#throwback: Mein Monatsrückblick Juni 2022

01.07.2022
Der Monat Juni hat mich vor unerwartet große Herausforderungen gestellt. Wenn ihr meinen letzten Monatsrückblick für den Monat Mai gelesen habt, dann wisst ihr vielleicht, dass meine Kopenhagen Reise kurz vor Abflug zu scheitern drohte. Diese Pechsträhne habe ich wohl leider mit in den Juni genommen. Meine Reisepläne standen plötzlich auf der Kippe. Eben noch super happy, ausgeglichen und voller Vorfreude, war es plötzlich, als hätte die Welt aufgehört sich zu drehen. Kompletter Stillstand. Ich war super deprimiert. Wie ich es aus diesem Tief geschafft habe und von welchen Momenten ich zehre, verrate ich Euch jetzt.


Turmfest 2022
Der Monat Juni startete zuversichtlich, sehr ausgelassen, fröhlich und voller Pläne. Unser alljährliches Stadtfest, das zuletzt coronabedingt zwei Jahre ausfallen musste, fand wieder statt. Ich hatte keine großen Erwartungen, schließlich war es zuletzt doch immer dasselbe: viele Menschen, laute Musik, Essen und betrunkene Menschen. Sehen und gesehen werden - um nichts anderes geht es dabei. Gleichzeitig freute ich mich auf Abwechslung zum Arbeitsalltag. Die letzten Wochen hatten mich emotional und körperlich sehr mitgenommen. Ich lechzte nach Aufregung, Spaß und Ausgelassenheit und freute mich darauf, ein paar tolle Abende mit Freunden verbringen zu können.
Und wenn ich nun zurückdenke, dann wurden meinen Erwartungen sogar übertroffen. Ich hatte eine richtig tolle Zeit mit all den Menschen, die mir lieb sind. Ich musste mich dafür nicht einmal aufteilen - meine/unsere Freundeskreise haben ganz selbstverständlich zusammengefunden. Ja, es war wirklich schön, aber auch echt ermüdend. Ich glaube, ich war an keinem der drei Abende (Freitag, Samstag, Sonntag) vor 05:00 Uhr im Bett. 

Mädelsbrunch
Zusätzlich war Samstagvormittag ein Brunch mit zwei meiner Mädels geplant. "Was haben wir uns nur dabei gedacht?", fragten wir uns, während wir mit Augenringen bis zum Bauchnabel bei Kaffee und Leckereien zusammensaßen. Gelohnt hat es sich aber auf jeden Fall. Wir hatten eine tolle Zeit. Ich weiß noch, dass ich mir im Anschluss ein kleines Nickerchen auf der Terrasse gegönnt habe. Das hatte ich bitter nötig.

Apropros Terrasse: Dort habe ich im Juni wieder viele Stunden beim Sonnenbaden verbracht. Ich liebe es, in der Sonne zu liegen, Musik und Podcasts zu hören. Ein "zu heiß" gibt es bei mir nicht, aber tatsächlich hat es der Juni ganz schön gut mit uns gemeint. In einigen Städten wurde eine Höchsttemperatur von 37 Grad gemeldet! Krass!!! Mein Körper hat inzwischen eine schöne Bräune angenommen, von Sonnenbränden bin ich dabei aber leider nicht verschont geblieben. (Der Lancaster Tan Maximizer ist übrigens weiterhin mein unangefochtener Favorit in Punkto After Sun Pflege!)

Corona positiv
Nun, nach drei Tagen Feierei (mit viel zu wenig Schlaf) habe ich Pfingstmontag total durchgehangen. Mein Immunsystem war nach dem Stress und Ärger in den Wochen zuvor ohnehin total im Keller, was umgehend mit Lippenherpes quittiert wurde. Schönen Dank aber auch! Und mein Körper sendete mir weitere Signale: unerträgliche Kopf- und Gliederschmerzen. Dienstag meldete ich mich krank, Mittwoch fand ich mich beim Arzt wieder. Die Grippe geht wohl gerade wieder rum. Und doch wurde ich stutzig. Wenig später hatte ich (endlich!) einen positiven Schnelltest. Das Testergebnis hat regelrecht geglüht, so eindeutig war es, nachdem ich die Tage zuvor trotz Symptome immer wieder negativ war. Nach 2,5 Jahren hatte es nun also auch erstmals mich getroffen. Was soll ich sagen? Schön ist anders. Neben den körperlichen Symptomen (Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit, Schwäche, Husten, Schnupfen) hat meine Psyche sehr gelitten. Ich war komplett alleine, fühlte mich hilflos und enorm traurig. Mein Geburtstag fiel ins Wasser, meine Reisepläne für Wien waren dahin. Dabei hatte die Solo Reise nach Wien gerade wegen meiner Psyche eine so große Bedeutung für mich. 

Mein Verlauf war jedenfalls gar nicht so mild, wie ich dachte. Im Falle einer Coronaerkrankung hatte ich mir ursprünglich einmal vorgenommen, Netflix zu schauen und meine gesamte Merkliste abzuarbeiten.  Wann hat man schon einmal so viel Zeit dafür? De facto war ich aber zu nichts in der Lage. Ich fühlte mich schwach und war überhaupt nicht aufnahmefähig. Ich habe den ganzen Tag regelrecht vor mich hinvegetiert. Corona hat mich lahmgelegt: kein Sport, keine Arbeit, keine Termine, keine sozialen Kontakte. Nichts. 

Mein 28. Geburtstag
Mein Geburtstag war dementsprechend traurig. Ich habe viel geweint. Ja, Corona würde auch wieder vorbeigehen. Irgendwann werde ich wieder negativ sein, sagte ich mir. Für den Moment war das aber echt blöd. Mein Geburtstag und all die Pläne, die ich dahingehend hatte, mussten zwei Tage vorher abgesagt werden. Alles, was von einem Tag im Spreewald und einer Feier mit Freunden übrig blieb, war.....nichts. Ich lag im Bett, habe meine Zeit abgesessen und wollte nichts sehen und nichts hören. Zu allem Überfluss war das Wetter natürlich traumhaft. Meine Symptome waren inzwischen schon deutlich zurückgegangen. Ich war schwach, fühlte mich aber schon wieder vergleichsweise "gut". Nun war es die Reise nach Wien, um die ich zittern musste.

Ich war mir sicher: Würde ich die Reise nicht antreten können, würde ich sie auch nicht nachholen. Der Drops wäre für mich gelutscht. Gleichzeitig spürte ich, dass ich die Reise bitter nötig hatte. Würde ich sie nicht antreten können, würde man mich in der Klapse wiederfinden. Meine Psyche ist längst nicht so stabil, wie es nach außen wirkt, aber Corona und mein Geburtstag hatten mir den Rest gegeben. 

Wiederum rührte es mich, wie sehr sich meine Freunde bemühten, mir dennoch einen schönen Geburtstag zu bescheren: Besuche an der Haustür, Ballons und liebevolle Karten und Geburtstagsgrüße. Vielen Dank dafür ♡ 

Solo Travel in Wien
Und was soll ich Euch sagen? Ich konnte meine Reise nach Wien tatsächlich antreten. Nachdem ich die Reise knapp zwei Monate zuvor geplant hatte, war es nun doch ein wenig, als würde man mich ins kalte Wasser schmeißen. Ich hatte längst mit Wien abgeschlossen - und fand mich schließlich einen Abend zuvor beim Packen wieder, nachdem ich noch fix meine Flüge eingecheckt hatte. 
Das war die erste Reise, die ich allein geplant hatte. Und es war wuuuuuunderschön! Mein Papa brachte mich zum Flughafen. "Du verreist also wirklich allein, ja?", sorgte er sich, während ich mir den Rucksack auf den Rücken schnallte. JA! Und ich war so entschlossen, wie schon lange nicht mehr! 

Ich habe mir das irgendwie immer super merkwürdig vorgestellt: Man steigt allein in einen Flieger, bereist allein eine Stadt, ist allein unterwegs. Und überhaupt. Man macht alles allein: essen, trinken, entdecken, etc. Zwar fällt mir das Alleinsein grundsätzlich nicht schwer, aber Solo Travel ist einfach eine andere Hausnummer. Da ist niemand, mit dem man neugewonnene Eindrücke teilen kann. Niemand, der auf einen aufpasst. ABER ICH HABE ES GELIEBT! Ich kann gar nicht sagen, wie schön ich es fand. Zu keinem Zeitpunkt habe ich mich einsam gefühlt. Alles war ganz selbstverständlich. Ich hatte keine großen Pläne, wollte mir keinen Druck machen und einfach alles auf mich zukommen lassen. Dabei habe ich mich selbst übertroffen. Ich war jeden Tag unterwegs und habe viel Sightseeing gemacht.

Die Coronafolgen machten es mir allerdings nicht leicht: Kopfschmerzen, Konzentrationsprobleme, Müdigkeit und keine Ausdauer. An Sport war längst nicht zu denken. 

Kurztrip an die Ostsee
Donnerstagabend bin ich wieder in Berlin gelandet. Freitag war ich zu Hause und Samstagmorgen ging es bereits wieder auf Reisen. Hach, wie sehr ich das vermisst habe! Das Reisen gibt mir soooo viel. Vollkommen egal, ob innerhalb Deutschlands oder im Ausland. 
Eine Freundin hatte mir zum Geburtstag einen Kurztrip an die Ostsee geschenkt. Das war es, was ich brauchte. Das Wetter war dabei vollkommen auf unserer Seite: 30 Grad und Sonne satt. Von dem angekündigten Regen war keine Spur. Wir übernachteten im Slube am Yachthafen in Greifswald, was meeeega cool und eine tolle Erfahrung war. Das werden wir sicherlich wiederholen. Die An- und Abreise mit 9€ Ticket hat überraschend gut geklappt, gleichwohl der Regio natürlich vollkommen überfüllt war.

Als ich Sonntagabend zurück war, konnte ich mir noch nicht vorstellen, am nächsten Tag wieder im Büro zu sitzen. So viel war passiert: Stadtfest, Corona, mein Geburtstag, Wien und das Wochenende an der Ostsee. Eine regelrechte Achterbahnfahrt der Gefühle. Uff. Kann mich mal bitte jemand kneifen? 

Zeit mit Freunden // Geburtstage
Das darauffolgende Wochenende war ebenfalls verplant. Momente der Ruhe gab es nach Corona eher selten. Ich genieße es einmal mehr in Gesellschaft zu sein und Zeit mit meinen Liebsten zu verbringen.
Ich war mit Freundinnen verabredet und habe einen Freund zum Mittagessen getroffen. Ein anderer Freund hat seinen 30. Geburtstag nachgeholt. Wir haben viel gelacht, über alte Zeiten gesprochen und den Tischkicker regelrecht zum Beben gebracht ;-) 

Inzwischen finde ich auch wieder langsam zurück in meine Sportroutine. Die ersten Tage waren aber wirklich....anstrengend - und von Muskelkater geplagt. Nun fiebere ich noch meinem Gravel Bike entgegen, das ich hoffentlich ganz bald fahren kann. Für Pedalen habe ich mich nun auch endlich entschieden. Einer Fahrt steht also nur noch die Lieferung im Weg. Drückt die Daumen, dass es nicht mehr allzu lange dauert. Ich scharre schon mit den Hufen und vermisse das Radfahren und das Cardiotraining sehr. 

Was sonst noch los war...
Zwischen all dem Wahnsinn, der im Juni passiert ist, sind meine Gemüsepflanzen ziemlich gewachsen. Die ersten Pflanzen tragen bereits Früchte: meine Peperoni, die Paprika und Tomaten z.B. Ich kann die erste Ernte kaum erwarten! Ich habe mich jeden Tag an meinen selbst gemachten Perlenarmbändern erfreut und viel zu viel Eiskaffee getrunken. Bei Calzedonia habe ich wuuuunderschöne Bikinis bestellt, die es mir wirklich schwer machen, mich für ein einziges Modell zu entscheiden. Mein Bankkonto weint. Zusätzlich habe ich in eine schöne Brusttasche mit individuellem Gurt investiert. Ich liebe sie!

Ich habt Euch im Juni übrigens außerordentlich für meine Outfits interessiert. Bei Interesse versuche ich alles zu verlinken, was ich online finden kann :))

Und nun, habt es fein! Lasst es Euch gut gehen und bleibt gesund. Bis bald!

Alles Liebe für Euch, Mareike ♡


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