Lesemonat Februar 2026

28.02.2026
Humorvolle Fake-Dating-Rom-Com im sonnigen Hawaii, ein Ratgeber, dystopische Weltverlorenheit, bissige Fitness-Satire und emotionale „Was wäre, wenn?“-Gedanken: Im Februar war wirklich alles dabei. Es war ein Lesemonat voller Kontraste: leicht und humorvoll, düster und philosophisch, inspirierend und auch ziemlich ernüchternd. Welche Bücher mich besonders begeistern konnten und welche eher nicht, erfährst du in diesem Beitrag.


The Unhoneymooners von Christina Lauren
🌟🌟🌟🌟

Klappentext: Olive Torres ist der Pechvogel der Familie: Von unerklärlichen Missgeschicken verfolgt scheint ihr Leben geradezu absurd verhext. Ganz anders als das Leben ihrer Zwillingsschwester, die sogar ihre gesamte Hochzeit durch Gewinnspiele und perfekt getimte Rabattcoupons finanzieren konnte. Aber Olive gönnt ihrer Schwester das ganze Glück, und sie freut sich auf die Hochzeit. Es gibt allerdings jemanden, der ihr die Vorfreude verdirbt: ihr Erzfeind, Ethan Thomas, der Trauzeuge ihres zukünftigen Schwagers. Doch dann bekommt die gesamte Hochzeitsgesellschaft eine Lebensmittelvergiftung. Nur Olive und Ethan bleiben verschont. Plötzlich sind sie die Einzigen, die die nicht verschiebbare Hochzeitsreise nach Hawaii antreten können, und Olive will verdammt sein, wenn Ethan das Paradies allein genießen darf! Sie einigen sich auf einen vorübergehenden Waffenstillstand und fliegen gemeinsam nach Maui. Der Haken: Vor Ort müssen sie so tun, als seien sie ein verliebtes Paar in den Flitterwochen. Doch zu ihrer Überraschung stellen sie bald fest, dass es gar nicht so schwer ist, so zu tun, als ob.

Rezension: The Unhoneymooners ist eines von vielen Büchern, das viel zu lange auf meinem SuB gelegen hat, bis mein Freund es schließlich als „next read“ bestimmt hat. Schon optisch konnte mich das Buch überzeugen: Der wunderschöne Farbschnitt passt perfekt zur restlichen Covergestaltung und versprüht sofort pures Urlaubsfeeling. Besonders gut gefallen hat mir, dass das Autorenduo nicht lange um den heißen Brei herumredet, sondern direkt ins Geschehen einsteigt. Der lockere, humorvolle Schreibstil sorgt dafür, dass man schnell in die Geschichte findet. Auch die Charaktere sind liebevoll ausgearbeitet. Olive habe ich sofort ins Herz geschlossen. Ethan mochte ich ebenfalls gerne, allerdings konnte ich seine Entwicklung im letzten Drittel des Buches nicht ganz nachvollziehen. Einige seiner Aussagen und Handlungen wirkten auf mich unlogisch und haben für mich nicht zur vorherigen Charakterzeichnung gepasst. Das Erzähltempo der Geschichte von Olive und Ethan empfand ich insgesamt als sehr angenehm, ebenso den humorvollen, leichten Ton der Autorinnen. Nicht zu vergessen das Setting auf der wunderschönen Insel Maui. Etwas störend fand ich jedoch die teilweise sehr langen Kapitel, die meinen Lesefluss hin und wieder gebremst haben.

Nichtsdestotrotz ist The Unhoneymooners eine witzige, leichte und romantische Rom-Com, die sich wunderbar für zwischendurch eignet und definitiv eine Leseempfehlung wert ist.

How to talk to yourself von Ro Mitchell*
🌟🌟

Klappentext: Kennst du diese Stimme im Kopf, die ständig zweifelt, vergleicht und urteilt? How to talk to yourself von Ro Mitchell setzt genau hier an. Der Ratgeber macht sichtbar, wie Selbstzweifel, Ängste und eine kritische Selbstwahrnehmung entstehen und warum die innere Kritikerin oft so mächtig sein kann. Anhand von Reflexionsfragen, alltagstauglichen Ratschlägen und praktischen Impulsen lernst du innezuhalten und deine eigene Gedankenwelt ehrlich zu betrachten. Statt Leistungsdruck und innerer Unruhe entsteht so Raum, freundlich zu dir selbst zu sein, deiner eigenen Stimme zu vertrauen und mehr Gelassenheit zu entwickeln.

Rezension: Ich mag es sehr, wenn Sachbücher nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch ansprechend gestaltet sind. Die auffällige Farbkombination aus Grün und Rosa hat bei „How to Talk to Yourself“ sofort meine Aufmerksamkeit geweckt. Im Dussmann ist mir das Buch direkt ins Auge gefallen. Gestaltungstechnisch also definitiv ein Hingucker.

Inhaltlich hatte ich mir jedoch etwas anderes erhofft =( Die Kapitelüberschriften machen neugierig und versprechen inspirierende Denkanstöße rund um Selbstgespräche, Selbstwert und innere Haltung. Beim Lesen wurde ich allerdings zunehmend ernüchtert. Für mein Empfinden besteht das Buch aus sehr langen Fließtexten, die den Zugang eher erschweren als erleichtern. Gerade bei einem Ratgeber hätte ich mir eine klarere Struktur, mehr Auflockerung und vielleicht auch prägnantere Impulse gewünscht.

Auch der Ton des Buches hat mich leider nicht ganz abgeholt. Ro Mitchell schreibt sehr persönlich – stellenweise wirkt das Buch mehr wie eine autobiografische Lebensgeschichte als wie ein strukturierter Ratgeber. Das ist sicherlich Geschmackssache, doch für mich hat das dazu geführt, dass der eigentliche Mehrwert des Themas etwas in den Hintergrund gerückt ist.

Positiv hervorheben möchte ich dennoch, dass mich das Buch daran erinnert hat, mich selbst wieder stärker zu priorisieren, mir Fehler zu verzeihen und nicht jedes Scheitern als persönliches Versagen zu bewerten. Diese Impulse waren ein schöner Reminder. Allerdings hatte ich nicht das Gefühl, wirklich neue Perspektiven oder nachhaltige Werkzeuge für mein Denken mitzunehmen.

Insgesamt ist „How to Talk to Yourself“ für mich ein gut gemeinter Ratgeber mit wichtigen Ansätzen, der jedoch in Aufbau, Inhalt und Umsetzung nicht überzeugt.

Ich, die ich Männer nicht kannte von Jacqueline Harpman*
🌟🌟🌟🌟🌟

Klappentext: In einem unterirdischen Gefängnis sitzen neununddreißig Frauen. Was übertage geschehen ist, wissen sie nicht: Wurde die Welt verlassen, von einem Virus verwüstet? Die Frauen können sich nicht erinnern, wie sie in den Käfig gelangt sind, haben jegliches Zeitgefühl verloren und nur eine vage Ahnung von ihrem alten Leben. Ihre Aufseher, sechs schweigsame Männer in Uniform, sprechen nicht mit ihnen und berühren sie nur, um sicherzustellen, dass keine von ihnen versucht, sich das Leben zu nehmen. Eines Tages ertönt ein Alarm, und die Wachen verschwinden; die Tür steht offen. Als erste wagt jene vierzigste Gefangene den ersten Schritt, die nichts als das Gefängnis kannte. Doch anders als erhofft, finden die Frauen draußen nicht die Freiheit, sondern eine Welt, die sie nicht wiedererkennen und in der sie lernen müssen, sich gemeinsam zurechtzufinden.

Rezension: Was habe ich da bitte gelesen? „Ich, die ich Männer nicht kannte“ von Jacqueline Harpman ist für mich ganz klar ein Jahreshighlight und ein Buch, das sich sowohl in seiner Erzählweise als auch in seinem Inhalt radikal von vielem abhebt, was ich sonst lese. Schon der Titel hat meine Neugier geweckt. Das Cover wirkt eher nichtssagend, fast unscheinbar. Und dann der Inhalt: Wow! Von der ersten Seite an war ich gefesselt. Jacqueline Harpman erschafft eine dystopische Welt, die rätselhaft bleibt und gerade dadurch eine ungeheure Sogwirkung entfaltet. Ich habe das Buch mit angehaltenem Atem gelesen, bin den Gedanken der namenlosen Protagonistin durch eine verstörende Welt gefolgt und habe einer Erklärung bzw. einer Auflösung, regelrecht entgegengefiebert.

Im Zentrum steht eine Erzählerin, die als junges Mädchen unter seltsamen Umständen eingesperrt lebt und sich (nach einem einschneidenden Ereignis) in einer fremden, verlassenen Welt zurechtfinden muss. Sie kennt keine Männer, kennt keine gesellschaftlichen Strukturen, keine Geschichte. Und genau aus dieser Leerstelle heraus beobachtet und reflektiert sie alles mit einer beeindruckenden Klarheit. Aus dem wissbegierigen, klugen Mädchen wird eine strebsame, analytische Frau, die sich ihr Leben Schritt für Schritt erschließt. Ihre Entwicklung war unglaublich inspirierend. Sie stellt Fragen, wo andere resignieren würden und denkt weiter, wo andere sich mit dem Gegebenen abfinden. Die Atmosphäre des Romans ist beklemmend und oft von einer stillen Einsamkeit durchzogen. Das Buch lebt von Gedanken, von innerer Entwicklung und von existenziellen Fragen: Was bedeutet Freiheit? Was macht Identität aus? Wie entsteht Wissen? Und was bleibt vom Menschsein, wenn alle gewohnten Strukturen wegfallen?

Das Ende ist eher unbefriedigend, denn viele Fragen bleiben offen. Es liefert keine einfachen Antworten, sondern fordert dazu auf, weiterzudenken. Und vielleicht liegt gerade darin seine Stärke. Trotz der düsteren Grundstimmung ist das Buch auf seltsame Weise mutmachend. Es zeigt, wie viel Kraft im Denken, im Lernen und im selbstbestimmten Handeln liegt. Dieses Buch ist nicht neu und verdient doch heute mehr Aufmerksamkeit denn je. Es macht auf leise, aber eindringliche Weise klar, worauf es wirklich ankommt. Mich hat es nachhaltig beeindruckt und meine Sicht auf die Welt ein Stück weit verändert. Ein außergewöhnlicher dystopischer Roman, der noch lange nachhallt.

Gym von Verena Keßler
🌟🌟🌟🌟

Klappentext: Glänzende Spiegel, definierte Körper, legere Flirts am Tresen. Die Protagonistin in Verena Keßlers knalligem Roman liebt ihren neuen Job im MEGA GYM. Es gibt keinen Leistungsdruck, keine Überstunden, dafür liebenswerte Kolleginnen und einen Chef, der stolzer Feminist ist. Alles perfekt, wäre da nicht die klitzekleine Lüge, zu der sie sich im Einstellungsgespräch hat hinreißen lassen. Sie habe kürzlich erst entbunden, hat sie behauptet, und jetzt wollen alle Babyfotos sehen und fragen ständig nach „dem Kleinen“. Doch erst, als Bodybuilderin Vick auftaucht, wird klar, dass ein erfundenes Kind nicht das einzige Geheimnis dieser verschwiegenen Erzählerin ist.

Rezension: Der Roman Gym von Verena Keßler hat meine Erwartungen erfüllt und mich trotzdem überrascht. Das Buch ist eine satirische Abrechnung mit Fitnesskult und Selbstoptimierung und entwickelt sich zu einer beklemmenden stellenweise fast psychothrillerhaften Erzählung über Körperwahn und Selbstinszenierung. Im Zentrum steht eine Protagonistin, die bis zuletzt namenslos bleibt. Diese Entscheidung erzeugt große Nähe und gleichzeitig große Distanz. Sympathisch ist sie zu keiner Zeit. Ihre Gedanken kreisen unaufhörlich um Disziplin, Kontrolle, Kalorien, Eiweiße und darum, wie sie auf andere wirkt. Gerade diese schonungslose Innensicht macht den Roman so eindringlich. Ich war regelrecht gefangen in ihrem Kopf und konnte ihre Rationalisierungen, ihre Selbsttäuschungen und ihre zunehmende Radikalisierung hautnah miterleben. Verena Keßler nimmt dabei Stereotype und Klischees der Fitnessbranche gekonnt auf die Schippe: das übersteigerte Mindset-Gerede, toxische Positivität, Proteinriegel-Ästhetik und Social-Media-Selbstvermarktung. Vieles ist pointiert, überspitzt und mit feinem, teils bitterem Humor gezeichnet. Ich habe allerdings keine Sekunde den Ernst der Lage vergessen. Hinter der Ironie lauert nämlich eine tief sitzende Verunsicherung und eine Gesellschaft, die Selbstoptimierung nicht nur fördert, sondern verlangt. Ich habe sehr früh erkannt, wohin die Reise geht. Man erkennt die Warnzeichen, die Abgründe, die sich auftun und kann doch nichts dagegen tun. Diese Ohnmacht überträgt sich beim Lesen unmittelbar. Gegen Ende nimmt die Geschichte sogar Züge eines Psychothrillers an. Die Atmosphäre wird zunehmend düster und beklemmend, die Grenze zwischen Selbstkontrolle und Selbstzerstörung verschwimmt endgültig. Angesichts der Themen (Essstörungen, Körperhass, psychische Abwärtsspiralen, Fitnesswahn und Ernährung) hätte ich eine Triggerwarnung nicht unangebracht gefunden. Der Roman konfrontiert sehr direkt und kann durchaus belastend sein. Gerade das macht ihn jedoch auch relevant und wichtig. Gym ist kurzweilig und unterhaltsam geschrieben, mit einem guten Gespür für Tempo. Gleichzeitig ist das Buch erschreckend realistisch. Es hält unserer Gegenwart einen Spiegel vor die Nase.

Im Leben nebenan von Anne Sauer
🌟🌟🌟🌟

Klappentext: Eines Morgens erwacht Toni nicht wie gewohnt neben ihrem langjährigen Freund in ihrer kleinen Altbauwohnung, weil die Dielen knarren und die Nachbarn viel zu laut sind. Nein. Zu ihrer Verwunderung befindet sie sich in einer großzügig geschnittenen Wohnung. Alles hell, ordentlich, teuer eingerichtet. Und der Blick aus dem Fenster? Seltsam vertraut. Antonia versteht: Sie ist wieder in dem Dorf ihrer Kindheit. Nach und nach erfährt sie, dass sie hier ein beschauliches Leben führt, bürgerlich geordnet, mit Auto vor der Tür, Schwiegermutter nebenan und Kind auf dem Schoß. Kind auf dem Schoß? Antonia kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Ist das etwa ihr Baby? Und der Vater dazu? Offenbar ihre erste große Liebe – ein Mann, den sie nie ganz vergessen konnte.

Rezension: Der Roman „Im Leben nebenan“ von Anne Sauer ist ein sehr eindringliches Buch, das noch lange nachhallt. Es hat mich sehr bewegt. Vor allem, weil es eine Frage ins Zentrum stellt, die wohl jeder kennt: Was wäre, wenn? Was wäre, wenn man an einem bestimmten Punkt im Leben anders abgebogen wäre? Wenn man sich anders entschieden hätte?

Im Mittelpunkt steht Antonia, deren Leben sich in zwei parallelen Versionen entfaltet. Im Leben nebenan erzählt von diesen beiden Möglichkeiten mit großer emotionaler Feinfühligkeit, insbesondere im Hinblick auf die Themen Kinderwunsch und Mutterschaft. Beide Lebenswege sind geprägt von Sehnsucht, Überforderung und Zweifeln. Als Leserin hatte ich schnell die leise Ahnung, dass auch die jeweils andere Version kein vollkommenes Glück versprechen würde. Die Stimmung des Romans ist durchgehend schwer und bedrückend. Leichtigkeit oder Unbeschwertheit sind seltene Gäste im Buch, auch wenn die Autorin zwischendurch bemüht war, die Stimmung etwas aufzulockern. Verunsicherung, innere Zerrissenheit und das Gefühl des Verlorenseins dominieren ganz klar. Gerade das macht das Buch so intensiv und stellenweise irgendwie auch anstrengend. Besonders gelungen finde ich, wie nachvollziehbar die beiden Leben geschildert sind. Ich konnte Antonias Emotionen sehr deutlich spüren. Beide Lebensentwürfe wirkten authentisch und realistisch. Es gibt keine idealisierte Version, kein klares „richtig“ oder „falsch“. Der Roman zeigt, dass jede Entscheidung ihren Preis hat und ihre eigene Form von Erfüllung oder Verlust. Während des Lesens habe ich immer wieder auf eine Art „Auflösung“ gewartet, auf eine entscheidende Antwort oder gar eine Erlösung. Doch vielleicht liegt genau darin die Botschaft des Buches: Dass es diese eine, endgültige und richtige Antwort nicht gibt. Dass das Leben selten eindeutig ist. Dass Glück und Zweifel nebeneinander existieren, egal welchen Weg man wählt.

„Im Leben nebenan“ ist kein leichtes Buch, aber ein ehrliches. Es regt zum Nachdenken über die eigenen Entscheidungen an und über die Frage, welche „Nebenleben“ wir vielleicht in Gedanken mit uns tragen.

Open Hearts von Roxy Dunn*
🌟🌟🌟

Klappentext: Nach einer überraschenden Trennung findet sich Misty unversehens in ihrem alten Kinderzimmer in Brighton wieder. Auf einer Dating-App lernt sie Christopher kennen - klug, charmant - aber in einer offenen Beziehung. Eigentlich ein No-Go für Misty, doch weil sofort eine heftige Anziehung da ist, machen sie einen Deal: Sechs Wochen treffen sie sich unverbindlich und ohne Drama. Einfach, damit Misty wieder ins Dating-Game kommt. Doch dann verschwimmen die Grenzen. Und während Misty herausfinden will, wie man liebt, ohne sich selbst zu verlieren, merkt sie: Erwachsenwerden ist kein Ziel, sondern ein ständiger Neuanfang. Und Liebe hält sich selten an Regeln.

Rezension: Positiv hervorheben möchte ich zunächst den angenehm flüssigen und sehr zugänglichen Schreibstil von Roxy Dunn. Die Sprache ist klar und unkompliziert, sodass ich ohne Mühe in die Geschichte eintauchen konnte. Weder sperrige Formulierungen noch langatmige Sätze haben den Lesefluss gebremst. Wesentlich schwerer fiel es mir allerdings, einen Zugang zu den Figuren zu finden. Insbesondere Barney, Christopher, Mistys Mutter, Erica sowie Beth und Jon blieben für mich konturlos oder hinterließen keinen sympathischen Eindruck. Letztlich hatte ich bei fast allen Charakteren Schwierigkeiten, eine echte Verbindung aufzubauen. Auch Misty selbst blieb für mich lange schwer greifbar. Zwar empfand ich Mitgefühl für ihre Situation und wünschte ihr ein liebevolleres, unterstützenderes Umfeld, doch zugleich wirkte sie stellenweise naiv. Dadurch fiel es mir nicht immer leicht, ihre Entscheidungen nachzuvollziehen.

Im weiteren Verlauf verstärkte sich mein Eindruck. Richtiges Lesevergnügen wollte sich einfach nicht einstellen und eine tiefere emotionale Bindung blieb aus. Besonders Christopher löste bei mir starke negative Reaktionen aus. Seine Art hat mich regelrecht wütend gemacht. Das Ende wirkte zwar überraschend „wholesome“ und versöhnlich, konnte für mich jedoch nicht mehr entscheidend zur Gesamtwirkung beitragen. Unterm Strich hat das Buch meine Erwartungen leider nicht erfüllt. Mehr als einmal war ich versucht, das Buch abzubrechen. Sprachlich durchaus gelungen, konnte mich der Roman inhaltlich und hinsichtlich der Charaktere nicht überzeugen. Auch die Umsetzung der Thematik empfand ich als wenig stimmig und einige Entwicklungen wirkten unlogisch.

*Hinweis: Die markierten Bücher wurden mir als Rezensionsexemplare kostenlos zur Verfügung gestellt.

Alles Liebe, deine Mareike ♥

verwandte Beiträge

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Bitte beachte ab Mai 2018 die neue Datenschutz-Grundverordnung. Mit Absenden eines Kommentars und bei Abonnieren von Folgekommentaren stimmst Du der Speicherung personenbezogener Daten zu.

Folge mir auf Instagram @fraeuleiin.mueller