viel zu gerne, um komplett darauf verzichten zu können. Schoki gibt es also auch bei mir, wenn auch nur morgens/vormittags und in Maßen. Zusammengefasst kann ich sagen, dass ich weiterhin an Low Carb festhalte, durch den Sport aber auch auf Proteine setze und mir mehr "gönne". Ausnahmen gibt es im Urlaub und zu besonderen Anlässen. 


Body Positivity: Umgang mit Selbstzweifel
Der Sport trägt einen großen Teil dazu bei, dass ich mich wohl und fit fühle und insgesamt einfach ausgeglichener bin. Ja, definitiv tut es mir und meinem Ego gut, wie mein Körper auf den Sport und die Bewegung reagiert. Dennoch: Es gibt auch schlechte Tage, an denen ich Zweifel habe, unglücklich und unzufrieden bin. Überwiegend bin ich natürlich super zufrieden mit meinem Körper. Alles Negative holt mich allerdings immer dann ein, wenn ich einen schlechten Tag oder meine Periode habe. Ich stehe dann vor dem Spiegel, betrachte mich, zupfe an meinen Problemzonen und würde mich am liebsten gänzlich verstecken. Meistens ist nach zwei Tagen alles überstanden, aber angenehm ist dieser Zustand natürlich nicht.Jede Frau kennt es. Was ich damit sagen möchte: So toll und perfekt nach außen alles scheint - Selbstzweifel hat jeder. Wichtig ist nur, wie man damit umgeht. Ich versuche in diesen Zeiten an meiner Sportroutine und meiner Ernährung festzuhalten und gebe mich meinen Emotionen komplett hin: heulen, lachen, schreien ;) Ich bin dann super zickig und habe keine eigene Meinung. Es gibt Tage, an denen die Einstellung zu meinem Körper mehr gesund ist und Tage, an denen sie weniger gesund (bzw. gut) ist. Aber: Alles nur eine Phase. Es darf auch mal alles doof sein. Schon bald sieht die Welt wieder anders aus. Bloß nicht runterziehen und ausschließlich von Schokolade, Chips, Fast Food und co. trösten lassen. Es gilt, kleine Brücken zu schaffen.



Wenn ihr noch Fragen habt, stellt sie mir gerne in den Kommentaren!



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Alles Liebe für Euch, Mareike ♡

1 Kommentar:

  1. Deinen Beitrag finde ich total interessant. Schön, dass du uns ein Update schreibst. <3 Ich bin auch noch immer dabei, Sport zu machen. Leider fehlt mir immer wieder die Zeit dazu, sodass ich es längst nicht so regelmäßig schaffe. Aber wenn ich dann mal wieder mein Workout gemacht habe, fühle ich mich umso besser. Ich freue mich auf weitere Updates. :)

    Liebst Elisabeth-Amalie von Im Blick zurück entstehen die Dinge

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